Anstatt die Bürgerinnen und Bürger zu Zuschauern der Demokratie zu degradieren (wie das viele Medien tun), bietet das Blog "DirekteAktion" vielfältige Möglichkeiten, aktiv einzugreifen, Druck auf die Politiker auszuüben und die Welt in der wir leben zu verbessern. Diese Bemühungen können alle LeserInnen unterstützen, indem sie bei den Aktionen mitmachen und diese aktiv weiterempfehlen. DirekteAktion begreift sich als demokratisch und konstruktiv.
Der Sozialverband Deutschland fordert für NiedrigverdienerInnen eine neue Mindestsicherung bei der Rente. Die gesetzliche Rente soll gestaffelt mit der Grundsicherung verrechnet werden, berichtet die tazZunächst möchte ich verdeutlichen, warum die drei oben genannten Risikogruppen besonders von Altersarmut betroffen sind und warum dringender Handlungsbedarf besteht. Die Zeichen dafür, dass Altersarmut in Zukunft wieder ansteigen wird, sind nicht zu übersehen. So ist 2007 die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter um 5,9 Prozent gestiegen. Auch die sinkenden durchschnittlichen Rentenzahlbeträge von Neurentnern zeigen, dass sich die Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit bereits bemerkbar machen.
Trotz dieser Alarmzeichen hat die Große Koalition das Problem in sträflicher Weise ignoriert und ausgeblendet. Die künftige Bundesregierung muss dieses Thema zügig anpacken - mit dem SoVD-Konzept für eine Mindestsicherung in der Rente unterbreiten wir hierzu einen Lösungsvorschlag.
Das Konzept sieht vor, dass eine kleine gesetzliche Rente nicht mehr wie bisher vollständig mit einem möglichen Anspruch auf eine Grundsicherung im Alter verrechnet wird, sondern nur noch gestaffelt. Damit würden KleinrentnerInnen, die Beiträge eingezahlt haben, am Ende bis zu 175 Euro mehr an Einkommen haben als reine Empfänger der Grundsicherung im Alter, die nie Beiträge in die Rente entrichteten.