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6. Januar 2011 4 06 /01 /Januar /2011 13:35

http://i.imgur.com/O6O59.jpgZum Niedergang der FDP aktiv mehr beizutragen als die FDP selbst, ist schwierig. Dennoch sollten wir uns bemühen bestes zu geben, um die FDP dabei aktiv zu unterstützen.Bevor ich ein paar Vorschläge dazu mache, jedoch zwei Klarstellungen, die mir sehr wichtig sind:

 

1.) Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine liberale Partei und auch nicht schon immer gegen die FDP. Im Gegenteil, ich  fand, die FDP hatte in den 70ern & frühen 80ern zum Teil richtig gute Leute. Zum Beispiel Hildegard Hamm-Brücher, Ralf Dahrendorf, Gerhart Baum und ihre ehemalige Jugendorganisation, die Jungdemokraten. Sogar Genscher als Außenminister fand ich handwerklich sehr gut, auch wenn ich viele seine Positionen nicht teilte. Viele dieser Politiker sind aus der heutigen FDP längst ausgetreten.

 

Der Niedergang begann mit gierigen Wirtschaftsliberalen wie Otto Graf Lambsdorff, die die FDP zunächst zu einer Partei des reinen Wirtschaftsliberalismus und dann zu einer reinen Interessensvertretung für internationale Konzerne, Groß-Aktionäre, Ärzte & Rechtsanwälte gemacht hat (im krassen Wiederspruch sogar zu den Ideen des Wirtschaftsliberalismus).

 

http://a33.idata.over-blog.com/2/70/70/62/Logo_FDP.jpgIch würde die Rückkehr der FDP als echte liberale Partei sehr begrüßen. Das wird jedoch nur gehen, wenn die FDP für längere Zeit aus den Parlamenten verschwindet, weil nur dann die Geld- und Macht-geilen Karrieristen die Partei aus ihren Klauen entlassen werden.

 

Vielleicht ist das aber auch nicht nötig, denn mit der Piratenpartei steht eine Alternative bereit, die in der Lage wäre, diese Lücke zu schließen.

 

2.) Beim Niedergang der FDP geht nicht um Guido Westerwelle, sondern um diese unverschämte Lobby- und Groß-Industirepolitik und die Bestechlichkeit des gesamten Führungspersonals der FDP.

 

Die Kritik auf ihren derzeitigen Parteivorsitzenden zuzuspitzen (auch wenn er ein dankbares Ziel bietet), würde bei den WählerInnen den Eindruck entstehen lassen, dass nach einem (eh unvermeidlichen) Rücktritt Westerwelles alles wieder gut und die Partei wieder wählbar sei.

 

Das wäre kontraproduktiv und fatal. Bitte lasst es! Die gesamte Führungsriege der FDP ist korrumpiert! Das muss klar gemacht werden.

 


http://a31.idata.over-blog.com/2/70/70/62/FDP_Logo_mit_Blut.jpgSo, nun zum produktiven Teil.Dabei ist das Hauptproblem, das bei fast jeden öffentliche Nennung - selbst eine negative Erwähnung - einer Partei zwischen 3-5% Werbung für sie ist.

 

Das bedeutet, das es sinnvoller ist, das Thema FDP nicht aktiv anzusprechen. Wenn es aber angesprochen wird, dann sollte man (entsprechen dem Punkt 2 oben) fundierte Argumente gegen die FDP bringen, statt an den Westerwelle-Lästereien teilzunehmen.

 

Hier eine Linksammlung dazu:

 

FDP-Filz

Stuttgarter Zeitung darüber, wie der FDP-Innenminister Goll einen Parteifreund noch schnell vor der Wahl und trotz fehlender Führungskompetenz mit einem 8.000-Euro-pro-Monat-Spitzenjob als Abteilungsleiter versorgt:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2766504_0_9223_-fdp-goll-befoerdert-p
arteifreund.html

 

Wirtschafts-Inkompetenz

Der Tagesspiegel berichtet, wie FDP Generalsekretär Christian Lindner bewieß, das er von wwirtschaft keine Ahnung hat und selbst nicht solide wirtschaften kann: Eine von Lindner geführte Firma hat in der Rekordzeit von 18 Monaten fast zwei Millionen Euro aus dem Topf der Kreditanstalt für Wiederaufbau verbrannt; eine zweite Kölner Firma wurde ebenfalls mangels Aufträgen liquidiert.

