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7. März 2010 7 07 /03 /März /2010 14:41
jose_aguilar_ecu.jpgEin Bauer berichtet von Entführung, Folter und Vertreibung durch einen Holz-Konzern. Und wenige Tage nach der Veröffentlichung seiner Zeugenaussage in Radio wird der Bauer ermordet. Seine Name ist Jose Aguilar (Foto rechts).

Er wurde gezwungen ein Land an die Firma Botrosa abzutreten. Zusammen mit ihm wurden sechs weitere Nachbarn von ihrem Wald vertrieben.

In Ecuador sind die beiden zur Unternehmensgruppe Durini gehörenden Sperrholzhersteller Botrosa und Endesa ein Synonym für die Regenwaldabholzung. Nach über 40 Jahre andauernder Rodung ist die ehemals grüne Provinz Esmeraldas weitgehend entwaldet worden. Die traditionellen Lebensformen der indianischen und schwarzen Gemeinden wurden ruiniert. Die Lebensgrundlagen der Kleinbauern sind zerstört, genauso wie die einst vorhandene reichhaltige Artenvielfalt.

Die 8.400 Hektar große Rio Pitzara-Plantage trägt seit April 2006 das Siegel des Bonner Vereins Forest Stewardship Council (FSC). Vergeben wurde das Label für „verantwortungsvolle Waldwirtschaft“ vom FSC-Zertifizierer GFA Terra Systems mit Sitz in Hamburg. Die Zertifizierung durch GFA war für die Zehntausende von Kleinbauern in Esmeraldas, deren Wald von Endesa-Botrosa abgeholzt und geraubt wurde, ein Schlag ins Gesicht. Zirka 70 Prozent der von Endesa-Botrosa produzierten Sperrholzplatten gehen unter dem Markennamen “Sandeply“ in den Export, vor allem in die USA. Kunden sollen FSC-zertifizierte Produkte mit gutem Gewissen kaufen. Dafür werben auch große Umweltorganisationen wie WWF, BUND und Nabu.

Bitte schreiben Sie an die zuständigen Stellen in Ecuador (Formular am Ende der Seite) und fordern Sie die lückenlose Aufklärung der Ermordung des Waldschützers und seiner Frau sowie die Rückgabe des illegal von Botrosa angeeigneten Waldes und ein Ende der Plünderung der noch verbliebenen Tropenwälder durch die Sperrholzindustrie.

Kaufen Sie kein Holz mit dem FSC-Siegel mehr! Bitte Weitersagen! Verbreitet es auch twitter, facebook, oder wo ihr sonst aktiv seid!

Mehr Infos bei regenwald.org

Siehe auch:
Todesstrafte für Homosexualität?

Putsch-Kardinal aus Honduras in Deutschland

Naumann-Stiftung holt Putschisten in den Bundestag
Internationale Delegation klagt brutale Repression in Honduras an
Honduras: Kann ein Militär-Putsch legitim sein?
Systematische Repression in Honduras


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Kommentare

Zelina 03/18/2010 18:35


Ich persönlich finde Folter extrem schlimm und durch nichts zu rechtfertigen. Allerdings denke ich sind da weniger die Folterer strafrechtlich zu belangen sondern eher die Menschen die das
anordnen. Ich habe mich etwas mit dem Milgram Experiment beschäftigt und da kommt ganz klar zum Ausdruck, wie die Menschen manipuliert werden. Gut ich bin erst am Anfang meiner Psychologie Studien,
aber die Ergebnisse des Milgram Expirements sprechen einfach für sich.


Daniel 03/13/2010 10:40


Boykott vom FSC finde ich einen Schritt vor dem anderen - hast du das schon mal an deren Zentrale zur Aufklärung weitergeleitet? Ich denke, der Großteil der Zertifikate wird sauber sein und ist
eine der (ohnehin wenigen) Orientierungsmöglichkeiten von Verbrauchern, die man jetzt nicht mit einem Wisch obsolet kritisieren sollte. Kurzum: An den FSC spielen und Verantwortung einfordern,
notfalls an die Presse damit - lückenlose Aufklärung ist natürlich unabdingbar!


Direkte Aktion 03/25/2010 14:24


Es ist die Aufgabe vom FSC zu kontrollieren, nicht meine. Die werden dafür bezalt. Wenn sie so versagen (immerhin ist jetzt ein Mensch tot!), gehören sie boykottiert.

Wenn ich meinen Job so machen würde, wäre ich längst gefeuert worden. Warum sollen für Wirtschaftsunternehmen weniger strenge Kriterien gelten, als für Mitarbeiter.

Das FSC ist kein Wohltätigkeitsverein und jetzt als Feigenblatt entlarved worden.


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