Anstatt die Bürgerinnen und Bürger zu Zuschauern der Demokratie zu degradieren (wie das viele Medien tun), bietet das Blog "DirekteAktion" vielfältige Möglichkeiten, aktiv einzugreifen, Druck auf die Politiker auszuüben und die Welt in der wir leben zu verbessern. Diese Bemühungen können alle LeserInnen unterstützen, indem sie bei den Aktionen mitmachen und diese aktiv weiterempfehlen. DirekteAktion begreift sich als demokratisch und konstruktiv.
Der jährlich stattfindende Marsch durch Lübeck hat sich zu einem Treffen von Nazis aus ganz Norddeutschland entwickelt. Veranstaltungen wie diese fördern, wenn sie erfolgreich durchgeführt werden können, den Einstieg in die Nazi-Szene, zelebrieren den Zusammenhalt im Sinne einer nationalsozialistischen Identität und dienen ihrer Vernetzung.
Vor einigen Jahren hat sich daher ein breites Bündnis aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen zusammengefunden. Bei allen unterschiedlichen weltanschaulichen, politischen und religiösen Positionen eint uns die Überzeugung, dass die Demokratie der Naziideologie grundsätzlich, undiskutierbar und ganz entschieden gegenübersteht. Weil wir das Recht auf freie Meinungsäußerung als ein hohes Gut schätzen, dürfen wir denen keinen Raum geben, die die unveräußerlichen Menschenrechte mit Füßen treten und die Demokratie beseitigen wollen. Mit Gottesdiensten und Prozessionen, gemeinsamen Kundgebungen und vielfältigen Aktionen auf Straßen und Plätzen haben wir dies in den vergangenen Jahren klar und deutlich zum Ausdruck gebracht.
So ist es uns 2006 gelungen, die Nazis aus der Innenstadt herauszuhalten, indem wir mit unserer Demonstration auf der Holstentorbrücke stehen geblieben sind. 2007 konnten wir eine Kundgebung der Nazis auf dem Kohlmarkt verhindern, da wir uns nicht aus dem Bereich unseres Auftaktortes entfernt haben. 2008 hat ein Teil von uns den Nazi-Aufmarsch durch St. Lorenz-Nord mittels einer Sitzblockade in der Hansestraße erheblich verzögern können. An diese kleinen und großen Erfolge, die auch Erfolge des Zivilen Ungehorsams waren, wollen wir in diesem Jahr anknüpfen. Die Form unserer Aktionen haben wir dabei stets bewusst so gewählt, dass sie verantwortbar sind und vielen Menschen eine Beteiligung ohne Angst ermöglichen sollen.
Wenn sich am 28. März 2009 mehrere Tausend Menschen am geplanten Ort der Auftaktkundgebung der Nazis versammeln und sich von dort nicht mehr wegbewegen, werden die Nazis nicht marschieren.
Die unterzeichnenden Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen rufen alle Menschen - Junge und Alte, mit oder ohne deutschen Pass - auf:
Kommt zahlreich zur
Gottesdienste vor der gemeinsamen Kundgebung:
9:00 Uhr Lutherkirche (Moislinger Allee)
9:00 Uhr St. Matthäikirche (Schwartauer Allee 38)
9:00 Uhr St. Lorenz (hinter dem Bahnhof)
9:00 Uhr Herz Jesu-Kirche
9:00 Uhr St. Marien
nach den Gottesdiensten Prozessionen zur Kundgebung