Ungleiche Verteilung: 2008 konzentriert sich Deutsches Privatvermögen fast ausschließlich ganz oben, Unternehmensgewinne explodieren und die Kaufkraft der Angestellten sinkt.
Im Durchschnitt hat jeder ein Vermögen von 80 000 €
Das gesamte deutsche Nettovermögen (Geldwerte und Immobilien abzüglich der Bau und Konsumschulden) betrug 2007 ca. 6,6 Billionen Euro, laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Bei 82 Millionen Deutschen, blieben für jeden etwas mehr als 80 000 €, was zum Leben vollkommen ausreichen würde.
Ein Blick in die Geldbörse bestätigt freilich umgehend, dass das nicht der Fall ist. Schließlich besaßen, Statistiken von 2002 bis 2007 nach, die Reichsten 30% der Deutschen 2002 knapp unter 90% des Nettovermögens. Dem reichsten Zehntel gehören davon 57,9%. Fairerweise hatten die unteren 50% immerhin einen halben Prozent Anteil am gesamten Nettovermögen, das ärmste Zehntel war dabei mit 1,2% verschuldet!
Ungleichheit wächst jedes Jahr
Trotzdem bot die Vermögensverteilung noch Luft nach oben, das wurde reichlich ausgenutzt, sodass sich 2007 91,2% in den Händen der obersten 30% akkumulieren konnten, im Gegenzug verringerte sich der Anteil der ärmeren Hälfte auf Null Prozent. Das reichste Zehntel erhöhte dabei dessen Anteil auf 61,1%.
Das zeigt eine enorme Ungleichheit innerhalb der deutschen Bevölkerung, da macht es doch immer wieder stutzig, wenn propagiert wird, dass die Steuern für die sogenannten „Spitzenverdiener“ viel zu hoch wären – oder auch eine Vermögenssteuer unverhältnismäßig belastend wäre.
Unternehmensgewinne stiegen jedes Jahr um 7 % - Real-Löhne sinken
Die Gewinne der Deutschen Unternehmen innerhalb von sechs Jahren um 44%, das wären 7,3% jährlich.
Die meisten Angestellten und Arbeiter können davon indes nur träumen, deren durchschnittliche Reallöhne nahmen nämlich im gleichen Zeitraum um 28 € von 1349 € auf 1321 € monatlich ab, so der Verteilungsbericht 2007 des DGB.
In der derzeitigen Krise zeichnet sich ab, dass die Gesellschaft die Verluste der Banken und Aktionäre zu tragen haben wird, während die Gewinne bei den Banken und den Aktionären bleiben. Deshalb sollte eigentlich jetzt die Zeit sein auf diese Missstände aufmerksam zu machen und soviel Druck zu erzeugen, dass die Gesellschaft sich gezwungen sehen muss endlich effektiv gegen die Ungerechtigkeit vorzugehen.
Mein Fazit: So unterschiedlich kann Leistung gar nicht verteilt sein wie die Vermögen. Leistung - im Sinne ehrlicher Arbeit - muss sich wieder lohnen. In Deutschland jedoch gewinnen nur die, die schon viel haben. Das muss sich ändern!
Quellen:
FFW@Indymedia Hans-Böckler-Stiftung Siehe auch:
Dividenden sprudeln trotz Krise CDU Wahltaktik: Agenda-Setting BMW bedient sich aus den Rettungsfonds Wenn du diesen Artikel nützlich fandest, dann abonniere doch meinen Feed und halte dich schnell und kostenlos auf dem laufenden.
/http%3A%2F%2Fde.indymedia.org%2Fimg%2Fcc_somerights.gif)
Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.