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31. Juli 2009 5 31 /07 /Juli /2009 22:59
Der im Iran produzierende deutsche Baustoffhersteller Knauf Gips http://www.knauf.de hat seine iranischen Angestellten davor gewarnt, sich an Protesten der Oppositionellen gegen das Regime zu beteiligen. Andernfalls drohe der umgehende Rauswurf.

Wie das Wall Street Journal berichtet, soll der Order eine Verhaftung eines leitenden Angestellten vorangegangen sein. Dem weltweit 22.000 Mitarbeiter zählenden Unternehmen sei mitgeteilt worden, dass dies Anlass zu einer Entlassung gebe.

Der 34-jährige Knauf-Angestellte mit deutsch-iranischer Doppelstaatsbürgerschaft war leitender Angestellter im Iran-Geschäft des Betriebs. Vier Tage, nachdem das Unternehmen zugestimmt hatte, die Order gegen Demonstrationsteilnahmen zu erteilen, wurde er entlassen. Die Vorschrift soll in einem vertraulichen, von Gründungsfamilienmitglied Isabel Knauf gezeichneten Schreiben an die Hunderten iranischen Mitarbeiter kommuniziert worden sein. Isabel Knauf ist Mitglied des Aufsichtsrats am Standort Iran. "Wir möchten all unsere Angestellten daran erinnern, dass sie nicht nur ihre persönliche Meinung vertreten, wenn sie politisch aktiv sind. Ihre Aktionen könnten auch negativ auf die Knauf-Unternehmen im Iran zurückfallen", heißt es in dem Schreiben. Daher würde von nun an jedes Mitglied des Unternehmens, das bei Demonstrationen gegen die Regierung erwischt wird, unverzüglich entlassen, berichtet pressetext.de.

Inzwischen behauptet Knauff - nach einem öffentlichen Aufschrei -  die Anordnung wiederrufen zu haben. Der leitende Angestellte - den auch noch ein Prozess der Regierung droht - wurde jedoch nicht wieder eingestellt. Heft dem mutigen Mann, seinen Job wieder zu bekommen: Schreibt Knauf (zentrale@knauf.de oder vicedom.mario@knauf.de) , aber macht vor allem den Skandal öffentlich.


Beleg: Der Original-Brief von Knauf (PDF, bei Spiegel online)

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