Anstatt die Bürgerinnen und Bürger zu Zuschauern der Demokratie zu degradieren (wie das viele Medien tun), bietet das Blog "DirekteAktion" vielfältige Möglichkeiten, aktiv einzugreifen, Druck auf die Politiker auszuüben und die Welt in der wir leben zu verbessern. Diese Bemühungen können alle LeserInnen unterstützen, indem sie bei den Aktionen mitmachen und diese aktiv weiterempfehlen. DirekteAktion begreift sich als demokratisch und konstruktiv.
Allen Warnungen von Datenschützern und den Protesten von Parlamentariern zum Trotz gaben die EU Außenminister (und damit auch SPD-Außenminister Steinbrück) der EU-Kommission grünes Licht, mit den USA über ein Abkommen zur Übermittlung europäischer Bankdaten für die Terrorfahndung zu verhandeln.Petition: Stop the bank data transfer agreement!
In their Council meeting on July 27th 2009 the foreign ministers of the European Union mandated the European Commission to finalise an agreement that enables the extensive circulation of bank details of European citizens between the European Union and the United States. With this mandate the Barroso-led Commission seeks to push through a dubious agreement that is highly controversial among data protection experts. If a circulation of personal bank details in fact takes place, legal protection and data protection of the citizens will be severely impaired. Thus we demand that the European Commission refrains from its current, erring position and to respect the parliamentary views, especially the view of the Green Group and many others in the European Parliament. Barroso’s present wilful ignorance towards the European Parliament which will gain further competences in this field after the Lisbon Treaty gets ratified and therefore ignorance towards the will of the citizens of the European Union is unacceptable.
Stop the current Commission! Stop Barroso!
Auch die Piratenpartei Deutschland wendet sich entschieden gegen den heutigen Beschluss der EU-Außenminister, die Überweisungsdaten europäischer Bankkunden für US-amerikanische Behörden zugänglich zu machen:
Besonders sauer stößt den Piraten auf, dass die Außenminister den Beschluss ohne jede Aussprache fassten. »Die Überwachung europäischer Bankkunden durch amerikanische Behörden fanden die Minister im Wortsinn nicht einmal der Rede wert« kritisiert Klute. Dass der Zugriff auf die Daten auf wenige Monate beschränkt und einer strikten Kontrolle unterzogen werden soll, hält die Piratenpartei für Augenwischerei. Offenbar komme es der EU-Kommission darauf an, jetzt sehr schnell Fakten zu schaffen. Denn am 2. Oktober werde Irland über eine Ratifizierung des EU-Vertrags von Lissabon abstimmen. Trete dieser Vertrag erst in Kraft, hätte das EU-Parlament bei einem USA-Abkommen ein Wort mitzureden, und hier sei eine Zustimmung kaum zu bekommen. Die Piratenpartei argwöhnt, die Kommission wolle jetzt einen »temporären« Vertrag aushandeln, den man später ohne großes Aufsehen in einen dauerhaften Vertrag umwandeln könne.
Betroffen von der amerikanischen Überwachung seien nicht nur Überweisungen, die zwischen Europa und den USA erfolgen. Auch Transfers innerhalb der Europäischen Union und Eil-Überweisungen innerhalb Deutschlands könnten US-Fahnder einsehen, berichtet der Online-Nachrichtendienst »heise online«.