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23. April 2009 4 23 /04 /April /2009 19:55

1984 entstand auf einer internationalen Tagung auf den Philippinen die Idee für das Projekt „Golden Rice“. 1999 wurde der Öffentlichkeit ein erster Erfolg vorgestellt. Einem Team war es gelungen, dass sich in Reiskörnern genmanipulierter Pflanzen Carotinoide bildeten. Aus diesem Provitamin A kann im menschlichen Körper das lebenswichtige Vitamin A gebildet werden. Da die Körner durch das Provitamin eine gelbliche Farbe erhielten, wurden sie rasch „Golden Rice“ getauft. Ein Titel des Time Magazin im Jahr 2000 steckte die Erwartungen hoch: "This rice could save a million kids a year". Gemeint war, dass der Reis theoretisch zur Bekämpfung der Vitamin-A-Mangelkrankheit (Vitamin A Deficiency, kurz VAD) eingesetzt werden kann, die in vielen Entwicklungsländern ein Problem ist.


Doch jetzt werden erschreckende Fakten über dieses angeblich humanitäre Projekt bekannt:


Der so genannte "Goldene Reis", durch gentechnische Veränderungen mit Vitamin A angereichert, ist nun offenbar an Kindern in China getestet worden - ohne mögliche Risiken vorher in Fütterungsversuchen an Tieren abzuklären. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit.


Wie berechtigt die Warnung vor unerwarteten Folgen bei der Übertragung von Genen ist, zeigt eine Untersuchung aus dem Jahr 2005: Bei der Manipulation von Erbsen mit Genen aus der Bohne kam es zunächst zu kleinen Veränderungen am Eiweiß. Diese führten aber dazu, dass die Erbsen lebensbedrohliche Reaktionen des Immunsystems auslösten. Wer sich, wie das Golden-Rice-Team laut Internetseite, selbst "zu den höchsten Sicherheitsstandards bei der Risikobewertung verpflichtet", müsste vor diesem Hintergrund Versuche an Menschen und erst recht an Kindern ohne vorherige Test an Tieren selbstverständlich ablehnen.


Spätestens die unverantwortlichen Tests an Kindern machen deutlich: Das angeblich humanitäre Projekt verletzt ethisch-humanitäre Standards und erscheint umso mehr als eine Kampagne, die gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln insgesamt zum Durchbruch verhelfen soll.


Eine neue Studie (PDF) Studie aus dem Januar 2009 wiederlegt nun auch die vermeindlichen Vorteile "Golden Rice".


Unterstützt wird das kriminelle Projekt von der und der Stiftung von Bill und Melinda Gates. foodwatch hatte im Januar an die beiden Stiftungen geschrieben und sie aufgefordert, ihr Engagement zu überprüfen. Die Antwortschreiben und weitere Infos zu den Tests an Kindern in China finden Sie auf der foodwatch-Internetseite unter:

http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/gentechnik/golden_rice/


Schreiben auch sie die Stiftungen an und bitten sie diese, ihr Engagement für ein so zweifelhaftes Projekt, das auf kriminelle Weise das Vertrauen von Kindern mißbraucht, schnellstens zu beenden:

Konatkt zur Rockefeller Foundation

Kontakt zur Stiftung von Bill und Melinda Gates (Gates Foundation)


Die Durchführer dieser Kinder-Versuche nennen sich "Golden Rice Humanitarian Board".

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Published by Direkte Aktion - in Gen-Manipulation
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