Geht es nach den Kindern und Jugendlichen in Deutschland, säßen nach Eingang der Ergebnisse der meisten Wahllokale(801 von 1.125) im nächsten Bundestag acht Parteien. Neben den
Piraten hätte auch die
Tierschutzpartei den Sprung ins Parlament geschafft. Bei der
U18-Wahl, die heute bundesweit in Jugenddzentren, Schulen, Kindergärten und andern Einrichtungen statt fand, zeigt sich, dass die Kinder & Jugendlichen Deutschlands Parteienlandschaft zwar verändern, aber nicht komplett auf den Kopf stellen würden. Insgesmat abgestimmt haben 100.000 Kinder und Jugendliche.
Stärkste Partei würde die SPD, wenn auch mit weniger Anteilen als ihnen sogar die Meinungsumfragen unter den Erwachsenen vorhersagen: 20,5%. Gleich darauf folgten die Grünen mit 20,1% .Für eine Regierungsbildung reicht das jedoch nicht aus, sodass sich Rot-Grün entweder mit der Linken (10,84%) oder Piraten (8,74%)
und FDP (7,51%) zusammen tun müßte. Einer der Letzteren könnte theoretisch auch gegen die konservative Tierschutzpartei ausgestauscht werden.
CDU/CSU (19,7%) und FDP wären meilenweit von einer schwarz-gelben Koalition entfernt (zusammen gerade über 26%), ebenso würden CDU und SPD keine Mehrheit erreichen.
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Die Piratenpartei, die wie bei der echten Bundestagswahl in Sachsen nicht antreten durften, schafften fast in allen Bundesländern mühelos den Sprung über die 5%-Hürde. Auch in Ostdeutschland und in den ländlichen Flächenstaaten kommen sie auf über 5%.
Die NPD erreicht mir mit 4,17 % zwar erschreckend viele Prozente, aber ihre Propaganda verfängt aber auch bei den Jugendlichen weniger gut, als von ihr erhofft. Insgeseamt kommen die Sonstigen auf stolze 13,26 % (schon ohne Piraten-, aber mit Tierschutzpartei). Außer den bisher genannten Sonstigen kanm jedoch - wie bei den Erwachsenen zu erwarten - keine andere Partei über 1% (Stärkste davon war die Familienpartei mit 0,78 %). Bemerkenswert: Immerhin 0,24% der Mädchen und Jungen stimmen für die Rentnerpartei.

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Aporpos: Mädchen und Jungen haben in etwa gleiches Interesse für Politik gezeigt. Dagegen unterscheidet sich die Teilnahme nach Altersgruppen erheblich: Die Teilnahme war bei den 15-jährigen am stärksten. Auch die 14-jährigen haben in größerer Zahl teilgenommen als die 16- und 17-jährigen (siehe Abb. rechts).
Immerhin werden 60% der Teilnehmer hier jedoch in vier jahren an der nächsten Bundestagswahl teinehmen können.
Mehr infos und die weitere Auszählung könenn verfolgt werden unter
U18.org.
Siehe auch:
Eigene Bundestagswahl 2009 für alle unter 18 Peto statt Veto: Wie Jugendliche eine Stadt übernehmen Google Trends: Nach welchen Parteien, Kandidaten & Polit-Themen die Deutschen suchen Piraten nicht eingeladen zu "TV Total Bundestagswahl" - Teil 2 Dr. Motte & der Wahlkampf der Piraten Ich bin Freibeuter! Der Staat schafft sich seine Gegner selbst
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