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1. März 2010 1 01 /03 /März /2010 07:52
CAstor-NachAhuas.jpg

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Film-Tipp: Die Atomlüge!

KettenReAktion

Einlagerung von Atommüll in Morsleben verhindern

Flashmobs gegen AKWs - jeden Adventssamstag bundesweit!

Druckwasser-Reaktoren: In 8 Atomkraftwerken drohen Störfälle 

Atom-Alarm: Schütze Dein Atomkraftwerk! (Online-Spiel)

Decke im Atommülllager Asse eingestürzt 

Alptraum Atommüll 

 

 

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28. Februar 2010 7 28 /02 /Februar /2010 20:44
http://www.contratom.de/upload/2010_02_25_113349.jpgLaufzeitverlängerung oder Ausstieg, diese Frage spaltet die Bevölkerung im Land. NDR Autorin Gesine Enwaldt geht für das neue NDR Doku-Format "45 Min" auf Spurensuche. Wie sicher sind heute deutsche Atomkraftwerke im alltäglichen Betrieb und in Zeiten der Terrorgefahr? Was passiert eigentlich, wenn mal was passiert?

In der spannenden Dokumentation wird nach Antworten auf diese Fragen gesucht.

Die Recherche beginnt in einem Atomkraftwerk, führt zu Katastrophenschützern, ratlosen Lehrern und nüchternen Wissenschaftlern.

Die AKW-Betreiber verbreiten immer noch gern die Geschichte von der sicheren, sauberen Energie. Hier werden ihre Argumente geprüft. Stimmt es, dass AKWs im laufenden Betrieb für die Bevölkerung völlig harmlos sind? Was sagen die neuesten Studien eigentlich? Manche Recherche führt zu überraschenden und erstaunlichen Ergebnissen.

 

http://www.contratom.de/upload/2010_02_27_010251.jpgUnd nicht zuletzt bleibt bis heute eine Frage offen: Wohin mit dem Atommüll? Über 40 Kilometer erstreckt sich zum Beispiel das Tunnelsystem von Schacht Konrad in vielen Hundert Metern Tiefe. Es wurde allein für den radioaktiven Abfall angelegt. Gut zwei Milliarden Euro wird der Bau dieses ersten genehmigten Endlagers für schwach- und mittelradioaktiven Müll verschlungen haben, wenn er fertig ist. Und was passiert mit dem havarierten Versuchsendlager Asse? Egal, wie der strahlende Müll gesichert wird, auch das wird nach Schätzungen von Experten Milliarden Euro kosten. Zahlt das alles der Steuerzahler? Wer profitiert davon?

Quelle: ndr.de und  http://www.contratom.de/blog.php?id=414


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E-Unterschriften-Aktion: Am Ausstieg nicht rütteln 

 

 

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10. Februar 2010 3 10 /02 /Februar /2010 20:58
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Eine bunte Menschenkette entstehen lassen!

Die Auseinandersetzung um die Zukunft der Atomkraft spitzt sich zu. Mit zigtausenden Menschen wollen wir daher am 24. April eine große Aktions- und Menschenkette vom Pannenreaktor Krümmel über Hamburg bis zum AKW Brunsbüttel bilden. Unterstützen Sie die Aktion!

 



Kürzlich stellte Umweltminister Röttgen fest, dass Atomkraft "keine hinreichende Akzeptanz in der Bevölkerung" hat. Es zeigt: Die Regierung beginnt zurückzurudern. Wir können den Ausstieg aus dem Atomausstieg verhindern. Wir müssen am Ball bleiben!

 

Am 24. April wollen AKW Gegner in Norddeutschland mit einer Großaktion nachlegen: Zigtausende Menschen bilden eine Aktions- und Menschenkette vom Pannenreaktor Krümmel über Hamburg bis zum AKW Brunsbüttel. Die Botschaft kurz vor dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl soll lauten: Die Menschen im Lande wollen, dass die Regierung endlich konsequent auf Erneuerbare Energien statt auf eine überkommene Risikotechnologie setzt.

 

Streichen Sie sich den Termin schon mal rot im Kalender an! Und unterstützen Sie die Aktion mit Ihrer Spende!

 

Spenden Sie für die Menschenkette!

