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22. Januar 2013 2 22 /01 /Januar /2013 22:36

http://foodwatch.de/foodwatch/content/e10/e45260/e52815/Mitmachaktion_Jain_Fitschen_422px_ohne-Text_ohne-URL_ger.jpgZehntausende Menschen haben gegen die exzessive Spekulation mit Nahrungsmitteln protestiert, Medien berichten seit Monaten intensiv, erste Banken in Deutschland verzichten auf hochspekulative Agrar-Anlagen - doch Deutschlands Investmentbank Nummer eins macht einfach weiter wie bisher. Wir haben es leider nicht geschafft, die Deutsche Bank zum Ausstieg zu bewegen.

 

Schon vor mehr als einem Jahr hatte der damalige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zugesagt: Er prüft die Kritik, dass exzessive Spekulation Nahrungsmittel teurer und damit für viele Menschen in den ärmsten Ländern der Welt unbezahlbar macht. Und er zieht Konsequenzen, wenn sich der Vorwurf bestätigt: "Kein Geschäft ist es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen", so Ackermann damals. Als seine Nachfolger Anshu Jain und Jürgen Fitschen antraten, versprachen sie einen "Kulturwandel".

 

Heute steht also fest: Mit dem "Kulturwandel" kann nur ein neues Maß an Verantwortungslosigkeit gemeint sein! Eine Milliarde Menschen weltweit hat nicht genug zu essen, Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln treiben jedes Jahr mehr Menschen in den Hunger. Die Deutsche Bank macht sich mitschuldig daran, denn es gibt hinreichende wissenschaftliche Erkenntnisse und Belege aus der Praxis, dass die exzessive Spekulation zu Blasen und damit zu Preisspitzen führen kann. Aber anscheinend ist all das kein Grund, ihr Geschäftsgebaren zu ändern.

 

Diese Entscheidung ist beschämend - und wie die Deutsche Bank ihre Entscheidung gefällt und verkündet hat, macht wütend. Monatelang hat der Vorstand die Öffentlichkeit hingehalten, immer wieder Zeitpunkte für eine Entscheidung genannt und wieder verschoben. Am Wochenende nun hat Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen auf der Grünen Woche in Berlin - im Aufmerksamkeitsschatten von Niedersachsenwahl und Großdemos gegen Massentierhaltung - verkündet, dass er seine Wetten auf Nahrungsmittelpreise weiter anbieten will. Er berief sich dabei auf eine interne Untersuchung. Tatsächlich hatte die Deutsche Bank schon mehr als einem Jahr eine "umfassende Studie" zu den Auswirkungen ihrer Finanzprodukte auf Lebensmittelpreise versprochen. Diese sollte öffentlich diskutiert werden, um auf dieser Basis eine Entscheidung treffen zu können. Nur: Eine solche Studie, falls sie überhaupt existiert, hat die Deutsche Bank nie vorgelegt - niemand kann also überprüfen, auf welcher Grundlage sie entschieden hat. Von Journalisten wissen wir, dass die Deutsche Bank noch nicht einmal auf Nachfrage eine Studie herausgibt!


Richtig perfide aber ist, dass Bankchef Jürgen Fitschen sogar erstmals ausdrücklich anerkannt hat, dass seine Finanzprodukte fatale Auswirkungen haben können. Wörtlich begründet seine Deutsche Bank das Festhalten an der Nahrungsmittelspekulation damit, "dass es kaum stichhaltige empirische Belege für die Behauptung gibt, die zunehmende Bedeutung von Agrarfinanzprodukten sei für Preissteigerungen oder erhöhte Preisschwankungen verantwortlich". "Kaum" Belege - da steht nicht "keine Belege". Und da steht erst recht nicht: "Wir können beweisen, dass unsere Produkte unschädlich sind." Wie ist dann Weiter-So zu rechtfertigen?

 

Es geht um Leib und Leben von Menschen - wie viele Belege braucht Jürgen Fitschen noch, um keine Menschen mehr in den Hunger zu treiben? Nicht die Hungernden sollten ihm die Schädlichkeit seiner Finanzprodukte nachweisen müssen, sondern er die Unschädlichkeit, wenn er weiter daran festhält! So tritt die Deutsche Bank Menschenrechte mit Füßen.


Wir haben es nicht geschafft, die Deutsche Bank zum Ausstieg zu bewegen: noch nicht. Aber wir bleiben dran - und setzen weiterhin auf Ihre Unterstützung! Bitte unterzeichnen Sie jetzt erst recht unsere E-Mail-Aktion an die Vorstandschefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain und fordern Sie mit uns: Schluss mit Nahrungsmittelspekulation:

 

https://foodwatch.de/e10/e45260/e52815/

 

Außerdem können Sie uns helfen, dass noch mehr Menschen mitmachen: Leiten Sie jetzt einfach diesen Text (z.B. als Link)  an Freunde und Bekannte weiter oder teilen Sie unseren Protest in den soziale Netzen. Jede Stimme ist wichtig!

 

Kündigt euer Konto bei der Deutschen Bank oder der Postbank (gehöt der Deuschen Bank) mit dieser Begründung)!

 


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