http://www.tagesspiegel.de/politik/pleite-mit-der-firma-glueck-in-der-partei/v_default,566102.html

 

Macht-Politik und wiederlegte Wirtschafts-Ideologie

Die frühere FDP-Politikerin und Präsidentschaftskandidatin der FDP, Hildegard Hamm-Brücher, und Professor, Liberale Ikone und ex-FDP Mitglied Ralf Dahrendorf zu den durch die heutige FDP verratenen Idealen:

http://direkteaktion.over-blog.de/article-31201329.html

 

Moralische Verkomenheit

Der Freitag zur Millionenspende eines reaktionären Milliardärs und Hoteleigentümers für die FDP:

http://www.freitag.de/community/blogs/andreaarcais/der-eigentliche-skandal-ist-die-fdp

 

Außenpolitik nach Willen der internationalen Groß-Konzerne

Die FDP rechtfertigt (ganz anti-liberal) einen Militär-Putsch & Tote in Honduras. Die FDP auf dem Sprung zur Rechtsextremen Partei?

http://direkteaktion.over-blog.de/article-33474964.html

http://direkteaktion.over-blog.de/article-34629737.html

 

Gekaufte Steuersenkung für die Hotel-Branche

http://direkteaktion.over-blog.de/article-winterschlussverkauf-fdp-kostet-nur-1mio-43058448.html

 

 

Über weitere Links freue mich mich! Einfach nen Kommentar schreiben.

 

 

Reinhard Mey faßt die angeblich "liberale" Politik der FDP übrigens sehr gut zusammen:

 

'ne Zeit für Selbstbediener und Geschäftemacher,
Scheinheiligkeit, Geheuchel und Postengeschacher.
Und die sind alle hoch geachtet und sehr anerkannt,
Und nach den schlimmsten werden Straßen und Flugplätze benannt.
Man packt den Hühnerdieb, den Waffenschieber läßt man laufen,
Kein Pfeifchen Gras, aber 'ne ganze Giftgasfabrik kannst du kaufen.
Verseuch' die Luft, verstrahl' das Land, mach ungestraft den größten Schaden,
Nur laß dich nicht erwischen bei Sitzblockaden!"

 

Text & Lied komplett: Sei wachsam!

 

 

Wer eine fundierte Kritik der tatsächlichen FDP Politik (nicht der Programme) von einem Mitglied der FDP lesen will, dem seine die aktuellen Bücher von Gerhart Baum ans Herz gelegt:

 

Auf ein großes Echo und beste Kritiken stößt das im September 2009 veröffentlichte Buch "Abkassiert – Die skandalösen Methoden der Finanzbranche", das von den Kanzleipartnern Gerhart Baum, Julius Reiter und Olaf Methner geschrieben wurde. In dem 250 Seiten starken Werk schildern die Autoren nicht nur, wie vertrauensselige Bürger täglich von Banken, Versicherungen und Strukturvertrieben ausgenommen werden. Baum, Reiter und Methner schonen auch die Politik, Finanzaufsicht und Richter nicht und geben zahlreiche Tipps für einen besseren Verbraucherschutz.

 

Ebenfalls im September 2009 erschienen ist das Buch von Gerhart Baum „Rettet die Grundrechte! - Bürgerfreiheit contra Sicherheitswahn". Der ehemalige Innenminister Baum beschreibt, wie der Geist der Vorbeugung jeden Bürger verdächtig macht, wenn Bürgerrechte unter die Räder der Terrorangst geraten. Er deckt in seinem Werk auf, wie die Politik allmählich die Grenzen zwischen Polizei, Geheimdiensten und Armee aufweicht und beleuchtet das fatale Desinteresse vieler Bürger an ihren Bürgerrechten. Die Streitschrift ist ein Plädoyer gegen fatale Tendenzen, die dafür sorgen, dass die Bürger selbst jene Liberalität und Freiheit preisgeben, die das Ziel ihres Hasses sind. Das Buch ist auch ein Plädoyer für eine entschiedenere weltweite Durchsetzung der Menschenrechte.

 

Siehe auch:

Album mit Bildern für Artikel in euren Blogs

 

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1959 war die FDP noch nicht bestochen & gegen Atomkraft

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22. September 2010 3 22 /09 /September /2010 13:15

http://lh4.ggpht.com/_t_ujyXPvS2U/TJku205L1wI/AAAAAAAAAKE/iUrsBuLTLx4/1959-fdp.jpg

 

‎"Das Atomexperiment der Bundesregierung bedroht uns alle tödlich!"