 

Bis zur Wahl in Nordrhein-Westfalen Anfang Mai wird die Bundesregierung die Entscheidung über eine Aufkündigung des Atomausstiegs vermeiden. Doch dann geht die Auseinandersetzung in die heiße Phase.

 

Am Samstag, den 24. April sollen deshalb über eine Distanz von fast 120 km bunte und vielfältige Aktion entstehen - zwischen zwei Reaktoren, die besonders für die Unfallrisiken der Atomenergie stehen. Ein breites Bündnis von Organisationen und Initiativen bereitet sie gemeinsam vor.

 

Die Aktion unter dem Motto "KETTENreAKTION - Atomkraft abschalten!" wird dann gelingen, wenn wir gemeinsam sehr viele Menschen für sie begeistern. In den nächsten zwei Monaten wollen wir mit Ihrer Hilfe dafür intensiv die Werbetrommel rühren: Mit dutzenden Großplakatwänden in der Region, zehntausenden Flugblättern und Plakaten, Anzeigen und Beilagen in großen Tageszeitungen und dezentralen Aktionstagen im Vorfeld.

 

Ermöglichen Sie unsere Mobilisierung für die Menschenkette!

 

Update: 24. April: Kettenreaktion

 

 

Sie können Ihre Unterstützung für die Menschenkette auch direkt auf das Campact Spendenkonto überweisen. Ob 10, 15, 20 Euro oder mehr - jeder Beitrag hilft, am 24. April eine kraftvolle Großaktion entstehen zu lassen!

 

Spendenkonto
Campact e.V.
KontoNr. 6980600111
Stichwort: Menschenkette
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 25120510

 

 

Spenden an Campact sind steuerlich absetzbar!

 

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9. Dezember 2009 3 09 /12 /Dezember /2009 21:14
http://www.greenkids.de/morsleben/p/faesser.pngDas Bundesamt für Strahlenschutz plant, demnächst 37.000 Kubikmeter Atommüll im Salzstock Morsleben für immer zu verschließen. Robin Wood und Bürgerinitiativen aus der Region sammeln bundesweit Einwände gegen die Einlagerung.

 

==============================================

Kampagne: Einwendungen gegen MORSLEBEN - ganz einfach!

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Von: Robin Wood

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Dauer:22. Oktober bis 17. Dezember 2009

==============================================

Ziel der Kampagne: Die Verschleßung der Atomülllagers durch möglichst viele Einwendungen abwenden.

==============================================

Mitmachen (4 einfache Schritte):

(1) Sammeleinwendung herunterladen& ausdrucken

(2) Unterschreiben 

(3) Überzeuge vier Personen davon, auch zu unterschreiben

4) Rechtzeitig abschicken, damit es am 18.12. bei Robin Wood ist

==============================================

Infos: http://www.robinwood.de/Morsleben.morsleben.0.html

==============================================

URL (PDF): http://www.robinwood.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/Energie/ROBIN_WOOD_Sammeleinwendung_Morsleben.pdf

==============================================

Materialien: http://www.morsleben-stillegung.de/index.php/Hauptseite

==============================================

URL für Diskussion: keine

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Ich will noch mehr tun!

- Schreibe eine eigene Einwendung formulieren. Die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren liegen vom 22. Oktober bis 21. Dezember in Magdeburg, Erxleben und Helmstedt zur Einsicht aus und sind auf der Seite des BfS zu finden.

- Schreibe alle in deinem Wahlkreis vertretenen Parteien an

- Schreib einen Leserbrief an deine Lokalzeitung 

- Schreibe einen persönlichen Betrag für passende Diskussionsgruppen im Internet

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9. Dezember 2009 3 09 /12 /Dezember /2009 20:56
http://www.robinwood.de/typo3temp/pics/76b941fb76.pngDas Bundesamt für Strahlenschutz plant, demnächst 37.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiven Atommüll im Salzstock Morsleben für immer zu verschließen.

Doch zahlreiche Parallelen zu dem undichten Atommülllager Asse, aus dem in den letzten Monaten immer neue Hiobsbotschaften an die Öffentlichkeit drangen, nähren erhebliche Zweifel an der Sicherheit des "Endlagers". Robin Wood und Bürgerinitiativen aus der Region sammeln bundesweit Einwände gegen die Einlagerung.

