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10. Februar 2010 3 10 /02 /Februar /2010 21:24
Homophobie ist eine gefährliche Krankheit: In den USA führt sei dazu, das man Kindern verbietet, Regenbögen zu malen und ihnen die Mal-Farben wegnimmt. In Uganda sollen Schwule jetzt mit Gefängnis oder sogar dem Tode bestraft werden:

Das Parlament von Uganda bereitet die Verabschiedung eines brutalen neuen Gesetztes vor, das Homosexualität mit Gefängnis bestraft – und sogar mit der Todesstrafe.

Anfängliche internationale Kritik hat den Präsidenten veranlasst, eine Überprüfung vornehmen zu lassen. Aber mit ebenso üblen wie kapitalkräftigen lobbyistischen Bemühungen von Seiten extremistischer Kräfte sieht es nun so aus, als ob das Gesetz verabschiedet wird – und allerorts Verfolgung und Blutvergießen auslöst.

Der Protest gegen den Gesetztesentwurf verstärkt sich, auch von Seiten der Anglikanischen Kirche. Der ugandische Menschenrechts-Aktivist Frank Mugisha schreibt: "Dieses Gesetz bringt uns in ernsthafte Gefahr. Bitte unterschreiben Sie die Petition und bitten Sie weitere Menschen, uns zu unterstützen – wenn es eine große Welle weltweiter Proteste gibt, begreift unsere Regierung, dass Uganda durch diesen Gesetzesentwurf international isoliert wird, und nimmt ihn zurück.

Da eine Entscheidung bereits in wenigen Tagen erwartet wird, kann nur eine unnachgiebiege weltweite Protestwelle das Leben von Frank und vielen anderen Menschen retten. Lassen Sie uns diese Petition riesig machen, um das Homosexuellen-Todes-Gesetz zu stoppen. Klicken Sie hier, um teilzunehmen:

http://www.avaaz.org/de/uganda_rights/?vl

Die Petition wird diese Woche an Präsident Museveni, an Mitglieder des Revisionsgremiums und die ugandischen Botschaften in aller Welt übergeben, bevor es zu spät ist – außerdem an alle wichtigen Geberländer.

Der Gesetzesentwurf sieht lebenslange Haftstrafen für alle vor, die wegen gleichgeschlechtlicher Beziehungen verurteilt werden, und die Verhängung der Todesstrafe für "Serientäter". Nicht-staatliche Organisationen, die gegen die Ausbreitung des HIV-Virus kämpfen, können wegen des "Förderns von homosexuellen Handlungen" für 7Jahre inhaftiert werden. Personen des öffentlichen Lebens drohen bis zu drei Jahren Haft, wenn sie "homosexuelle Handlungen" nicht innerhalb von 24 Stunden der Polizei melden!

Die Befürworter der Gesetzesvorlage behaupten, dass sie die nationale Kultur schützt, doch auch die stärkste Kritik kommt aus Uganda selbst. Der Vize-Provost Gideon Byamugisha ist einer von vielen, die uns geschrieben haben. Er schreibt:

Es verletzt unsere Kultur, unsere Traditionen und religiösen Werte, die sich gegen Intoleranz, Ungerechtigkeit, Hass und Gewalt wenden. Wir brauchen Gesetze, die die Menschen schützen – nicht solche, die sie erniedrigen, lächerlich machen, verfolgen und massenweise töten.

Durch die Ablehnung dieser gefährlichen Gesetzesvorlage und eine großflächige Unterstützung des Widerstandes, können wir ein wichtiges Exempel statuieren. Unterstützen Sie Ugandas Menschenrechtler und helfen Sie mit, Leben zu retten, indem Sie diese Vorlage stoppen – unterschreiben Sie jetzt, und sagen Sie es Ihren Freunden und Ihrer Familie weiter:

http://www.avaaz.org/de/uganda_rights/?vl


Mehr Information:



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Kommentare

Halfjill 02/12/2010 07:31


Hi,

sehr schön, dass dieses Thema hier eine Plattform findet! Pressestimmen zu der Thematik aus Uganda selbst, habe ich im November auf meinem Blog zusammengetragen:
http://halfjill.wordpress.com/2009/11/05/todesstrafe-fur-homosexuelle-internationale-presseschau-kw-45/


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