- sagte die FDP, bevor sie bestochen wurde

 

29.9.2010: Update: Ich wurde belehrt, das sich die FDP damals gegen die Pläne zur atomaren Bewaffnung Deutschlands wandte, nicht gegen Atomanlagen. Damit wird die Aussage allerdings nicht falsch.

 

Aktiv werden:

Atom-Transporte untergraben?

Anti-RWE Aktionstage im Braunkohlerevier vom 15.-17. Oktober

Wendland-Blockade - (Un)Ruhetag X - gegen ein Endlager in Gorleben

Offener Brief an die CDU/FDP Regierung - Unterschreiben!

Merkels Atompläne stoppen

Saturn-Elektroschrott-Handel auf Pro-Atom-Kurs

 

Mehr:

Der Anfang vom Ende der Atomenergie

Die Atom-Kriegserklärung

Die Atomkatze ist aus dem Sack

Deutsche Bank = Atombank

RWE: Wortbrecher mit schmutziger Bilanz

Atomsteuern: Ein inszenierter Streit

Atom ist Monopol-Technologie

Film-Tipp: Die Atomlüge!

Flashmobs gegen AKWs - jeden Adventssamstag bundesweit!

Druckwasser-Reaktoren: In 8 Atomkraftwerken drohen Störfälle 

Atom-Alarm: Schütze Dein Atomkraftwerk! (Online-Spiel)

Decke im Atommülllager Asse eingestürzt 

Alptraum Atommüll 

12.000 Ballons simulieren in Biblis eine "radioaktive Wolke"

Tödliche Nachbarn

 

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26. August 2010 4 26 /08 /August /2010 21:08

Was? Porschedidi Posch (65) kennen Sie gar nicht? Auch gut. Der alters(w)irre hessische Wirtschaftsministerdarsteller huldigte nämlich jüngst (wieder) dem längst beerdigt geglaubten FDP-ADAC-AC/DC-Motto Highway to Hell - freie Fahrt für freie Bürger! und hob die aus Sicherheitsgründen auf unfallträchtigen hessischen Autobahnabschnitten vor Jahren eingerichteten Tempolimits gleich hundertfach wieder auf - und zwar mit der wahn- und aberwitzigen Begründung, dass die Zahl der Verkehrstoten dort ja zurückgegangen sei. Im ERNST.

 

Quelle: taz v. 23.8.2010

 

Posch ist Mitglied der FDP - daran sollten sie denken, wenn sie demnächst in Hessen so eine Raser völlig legal (fast) in den Tod schickt.

 

Siehe auch:

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CDU: Harz4 Empfänger auch zu niederer Arbeit verpflichten

 

 

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30. März 2010 2 30 /03 /März /2010 19:56

Wir Neoliberalen legen sogar nach Finanzkrisen, die wir selbst verursachten, in der Wählergunst zu.

 

http://photos-b.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc3/hs035.snc3/12330_1238139964319_1553874270_30566592_1811155_n.jpg

 

Gefunden in der Facebook Gruppe Westerwelle zum Schneeschippen

gepostet von Holger Mann

 

Siehe auch: Weitere Artikel in der Kategorie "FDP", wie zum Beispiel:
FDP: Prostitution oder Bestechung?
Rücktritt von Guido Westerwelle fordern!
Der clevere Trick: Westerwelles Polemiken
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29. März 2010 1 29 /03 /März /2010 23:54

Soviel zu Westerwelle:


"'ne Zeit für Selbstbediener und Geschäftemacher,
Scheinheiligkeit, Geheuchel und Postengeschacher.
Und die sind alle hoch geachtet und sehr anerkannt,
Und nach den schlimmsten werden Straßen und Flugplätze benannt.
Man packt den Hühnerdieb, den Waffenschieber läßt man laufen,
Kein Pfeifchen Gras, aber 'ne ganze Giftgasfabrik kannst du kaufen.
Verseuch' die Luft, verstrahl' das Land, mach ungestraft den größten Schaden,
Nur laß dich nicht erwischen bei Sitzblockaden!"

Mehr: Sei wachsam!



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CDU: Harz4 Empfänger auch zu niederer Arbeit verpflichten


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8. März 2010 1 08 /03 /März /2010 00:08
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4. März 2010 4 04 /03 /März /2010 17:13

"Was ist der Unterschied zwischen Prostitution und Bestechung?

Bei Bestechung werden die Steuerzahler gefickt !"