Noch bis zum 21. Dezember können Einwende gegen die geplante Schließung des Atommülllager Morsleben erhoben werden. Eine vorbereitete Sammel-Einwendung können Sie hier herunterladen und unterschreiben. Bitte nutzen Sie diese Einwendungsliste aber auch, um Freunde und Bekannte davon zu überzeugen, ebenfalls zu unterschreiben. [Hier zur Kurzfassung der Kampange im Fact Sheets]

 

Wichtig: Bitte schicken Sie die ausgefüllten Listen so schnell wie möglich per Post an Robin Wood zurück. Die Adresse finden Sie unten auf der Einwendungsliste. Spätestens am 18.12.09 müssen die bei uns eingetroffen sein.

 

Natürlich könnten Sie auch eine eigene Einwendung formulieren. Die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren liegen vom 22. Oktober bis 21. Dezember in Magdeburg, Erxleben und Helmstedt zur Einsicht aus und sind auf der Seite des BfS zu finden.


Infomaterial über Morsleben und die Einwendungs-Kampagne:

Einwendungsgründe (PDF) # Einwendungsleitfaden (PDF) # Die Kampagne (PDF) #
Die Sammeleinwendung

 

ATOMMÜLLLAGER  MORSLEBEN - MIT SICHERHEIT UNSICHER!

Im „Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben“ (ERAM) nahe Helmstedt liegen in einem alten Salzbergwerk ca. 37.000 Kubikmeter Atommüll. Der Betreiber, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), plant das Lager nach weiträumiger Verfüllung sang- und klanglos zu verschließen. Sicher? Für eine Million Jahre?

 

Wer soll das glauben angesichts von

  • unüberprüfbaren Modellrechnungen für unvorstellbar lange Zeiträume,
  • einem verbleibenden Hohlraum von einer Million Kubikmetern und
  • zumindest einer nachgewiesenen Wasserwegsamkeit zur Biosphäre?

Wir erinnern uns an die Asse, für die uns noch bis vor kurzem versprochen wurde, dass „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Radioaktivität ausdringen“ könnte. Heute nennt der Bundesumweltminister Gabriel die Asse die „gefährlichste Atomanlage Europas“. Morsleben hingegen sei in den Griff zu bekommen, so der zuständige Vertreter des BfS Dr. Michael Hoffmann im August 2009.

 

Dabei gibt es zahlreiche Parallelen zwischen Asse II und Morsleben. Beide Salzbergwerke wurden zuvor zur kommerziellen Salzgewinnung genutzt und später aus Kostengründen zum Endlager deklariert. Schon damals gab es Wasser unter Tage und es war unstrittig, dass es alten Bergwerken an Standsicherheit mangelt. Zunächst wurde „versuchsweise“ Endlagerung betrieben. Eine Rückholung des damals eingebrachten Mülls war jedoch nie geplant.

 

Jetzt soll versucht werden, einen ungeeigneten Standort mit technischen Mitteln zu sichern. Dabei wird sowohl die trockene Lagerung wie auch die völlige Abschirmung der Radionuklide von der Biosphäre während der nächsten 1 Million Jahre über Bord geworfen. Statt dessen setzen BfS und Bundesumweltministerium auf die Rückhaltung eines Großteils des Inventars und eine Unterschreitung von Grenzwerten.

 

Wir wollen das nicht einfach so hinnehmen und planen daher eine Einwendungskampagne. Denn nach Atomgesetz §9b muss vor der Schließung ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Im Rahmen dieses Verfahrens legt das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (MLU) Sachsen-Anhalts die Planungsunterlagen 2 Monate lang aus - nach eigenen Angaben noch Ende diesen Jahres.


Während dieser Zeit sind alle Bürger_innen dazu aufgerufen, mit sog. Einwendungen auf Defizite der Pläne hinzuweisen. Diese Seiten sollen Anregungen und Hilfestellungen geben, sich mit dem Thema eingehender zu beschäftigen, eigene Kritikpunkte zu formulieren und aktiv zu werden.


Mehr Informationen zur MORSLEBEN-KAMPAGNE hier!

