Mittwoch, 26. august 2009
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Maskierte Bewaffnete haben letzten Sonntag einen Radio-Sender und eine TV Station
in Honduras gestürmt und die Sendeanlagen systematisch zerstört.
Nach Angaben der betroffenen Redaktionen waren der Fernsehsender Canal 36 und die Radiostation Globo fast zeitgleich zwischen 20 und 21 Uhr abends von Maskierten überfallen worden.
In Honduras herrschen seit dem Putsch die Militärs. Beide Sender gehörten bis zu diesem Überfall zu den wenigen unabhängigen Informationsquellen des Landes. Der Privatsender Radio Globo gehört dem
Unternehmer Alejandro Villatorio, der dem gewählten und gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya nahe steht. Der Fernsehsender Canal 36 ist Eigentum des Journalisten Esdras Amado López.
Doch selbst so wenig Informationsfreiheit ist den Militärs noch zu
viel. Aufgrund der schweren Zerstörungen konnte der Fernsehsender Canal 36 seinen Sendebetrieb auch am Montag nicht wieder aufnehmen. Radio Globo hingegen ging mit Hilfe eines Ersatzsenders wieder
auf Sendung, jedoch im eingeschränkten Betrieb. Nach ähnlichen Attacken in den vergangenen Wochen habe man mit solchen Angriffen gerechnet, sagte der Korrespondent von Radio Progreso, Felix Molina,
gegenüber amerika21.de. "Es werden nicht die letzten Attacken gewesen sein", so der Journalist weiter.
Nach dem Staatsstreich vom 28. Juni waren demokratische Medien mehrfach von Militär besetzt und abgeschaltet worden. Auch wenn der Sprecher der honduranischen Armee, Oberst Ramiro Archaga,
entsprechende Vorwürfe am Montag zurückwies, machen Aktivisten der Demokratiebewegung das Militär auch für die jüngste Gewalt verantwortlich.
Radio Globo und Canal 36 hatten am Sonntagabend ein Konzert gegen das Putschregime live übertragen, an dem in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa tausende Menschen teilnahmen.
Quelle:
amerika21.de
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von Direkte Aktion
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veröffentlicht in: Internationale Solidarität
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