Von: @kidxo http://a3.twimg.com/profile_images/698105957/kiddo1_bigger.jpg






Deshalb: Rücktritt von Guido Westerwelle fordern! (auch wenn dort andere Gründe dafür genannt werden).

Siehe auch:
Der clevere Trick: Westerwelles Polemiken
Bestechung 2.0
Schon ins Programm der FDP eingekauft?

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1. März 2010 1 01 /03 /März /2010 08:28

Logo FDPHier die Rücktrittsforderung von Hans-Jürgen Graf an den deutschen Außenminister und Vizekanzler, Dr. Guido Westerwelle. Wer sich dem anschließen will, kann auch unterschreiben (bisher 2486 Unterschriften).

 

Ich bin jedoch der Ansicht, dass die Harz4-Provokationen des Herrn Westerwelle eigentlich nur vom viel größeren Skandal ablenken sollen. Siehe Der clevere Trick: Westerwelles Polemiken



----------------------------------------------

Sehr geehrter Herr Außenminister und Vizekanzler
Dr. Guido Westerwelle,

kurz nach Bekanntgabe des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes bezüglich der Regelleistungen nach dem SGB II, am 09. Februar 2010, haben Sie dem Volk in Deutschland eine Neuauflage Ihrer Hetzkampagne gegen Bezieher von Sozialleistungen nach dem SGB II geliefert.

Zur Zeit stehen Sie wieder in der Öffentlichkeit mit einer von Ihnen geschürten Kampagne gegen den Sozialstaat und die bedürftige Bevölkerung. In der Angelegenheit der Leistungen nach dem SGB II, auch Hartz IV genannt, wobei ich diesen Begriff selbst nicht sehr nutze, haben Sie ja bereits schon einige Schlagzeilen geliefert. Immer wieder bedienen Sie die mittlerweile unerträglichen und völlig unsachlichen Klischees, die auch von einigen anderen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik bedient werden. „Die Arbeitsaufnahme darf nicht unattraktiv werden durch zu hohe Leistungen“. Die wesentliche Problematik des heutigen Arbeitsmarktes, wie das Leisten von Überstunden bis zum Erbrechen, Verringerung der Urlaubstage, Verzicht auf Feiertage, einige zu geringe bis lächerliche Entlohnung für qualifizierte Tätigkeiten, kein Weihnachts- und Urlaubsgeld mehr, Dezimierung des Kündigungsschutzes, die Notwendigkeit eines Mindestlohnes, die Notwendigkeit neuer Arbeitszeitmodelle, ständiger Abbau von Arbeitsplätzen, fehlende Neuschaffung qualifizierter Stellen usw. interessieren Sie ja wohl keinen Millimeter weit.

Selbst bei einer qualifikationsgerechten Entlohnung haben Sie und Ihre Freunde der Wirtschaftslobby es geschafft, den Arbeitsmarkt bereits durch solche Änderungen zu Ungunsten der arbeitenden Bevölkerung, ausreichend unattraktiv zu machen. Nun möchten Sie, so denke ich, die Menschen in Deutschland zwingen zu den Vorgaben, die Sie und Ihre Freunde so geschaffen haben, zu arbeiten. Zu arbeiten unter dem Druck nicht existenzsichernder Leistungen im Falle der Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit. Sie, als ein Vertreter der Bundesregierung, vertreten das ganze Volk in unserem Land und Sie zeigen, in meinen Augen, frappierend deutlich, dass Sie dazu nicht in der Lage sind. Ihre bisherigen Äußerungen in Presse und Medien zu diesem Thema, besonders die der letzten Zeit, in der Sie sogar von „spätrömischer Dekadenz“ sprechen, sind alles andere als den Anforderungen Ihres jetzigen Amtes gemäß. Im Übrigen frage ich mich sowieso, warum Sie als Außenminister so gerne den Innenpolitiker spielen möchten?