 

Atommülllager Morsleben

Aus Zeiten der DDR stammt das Salzbergwerk Morsleben in Sachsen-Anhalt. Seit 1971 wurde es für die Lagerung noch schwach- und mittelaktivem Atommüll zunächst von der DDR, nach der Wende dann von der Bundesrepublik genutzt.

 

Bis zum Februar 1991 wurden durch die DDR ca. 14.432 Kubikmeter schwach- bzw. mittelradioaktiver Abfall und 6.227 umschlossene Strahlenquellen in Morsleben eingelagert.

 

Nach der Wiedervereinigung übernahm das Bundesamt für Strahlenschutz das Endlager Morsleben. Bis 1998 – als das Endlager per Gerichtsbeschluss geschlossen werden musste – wurden aus deutschen Atomanlage fast das doppelte des Atommülls aus DDR-Zeiten zusätzlich eingelagert, insgesamt rund 22.320 m³ radioaktiver Abfälle.

Bereits bei der Wiedervereinigung war bekannt, dass der Salzstock Morsleben große Probleme mit Wassereinbrüchen hatte. Doch die Atomwirtschaft störte das wenig, hatte sie zu diesem Zeitpunkt doch mit Morsleben das erste genehmigte Endlager für Atommüll gefunden.

 

Nach der Schließung des Lagers musste das Bundesamt für Strahlenschutz erhebliche Sanierungsarbeiten in Gang setzten, um den Einsturz des Salzstocks zu verhindern. Im November 2001 kam es dennoch zu einem Einbruch, als ein 4.000 Tonnen schwerer Gesteinsbrocken von der Decke abstürzte.

 

Mindestens zwei Milliarden Euro haben diese Maßnahmen bislang gekostet. Kosten, die durch die SteuerzahlerInnen bezahlt wurden.

 

Weitere Informationen zum Atommülllager Morsleben:

morsleben-kampagne.de

www.bi-morsleben.de
www.morsleben-stillegung.de
www.greenkids.de/morsleben/


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7. Dezember 2009 1 07 /12 /Dezember /2009 12:40

Blitzaktionen an jedem Samstag im Advent. Beteiligung wächst von Woche zu Woche

In derzeit bundesweit 36 Städten werden auch am morgigen Samstag Aktionen von Atomkraftgegnern stattfinden. Die bundesweite Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt hat für alle Adventssamstage zu Flashmobs unter dem Motto „Stör-Fall-Mob“ aufgerufen.

Kurz vor 12 Uhr werden sich in 36 Städten auf belebten öffentlichen Plätzen Menschen wie tot auf den Boden legen. Dabei zeigen sie das Radioaktivitätszeichen. Sie simulieren so einen atomaren GAU und warnen damit vor den tödlichen Risiken der Atomkraft. Nach zwei Minuten stehen die Flashmobber auf und gehen auseinander.

„Wir wollen mit den Aktionen auf die Gefahr hinweisen, die von den 17 Atomkraftwerken ausgeht“, erklärt Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt. „Die große Katastrophe kann jeden Tag in jedem dieser Reaktoren passieren. Absolute Sicherheit gibt es nicht. Wenn die neue Bundesregierung sagt, sie wolle nur sichere AKW weiter betreiben, dann muss sie konsequenterweise alle 17 stilllegen.“

Die Aktionen finden in Großstädten wie Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Berlin und München, aber auch in kleineren Städten wie Eutin (Schleswig-Holstein), Wolfratshausen (Bayern), Ilmenau (Thüringen), Bensheim (Hessen) und Mühlacker (Baden-Württemberg) statt. Eine Karte mit allen Orten, an denen auf jeden Fall Flashmobs stattfinden, finden Sie auf http://www.ausgestrahlt.de/aktionen/stoer-fall-mob.

„Die Flashmob-Aktionen zeigen: Die wieder erstarkte Anti-Atom-Bewegung geht in die Fläche“, so Stay. „Gab es in den letzten Jahren nur noch Anti-AKW-Initiativen in Großstädten und an umstrittenen Atomanlagen, so bilden sich jetzt auch in vielen Kleinstädten neue Gruppen. Junge Menschen schließen sich mit denjenigen zusammen, die schon in den 70er und 80er Jahren gegen Atomkraft auf die Straße gegangen sind und jetzt wieder aktiv werden.“

Bereits am vergangenen Wochenende gab es entsprechende Aktionen in 23 Städten. Diesmal sind schon 36 Städte im ganzen Bundesgebiet dabei.

