
Im Lebensmittelmarkt bedeutet der Einsatz für Verbraucherrechte vor allem: eine harte Auseinandersetzung mit der Wirtschaftslobby.
Zum Beispiel bei der Nährwertkennzeichnung: Mit massivem Lobby- und Geldeinsatz bekämpft die Industrie das verbraucherfreundliche Ampelsystem, baut ihre „Info“-Stände in Brüssel sogar direkt im Parlamentsgebäude auf, um die EU-Abgeordneten zu beeinflussen. Oder beim Verbraucherinformationsgesetz, das nach jahrelanger Diskussion im Mai 2008 in Kraft trat. Das Gesetz konnte die Wirtschaft nicht mehr verhindern. Aber sie hat erreicht, dass dieses Gesetz ein weitgehend zahnloser Tiger geworden ist.
Von einer Situation wie in Dänemark, wo die Ergebnisse amtlicher Lebensmittelkontrollen mit einem Smiley-System direkt in den Betrieben veröffentlicht werden, können deutsche Verbraucher bislang nur träumen. Deshalb hat foodwatch eine
Mitmachaktion ins Leben gerufen, bei der die Forderung nach Einführung eines solchen Smiley-Systems direkt an die zuständigen Politiker abgeschickt werden kann.
Dänemark macht es vor: Mit Hilfe von Smiley-Symbolen werden die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen veröffentlicht, direkt im Restaurant oder Geschäft. Fordern Sie Politiker und Verbände auf, das Smiley-System auch in Deutschland einzuführen.
Mit der Geheimniskrämerei muss Schluss sein!
Siehe auch:
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