Ihre Äußerungen sind hart an der Grenze, wenn nicht vielleicht schon grenzüberschreitend und lassen einen Bürger dieses Landes erschrecken. Erschrecken vor einem lobbyhörigen FDP-Politiker, der sich wie eine „kreischende Diva“ darüber aufregt, dass niemand seinen Willen und seine Vorstellungen hören will und diese auch nicht umsetzen. Sie diffamieren pauschal Millionen von Leistungsbeziehern in diesem Land. Sie hetzen zwei Bevölkerungsschichten gegeneinander auf. Das ist meine Meinung. Sie erscheinen mir gefährlich. Nun werden Sie von allen Seiten ermahnt und kritisiert, doch das bringt Sie nicht dazu, sich bei den Menschen zu entschuldigen, die in diesem Land, und das wissen Sie so genau wie ich, gar keine Arbeitsplätze mehr bekommen können, weil es diese nicht mehr gibt. Entschuldigen bei denen, die aus Krankheits- und Behinderungsgründen nicht mehr arbeiten können, aber immer noch in der Mühle des SGB II stecken. Entschuldigen bei den Eltern, die Monat für Monat sich die Gehirne zermartern, wie sie ihren Kindern das Essen auf den Tisch bringen sollen, das sie leistungsfähig erhält.

Immer wieder berufen Sie sich auf das Lohnabstandsgebot zwischen dem geringsten Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit und der Sozialleistung nach SGB II und SGB XII. Natürlich wird dieser immer kleiner, wenn Sie zwei grundverschiedene, von einander unabhängige Einkommensarten, gegenüberstellen. Den Lohn, das Gehalt, zahlt der Arbeitgeber seinem Vertragspartner für eine vertraglich vereinbarte Arbeitsleistung. Eine Sozialleistung muss das soziokulturelle Existenzminimum plus dem abweichenden Bedarf eines Menschen berücksichtigen. Dieser kann und wird höher liegen, wenn dieser reell berechnet wird als nach dem bisherigen Satz des SGB II. Er kann sogar höher als eine Lohnzahlung für eine vertraglich vereinbarte Leistung liegen. Tatsächlicher Bedarf eines Menschen und die Entlohnung für eine Erwerbstätigkeit haben unterschiedliche Berechnungsgrundlagen, ansonsten müssten auch nicht viele Eltern zusammen arbeiten gehen um den Bedarf der Familie zu dekcen. Besonders heute, nachdem ja keine existenzsichernden Löhne mehr gezahlt werden.

Insofern ist es eine Absurdität, ein Lohnabstandsgebot zu berücksichtigen.

Hier möchte ich noch einige Zitate aus Ihren Reden, Statements usw. bringen, damit sich die Öffentlichkeit ein Gesamtbild machen kann:

"Deutschland wird von der Mitte aus regiert, von einer Koalition der Mitte. Und die Ränder haben in dieser Republik nichts zu sagen."FDP-Sonderparteitag in Berlin 25. Oktober 2009,SZ-Online,

"Leistung muss sich lohnen, und wer arbeitet muss mehr haben als der, der nicht arbeitet. Wenn das nicht mehr beachtet wird, ist die soziale Marktwirtschaft gefährdet." -ftd.de

"Meine Politik fördert die Fleißigen, schützt die Schwachen und bestraft die Faulen. Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit." -Interview in FOCUS, 3. November 2003

"Wenn man in Deutschland schon dafür angegriffen wird, dass derjenige, der arbeitet, mehr haben muss als derjenige, der nicht arbeitet, dann ist das geistiger Sozialismus." - Passauer Neue Presse, 12.2. 2010

Gastbeitrag für „Die Welt“ am 11. Februar 2010 zu dem Urteil des BverfG über die Regelsätze im SGB II vom 09. Februar 2010:

"Die Diskussion nach der Karlsruher Hartz-IV-Entscheidung hat sozialistische Züge."

"Es scheint in Deutschland nur noch Bezieher von Steuergeld zu geben, aber niemanden, der das alles erarbeitet."

"Empfänger sind in aller Munde, doch die, die alles bezahlen, finden kaum Beachtung."

"Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein."

Bem.: In Ihren Äußerungen unterstützte und stützte Sie ja auch Ihr Parteivize.

Ich gehe davon aus, dass Sie die Umstände auf dem Arbeitsmarkt in unserem Land genauestens kennen. Alles andere wäre ein weiteres Armutszeugnis Ihrer politischen Fähigkeiten, so denke ich. Aus diesem Grund muss ich, wenn ich Ihre Äußerungen der letzten Zeit über Hartz IV höre oder lese, davon ausgehen, dass Sie nicht bereit sind die Interessen des Volkes zu vertreten, das Sie als Mitglieder der Bundesregierung vertreten sollen. Insofern sehe ich Ihre Äußerungen auch als gefährlich an. Dadurch zeigen Sie, das Sie nicht die politische Größe und die politischen Fähigkeiten haben, ein Regierungsamt inne zu haben.