 

Die ersten zwei von vier Stör-Fall-Mobs haben an den Adventssamstagen 28. November und 5. Dezember für Aufmerksamkeit gesorgt, zuletzt in 36 Städten. Fotos gibt es bei flickr unter dem Stichwort "stoerfallmob", Videos unter dem Stichwort bei YouTube. Links zu Videos, weiteren Fotostrecken und Presseberichten auf der ausgestrahlt Facebook-Seite.

 

Auch an den kommenden Samstagen werden die „Stör-Fall-Mobs“ fortgesetzt.

 

Wenn Deine Stadt noch nicht in der Karte ist, dann starte den Stör-Fall-Mob für Deine Stadt. Er wirkt selbst mit fünf Leuten schon eindrucksvoll und es können jede Woche mehr AktivistInnen werden, die zeigen, dass das Risiko der Atomenergie für Leben und Gesundheit nur eine vernünftige Konsequenz lässt: Atomkraftwerke abschalten!

Zum Starten gehört nur:

  1. Den genauen Ort für Deine Stadt auswählen und an mitmachen[at]ausgestrahlt.de mailen (Tipps zum Initiieren)
  2. Mobilisierung starten (Tipps und Texte fürs Mobilisieren)
  3. Hingehen (zum genauen Ablauf)
  4. Kür: Foto-/Videodokumentation und Pressearbeit (Tipps für Dokumentation und Pressearbeit)

Wir tragen die genauen Orte und die jeweiligen Aufruftexte für alle Stör-Fall-Mobs in die Karte ein und unterstützen bei der lokalen Vernetzung und Mobilisierung.


Quelle & weitere Infos sowie eine Karte mit allen Orten, an denen auf jeden Fall Flashmobs stattfinden, finden Sie auf http://www.ausgestrahlt.de/aktionen/stoer-fall-mob


.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.


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4. Dezember 2009 5 04 /12 /Dezember /2009 18:50

Flashmobs gegen Atomenergie in 36 Städten am morgigen Samstag:

 

Blitzaktionen an jedem Samstag im Advent. Beteiligung wächst von Woche zu Woche

In bundesweit 36 Städten werden am morgigen Samstag Aktionen von Atomkraftgegnern stattfinden. Die bundesweite Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt hat für alle Adventssamstage zu Flashmobs unter dem Motto „Stör-Fall-Mob“ aufgerufen.

Kurz vor 12 Uhr werden sich in 36 Städten auf belebten öffentlichen Plätzen Menschen wie tot auf den Boden legen. Dabei zeigen sie das Radioaktivitätszeichen. Sie simulieren so einen atomaren GAU und warnen damit vor den tödlichen Risiken der Atomkraft. Nach zwei Minuten stehen die Flashmobber auf und gehen auseinander.

„Wir wollen mit den Aktionen auf die Gefahr hinweisen, die von den 17 Atomkraftwerken ausgeht“, erklärt Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt. „Die große Katastrophe kann jeden Tag in jedem dieser Reaktoren passieren. Absolute Sicherheit gibt es nicht. Wenn die neue Bundesregierung sagt, sie wolle nur sichere AKW weiter betreiben, dann muss sie konsequenterweise alle 17 stilllegen.“

Die Aktionen finden in Großstädten wie Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Berlin und München, aber auch in kleineren Städten wie Eutin (Schleswig-Holstein), Wolfratshausen (Bayern), Ilmenau (Thüringen), Bensheim (Hessen) und Mühlacker (Baden-Württemberg) statt.

„Die Flashmob-Aktionen zeigen: Die wieder erstarkte Anti-Atom-Bewegung geht in die Fläche“, so Stay. „Gab es in den letzten Jahren nur noch Anti-AKW-Initiativen in Großstädten und an umstrittenen Atomanlagen, so bilden sich jetzt auch in vielen Kleinstädten neue Gruppen. Junge Menschen schließen sich mit denjenigen zusammen, die schon in den 70er und 80er Jahren gegen Atomkraft auf die Straße gegangen sind und jetzt wieder aktiv werden.“

Bereits am vergangenen Wochenende gab es entsprechende Aktionen in 23 Städten. Diesmal sind schon 36 Städte im ganzen Bundesgebiet dabei. Auch an den kommenden Samstagen werden die „Stör-Fall-Mobs“ fortgesetzt.

