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Die jünsten Lobbyaktivitäten der Atom-Lobby sind nicht dem Zufall geschuldet: Sie laufen streng nach Drehbuch.
Bereits 2009 kam nämlich heraus, dass die Berliner Agentur PRGS von Thorsten Hofmann für einen Atomkonzern eine Art Lobby-Fahrplan (hier das “Kommunikationskonzept_Kernernergie” im Original) erstellt hatte. Der SPIEGEL schrieb dazu an anderer Stelle:
“Auf 109 Seiten listet Hofmanns PRGS allerlei Tricks auf, wie man die Stimmung in der Bevölkerung so drehen kann, dass eine Verlängerung der Laufzeit für Atomkraftwerke mehrheitsfähig wird. Das Arsenal reicht von geeigneten Studien und Umfragen bis zu “Grassroots”-Aktivitäten wie Unterschriften- und Call-Center-Aktionen.”
Für die Energiekonzerne geht es schließlich um viel, die zusätzlichen Gewinne einer Laufzeitverlängerung werden auf mehr als 40 Milliarden Euro geschätzt.
Im MIttelpunkt der Strategie stehen die Medien: In einer Liste werden Energie-Journalisten aufgeführt. Namentlich genannt werden Redakteure von SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE sowie "Financial Times Deutschland", "Welt", "Süddeutsche Zeitung", "Frankfurter Rundschau", "taz", "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", "Wirtschaftswoche" und "Handelsblatt". SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE werden ebenso wie "FTD", "SZ", "FR" und "taz" als atomkritisch wahrgenommen, dagegen wird der "FAZ", der "Wirtschaftswoche" und dem "Handelsblatt" ein Pro-Atom-Kurs unterstellt.
Aber auch die Stiftungen der Pro-Atom-Parteien CDU und FDP wurden gezielt in die Kampange eingespannt.
Hier ein paar Auszügeaus dem Papier (Klick für eine größere Version):
Quelle: Grüne Geschäfte
Mitmachen:
Unterschriftensammlung: Merkels Atompläne stoppen
18. September: Die Atomlobby stoppen - Bundesweite Großdemo in Bonn
Siehe auch:
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