Deshalb fordere ich Sie auf:

1.Legen Sie ihr Amt als Außenminister und Vizekanzler mit sofortiger Wirkung nieder
2.Verzichten Sie freiwillig auf alle daraus gewonnen Vorzüge bezüglich einer Pension, Rente oder sonstigen finanziellen Vorteile.
3.Machen Sie Platz für einen Politiker, der sich für die Interessen der Menschen in seinem Staat interessiert und nicht für die Durchsetzung seiner Freunde aus Lobbykreisen.

 

Sincerely,

The Undersigned

 

----------------------------------------------

 

 

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27. Februar 2010 6 27 /02 /Februar /2010 19:18
Westerwelle_FDP_6867127_n.jpg
Die Spenden an die FDP sind wichtig. Vor allem für die FDP und die Spender. Denn die Spenden ermöglichen eine direkte Beeinflussung der Bundespolitik durch einzelne. Wenn einem etwas nicht passt, dann gibt man dem Guido einfach Geld und der ändert das dann.

Haben Sie sich schon in das Parteiprogramm der FDP eingekauft?

Dann aber los. Oder können Sie sich das nicht leisten? Schade!


Auch interessant: FDP-Chef  Westerwelle wollte Parteispende von vorbestraftem Steuerhinterzieher


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24. Februar 2010 3 24 /02 /Februar /2010 01:22
August_von_Fink_HItler.jpgDie Spenderfamilie:

August Baron von Finck junior, Milliardär und Besitzer der großen Hotelkette Mövenpick, spendete im Wahljahr 2009 insgesamt 1,1 Millionen Euro an die FDP und bekommt jetzt das Geld vielfach zurück aufgrund der ganz schnell auf Westerwelles Betreiben beschlossenen Mehrwertsteuersenkung von neunzehn auf sieben Prozent für Hotelübernachtungen.

Sein Vater -Bankier August Baron von Finck, damals  Aufsichtsratsvorsitzender der Allianz und Stuttgarter Verein Versicherungs-AG, spendete 1931 der NSDAP 5 Millionen Mark- aus den Kassen des Allianz-Konzerns. Weitere Millionen durfte die NSDAP in den folgenden Jahren  einsammeln.

Hitler bedankte sich:

Er ließ seinen Spendensammler in das Präsidium der Akademie für Deutsches Recht aufnehmen. 1937 durfte von Finck das Bankhaus Dreyfus in Berlin und Frankfurt arisieren. Und 1938 nach dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich konnte er sich die Wiener Rothschild-Bank einverleiben.


Quelle & mehr:
http://www.jungewelt.de/2010/02-19/021.php

Mit der Erschließung der NSDAP Geldquellen hatte die NRW FDP (Westerwelles Landesverband) einige Erfahrung. Die nordrhein-westfälische FDP, hatte sich gleich nach 1945 ehrlich um die Nachfolge der NSDAP bemüht:

Das kam hoch, als die Briten im Januar 1953 einen Nazi-Geheimbund um den ehemaligen Goebbels-Staatssekretär Werner Naumann zerschlugen. Die Engländer fanden ein Papier, auf dem Naumann notiert hatte, was ihm in diesen schweren Zeiten eine FDP-Größe empfahl:

»Um den Nationalsozialisten unter diesen Umständen trotzdem einen Einfluß auf das politische Geschehen zu ermöglichen, sollten sie in die FDP eintreten, sie unterwandern und die Führung in die Hand nehmen. An Einzelbeispielen erläuterte er, wie leicht das zu machen sei. Mit nur 200 Mitgliedern können wir den ganzen Landesvorstand erben. Mich will er als Generalsekretär o. ä. engagieren!!«


Quelle & mehr:
http://www.jungewelt.de/2010/02-19/021.php


Die Junge Welt zieht das Fazit:

Den Wählern, die 1932 die NSDAP mit 37 Prozent zur stärksten Partei machten, war nicht bekannt, welche Summen Finck senior und andere zuvor bereitgestellt hatten. Die Wähler aber, die im Mai 2010 in Nordrhein-Westfalen jener von den Bestverdienenden erfolgreich eingekauften Partei ihre Stimme geben sollen, können sich das überlegen. »Ich habe eine Engelsgeduld. Aber die FDP kann auch anders«, droht Westerwelle und erläutert: »Eine Partei ist dann in einer Krise, wenn sie nicht mehr weiß, was sie will. Und wir wissen, was wir wollen.«




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