Quelle & weitere Infos sowie eine Karte mit allen Orten, an denen morgen gegen 12 Uhr auf jeden Fall Flashmobs stattfinden, finden Sie auf http://www.ausgestrahlt.de/aktionen/stoer-fall-mob

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.


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24. Oktober 2009 6 24 /10 /Oktober /2009 20:21

Zu den Druckwasserreaktoren gehören elf der insgesamt 17 deutschen Kernkraftwerke. Bei acht von ihnen - Grohnde, Unterweser, Emsland, Neckarwestheim, Philippsburg, Isar 2, Grafenrheinfeld und Brokdorf - besteht ein nur schwer behebbares Sicherheitsproblem: Tritt in ihrem Kühlkreislauf ein Leck auf, kann es zur Kernschmelze kommen, dem sogenannten GAU (für ´Größter Anzunehmender Unfall´), wie contratom.de berichtet.


Die Ursache dafür sei die besondere Konstruktion der Druckwasserreaktoren. Bei ihnen wird das Kühlmittel Wasser in einem geschlossenen System geführt, dem Hauptkühlmittelkreislauf. Die Hauptkühlmittelpumpen pressen es von unten nach oben durch den Reaktorkern, der im Reaktordruckbehälter sitzt. Dabei heizt es sich auf 320 Grad Celsius auf. Doch der in dem Behälter herrschende enorme Druck von etwa 160 bar verhindert, dass das Wasser kocht (daher die Bezeichnung dieses Reaktortyps). Durch Rohrleitungen gelangt es zu den Dampferzeugern, wo seine Wärme auf das Wasser eines zweiten Kreislaufs übertragen wird. Darin ist der Druck geringer, das Wasser kocht, der entstehende Dampf treibt die Turbine zur Stromerzeugung an.


Reaktorkern kann überhitzen


Tritt nun durch ein Leck oder einen anderen Schaden im Hauptkühlmittelkreislauf Wasser aus, verringert sich die Kühlung, sodass sich der Reaktorkern überhitzen kann. Im schlimmsten Fall beginnt er, nach etwa 35 Minuten zu schmelzen. Nach etwa einer Stunde haben sich schließlich 80 Prozent des Kernmaterials zu einer Schmelze verflüssigt, die zu einem Durchbruch des Schutzmantels des Atomkraftkes und damit zur atomen Verseuchung eines riesigen Gebietes um das Atomkarftwerk herum führen kann.


Deshalb sollen eigentlich bei einem solchen Störfall Notkühlsysteme die Kernschmelze verhindern. Doch um die Kühlung über längere Zeit aufrechtzuerhalten, muss das Kühlmittel im Kreis geführt werden. Deshalb befördern Pumpen das Wasser, das sich am Grund des Sicherheitsbehälters sammelt, zurück nach oben. Und da liegt das Problem.


Schießt Wasser mit hohem Druck durch ein Leck, kann es Isoliermaterial zerfetzen, das zur Isolation der Rohrleitungen im Sicherheitsbehälter dient. Das zerbröselte Material wird dann vom ablaufenden Wasser in das Sammlebecken gespült. Dort sollen Siebe verhindern, dass diese Teile in den Kühlkreislauf gelangen, wo sie die Kühlpumpen beschädigen könnten. Doch die Trümmer und die Fasern des Isoliermaterials könnten die Siebe verstopfen, sodass kein Wasser mehr hindurchgeht (kennt jeder, der im Haushalt Siebe einsetzt -bei einer bestimmten Zusammensetzung geht nix mehr durch das Sieb, auch kein Wasser). Der Kühlkreislauf wäre unterbrochen - mit einer Kernschmelze als mögliche Folge.


Das ist kein theoretisches Szenario, sondern 1992 im schwedischen KKW Barsebäck tatsächlich passiert. Ein Leckstrahl hatte 200 Kilogramm Dichtungs- und Dämmmaterial von den umgebenden Rohrleitungen gerissen und zerbröselt. Trümmer und Fasermaterial verstopften die Siebe, über die Notpumpen das Kühlwasser ansaugen sollen. Diese liefen irgendwann leer. Die Schweden entgingen nur knapp einer Katastrophe.


