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23. Dezember 2010 4 23 /12 /Dezember /2010 13:14

200px-Global_Warming_Predictions_Map.jpgEin Gastbeitrag von Michael Renner.


Das Internet scheint fest in der Hand der Klimazweifler zu sein. Und auch wenn der Blick aus dem Fenster Zweifel an einem ständigen und linear verlaufenden Temperaturanstieg weckt, sprechen die Temperaturaufzeichnungen der letzten Jahrzehnte eine deutliche Sprache. Und während sich der Weintrinker über die herausragend guten Jahrgänge der letzten Jahre freut (es gibt durchaus positive Aspekte der globalen Klimaerwärmung), fragt sich der Interessiert was ist dran an den Zweifeln? Wem nutzt es, wenn weiterhin Öl und Kohle verbrannt wird, wenn Windräder auf der einen Seite ein Nischendasein führen, während auf der anderen Seite CO2 gegen Radioaktivität aufgerechnet wird? Wenn Tuvalu bald im Meer versinkt: Liegt es an den abschmelzenden Polkappen? Geht die Insel einfach so unter, wie Inseln nunmal gelegentlich untergehen? Steigt der Meeresspiegel tatsächlich, aber nicht wegen uns? Oder sind die Bilder von nassen Füssen gar freche Fälschungen, Tuvalugate sozusagen?

Die Klimazweifler teilen sich in 2 Gruppen.

 

Die eine Gruppe ist davon überzeugt, dass der Klimawandel nicht hausgemacht ist und jede Maßnahme dagegen folglich überflüssig oder gar schädlich und dass wir, wenn wir nicht weiter fleißig Klimagase in die Atmosphäre blasen, gar eine hausgemachte Eiszeit provozieren. Bei solchen Aussagen muss ich an den Pommesverkäufer denken, der mir erklärte dass es sogar schädlich sei das Fett allzuoft zu wechseln! Ist klar!

 

Die andere Gruppe der Klimaleugner bezweifelt, dass es überhaupt so etwas wie einen nachhaltigen Klimawandel gibt. Nach deren Überzeugung wurde es schon immer abwechsend wärmer und kälter, und überhaupt kann morgen alles schon ganz anders sein.

 

Wenn es keine Auswirkungen hat, wird es nicht schaden CO2 auch ohne Not zu verringern. Schaut man zu den Ölliferanten und verfolgt die panische Diskussion um Peakoil kommt man ohnehin auf die Idee, sich besser heute als morgen vom Öl unabhängig zu machen. Und wenn wir dazu nicht einmal die nationalen Kohlelager plündern müssen: eine richtige Win-Win-Situation!


Doch kann es nicht schaden, Behauptungen skeptisch zu hinterfragen. Nämlich bei Scharlartanen wie Wunderheilern, bei Behauptungen fernab jeder Lebenserfahrung, beispielsweise Geisterbeschwörungen, ja schon bei Horoskopen, bei religiös Verblendeten (ich sage nur: Intelligent Design) oder Behauptungen, die der bekannten Physik widersprechen. Als besonders übles Beispiel sei hier die Freienergiemaschine genannt. Gegen solchen Blödsinn geht die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) an. Wer sehen möchte wie Lügengespinste wirklich aussehen, sollte sich an einem verschneiten Winterabend den Skeptiker durchlesen.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Flaschenpost, dem Newsletter der Piratenpartei, für die  Michael Renner regelmäßig schreibt.

 

Siehe auch: 

Weitere Artikel in der Kategorie "Umwelt & Natur" wie zum Beispiel:

 Klimawandel? Eine einfache Entscheidung!

Corporate Ölpest

BUND-Aktion: Einkaufen mit dem Rad

Niedersachsen: Profitiert CDU-Landwirtschaftsministerin von Massentierhaltung?

BP bohrt jetzt auch im Mittelmeer nach Öl - aktiv werden!

Wir werden alle sterben - wegen BP

Greenpeace: Ölkonzerne raus aus der Tiefsee!

Jetzt umlenken! Weg vom Öl!

BP: Seid doch froh

Neues BP Logo

Unterzeichnen Sie die Petition: 1 Million gegen GenTech Nutzpflanzen

Elefanten oder Elfenbein?

Plastic Planet

CHEVRON im Amazonas: Saubermachen!

 

 

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Published by Michael Renner - in Umwelt & Natur
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