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12. September 2012 3 12 /09 /September /2012 18:57

Mit einer bisher noch nie dagewesenen Arroganz spielt die GEMA ihre übermächtige Stellung gegenüber den Musiknutzern in Deutschland aus: Ohne jegliche Bereitschaft, Kompromisse zu suchen oder zu verhandeln, hat sie eine neue Tarifordnung vorgelegt, die ab 1. Januar 2013 gelten soll.

Zwei Tarife (für Livemusik und für Tonträgermusik) sollen künftig insgesamt elf Tarife ersetzen.  Damit geht ein sehr großer Teil der mit diesen unterschiedlich gestalteten Tarifen erzielten Einzelfallgerechtigkeit verloren. Betroffen sind alle Veranstaltungen, in denen Musik live oder von Tonträgern (CD, DVD, PC, Laptop usw.) gespielt wird - vom Jazzabend bis zur Ü-30-Party, Tanzveranstaltungen, Silvesterfeiern, Bunte Abende aber auch Straßenfeste.

Die GEMA „verkauft“ ihre neue Tarifstruktur damit, dass sie einfacher und ausgewogener sei und zu deutlichen Vergünstigungen führe. Sie verschweigt aber, dass die Vergünstigungen nur verhältnismäßig wenige Veranstaltungen, mit Eintrittsgeld zwischen 2 und 8 Euro, betreffen. Für viele Musiknutzer bringt die Tarifstruktur hingegen Erhöhungen von zum Teil mehreren hundert bis zu über tausend Prozent mit sich.

Weitere Tarifänderungen führen zum Wegfall von Nachlässen (z.B. beim Abschluss eines Jahrespauschalvertrages) sowie zu weiteren Zuschlägen. So erhöhen sich die oben genannten Veranstaltungen um weitere 50 Prozent, wenn Musik länger als fünf Stunden gespielt wird. Die GEMA-Gebühren für eine Abendveranstaltung mit Musik, die um 19:30 Uhr beginnt, würden sich dann ab 0:30 Uhr nochmals deutlich verteuern. Discotheken, deren Veranstaltungen in der Regel von 22 bis 5 Uhr laufen, sind besonders betroffen. Ihnen drohen Erhöhungen von durchschnittlich 400 Prozent (6 Euro Eintritt, 200 qm Fläche) bis zu 1.400 Prozent (15 Euro Eintritt, 500 qm Fläche). Das ist existenzgefährdend.

Hinzu kommen bei Tonträgerveranstaltungen üblicherweise weitere prozentuale Zuschläge, sowie Zuschläge für die Verwertungsgesellschaft GVL. Diese Zuschläge erhöhen sich ebenfalls gewaltig, da sie auf Grundlage des GEMA-Tarifs berechnet werden.

Die GEMA will offensichtlich ihre Einnahmen auf Kosten der MusikveranstalterInnen und der MusiknutzerInnen erheblich steigern.

Dagegen gibt es eine Online-Petition - helft mit, damit Eintritte zukünfitg erschwinglich bleiben und kostenlose Musikveranstaltungen weiter möglich sind:

https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-tarifreform-2013-gema-verliert-augenmass

Wir unterstützen diese Petition ausdrücklich, auch wenn wir der Meinung sind, die Gema-Mafia gehört ganz abgeschafft. Dann von ihr profitieren (neben den hochbezahlten Gema-Vorständen mit Millionen-Gehältern) vor allem die Top-Seller. Unbekannte Künstler dagegenkriegen von der Gema nur Mini-Beträge. 

Wer selbst Musikveranstalter ist, kann den Protest auch unterstützen, in dem er / sie möglichst oft dieses Lied spielt: 

Wie das funktioniert, wird im Lied erklärt. 

Ansonten hilft es natürlich, diesen Artikel ganz heftig weiterzuverbreiten. Beim Gesichtsbuch, auf Twitter, G+, diaspora, Real Live oder wo ihr euch sonst so rumtreibt. 

 

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