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6. März 2011 7 06 /03 /März /2011 09:29

http://i.imgur.com/hm28W.pngWenn's um Kinder geht, holen Marketing-Leute zum Doppelschlag aus: Comics zum Anfixen der Kleinen, Gesundheitsversprechen als Balsam für die Eltern. Wurstfabrikant Stockmeyer macht das genau so und preist die "Ferdi Fuchs Mini Würstchen" als "täglichen Beitrag für die gesunde Ernährung" an.

Tatsächlich sind die Würstchen alles andere als ein ausgewogenes Kinderprodukt, drei rote Nährwertampeln bekämen sie: für Fett, gesättigte Fette und Salz.

Vor allem der hohe Salzgehalt macht aus den Kinderwürstchen keinen "Beitrag zur gesunden Ernährung", sondern eher einen Beitrag zum späteren Bluthochdruck. Denn wer als Kind zu viel Salz isst, erhöht das Risiko später an Bluthochdruck und seinen zahllosen Folgekrankheiten zu leiden.

Das weiß auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und empfiehlt seit langem eine "Verringerung des Salzgehaltes in Lebensmitteln". Den Wurstfabrikanten Stockmeyer interessiert das offenbar wenig, stattdessen bewirbt er seine salzigen Würstchen auch noch als besonders geeignet für Kinder.

 

Beschweren Sie sich deswegen jetzt bei Stockmeyer, damit die gesalzene Irreführung ein Ende hat:

http://www.abgespeist.de/ferdi_fuchs/mitmachen/beschwerde_e_mail_an_stockmeyer/

 

Kinder essen zu viel Salz: Je nach Alter und Geschlecht nehmen sie täglich zwischen 4,25 und 5,5 Gramm zu sich. Zu viel Salz kann zu erhöhtem Bluthochdruck führen, der wiederum Folgen haben kann: Nierenschäden, Schlaganfall, Herzinfarkt.

Doch Salz ist nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil: Es ist unentbehrlich für verschiedene Körperfunktionen. Nur liegen die realen Verzehrmengen meilenweit über dem, was der Körper wirklich benötigt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) fordert deshalb "Anstrengungen zur Senkung des Kochsalzverzehrs" und schätzt, dass für Kinder gerade einmal etwas mehr als ein Gramm Salz pro Tag lebensnotwendig sei. Tatsächlich essen Kinder deutlich mehr – Jungen zwischen sechs und elf Jahren beispielsweise etwa 5,16 Gramm. Das ist zu viel. Und es stammt zu einem großen Teil aus Wurst und Fleischprodukten.

Viele Wursthersteller wollen dennoch suggerieren, ihre Kinderprodukte seien besonders ausgewogen und speziell auf die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse der Kleinen abgestimmt. Ein beliebtes Mittel: künstliche Vitaminzusätze.

 

Die „Ferdi Fuchs Mini Würstchen“ sollen den Eindruck erwecken, speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten zu sein. Deswegen setzt auch Wurstfabrikant Stockmeyer haufenweise Vitamine zu und verspricht: „stärkere Knochen und Zähne“, „Zellwachstum“ und sogar einen „reibungslosen Stoffwechsel“.

 

Doch der angeblich „tägliche Beitrag für die gesunde Ernährung“ ist eine gesalzene Verbrauchertäuschung. Denn mit stolzen 2 Gramm Salz pro 100 Gramm sind die „Mini Würstchen“ eine wahre Salzattacke! Das Problem: Zu viel Salz erhöht das Risiko, später an Bluthochdruck zu leiden – samt vielfältiger Folgeerkrankungen. Und schon jetzt essen die meisten Kinder mehr Salz als sie brauchen. Ein salziges Würstchen als gesundes Kinderprodukt anzupreisen ist demnach eine schamlose Hanswursterei.

Eine schamlose Hanswursterei!

 

Lassen Sie sich das nicht gefallen und unterzeichnen Sie jetzt die Foodwatch-Mitmachaktion!

 

http://www.abgespeist.de/ferdi_fuchs/mitmachen/beschwerde_e_mail_an_stockmeyer/

 

Oder beschweren Sie dich direkt bei Stockmeyer:

Hersteller: Westfälische Fleischwarenfabrik Stockmeyer GmbH
Produkt: Ferdi Fuchs Mini Würstchen
Verbraucherservice: 05426 / 82 - 0
E-Mail: info@stockmeyer.de

 

 

PS: "Ferdi Fuchs" ist nur eines von vielen Mogelprodukten. Informier dich regelmäßig auf Foodwatch.de, wie dich die Lebenmittelkonzerne mit schädlichen Lebensmitten und reckigen Marketing-Tricks abzocken wollen:

http://foodwatch.de/

 

 

Siehe auch:

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Published by Direkte Aktion - in Lebensmittel
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Kommentare

Besucher 05/16/2011 11:40


Der Ruf von Kochsalz war lange davon geprägt, bei großem Konsum Bluthochdruck zu verursachen. Mittlerweile sehen manche Wissenschaftler diesen Zusammenhang skeptisch. «Es gibt bis heute keine
verlässliche Studie, die nachweist, dass der durchschnittliche Salzverzehr in der gesunden Bevölkerung der Entwicklung eines Bluthochdrucks Vorschub leistet», sagt Resch. Bluthochdruck könne viele
Ursachen haben. «Und es gibt es viele Möglichkeiten, ihn zu verringern.»

Kochsalzreduzierung sei dabei eine der am wenigsten wirksamen. Schon bei einer Gewichtsabnahme von vier bis fünf Kilo sei der Effekt auf den Blutdruck doppelt bis dreimal so groß wie bei allem, was
durch Salzreduktion erreichbar sei.

http://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/essen-und-geniessen/gesund-ernaehren/5131-215-49fb1f06.html


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