Verzweifelte Lösungssuche


In der Folge versuchten Kraftwerksbetreiber und Aufsichtsbehörden, das Problem mit konstruktiven Änderungen an den Sumpfsieben in den Griff bekommen. In Deutschland wurden sie unter anderem vergrößert und zugleich ihre Maschenweite verringert. Doch Experimente, die der französische Reaktorbaukonzern Areva auf einem Teststand seines früheren Partners Siemens in Erlangen durchführte, ließen eine neue Gefahr erkennen: Die Dämmstoff-Fasern können sich zusammen mit Korrosionsprodukten an den Halterungen für die Brennelemente ablagern. Dabei bilden sie eine Art Filz, der die Kühlung des Kerns verhindert.


Die kleine Lösung? Keine Lösung!


Die Versuche zeigten auch, dass ein technischer Trick das Problem lösen könnte. Bei einer Verstopfung der Siebe müsste die Pumprichtung kurzfristig umgekehrt werden. Dann spült der gewissermaßen rückwärts laufende Kühlwasserstrom die Fasern vom Sieb. Doch sogleich tauchte ein neues Risiko auf: Möglicherweise muss für diesen Prozess die aktive Kühlung des Reaktorkerns kurzfristig unterbrochen werden. ´Ob bei der Rückspülung die Kühlung unterbrochen wird, hängt von einigen Randbedingungen ab´, erklärt der Reaktorexperte Christoph Pistner vom Öko-Institut in Darmstadt. ´Die Nachkühlsysteme sind vierfach redundant ausgelegt. Sind alle vier bei einem Kühlmittelverluststörfall voll funktionsfähig, kann man einzelne benutzen, um die Rückspülung durchzuführen. Dann muss die Kernkühlung möglicherweise nicht vollständig unterbrochen werden.´

 

Rückspülung funktioniert also nur, wenn im AKW sonst alles problemlos läuft. Sich aber darauf zu verlassen, heißt Lotto mit dem Leben von Millionen zu spielen.


´Störfallbeherrschung ist nicht gegeben´


Doch für die Sicherheitsanforderungen werden bestimmte Ausfälle unterstellt. Etwa, dass eine Pumpe nicht läuft, weil sie unbemerkt kaputtging, und eine zweite gerade gewartet wird. Dann bleiben zwei Pumpen. ´Sind diese an derselben Sumpfkammer angeschlossen, kann es passieren, dass sie gleichzeitig zur Rückspülung eingesetzt werden müssen. In diesem Fall würde die Kernkühlung unterbrochen´, so Pistner weiter. ´Es hängt auch davon ab, wie schnell die Rückspülung erforderlich ist, also wie schnell sich die Sumpfsiebe zusetzen und ob der Kern schon für eine gewisse Zeit gekühlt wurde, sodass eine Unterbrechung für kurze Zeit möglich ist.´


´Die Rückspülung ist ein Spiel mit dem Feuer zu einem Zeitpunkt, zu dem es ohnehin schon lichterloh brennt´, warnt indes Gerd Rosenkranz von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). ´Man versucht, die Kühlung mit einer Maßnahme sicherzustellen, die sie selbst wieder infrage stellt. Wehe, wenn die Umkehrung der Pumpenrichtung in die ursprüngliche Richtung nicht funktioniert.´ Dass diese Maßnahmen untauglich sind, glaubt offenbar auch die deutsche Reaktor-Sicherheitskommission. Im Dezember 2008 stellte sie jedenfalls fest, der erforderliche Nachweis der Störfallbeherrschung sei nicht gegeben. Daraufhin forderte das Bundesumweltministerium im März dieses Jahres die Atomaufsichtsbehörden der Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, in denen die betroffenen Druckwasserreaktoren stehen, zum Handeln auf.


Koalitionsgespräche verschleppen Zuständigkeiten.


Nun legten diese technische Unterlagen vor, mit denen sie die Sicherheit der Reaktoren nachweisen wollten. Doch vor den Experten fanden die Papiere keine Gnade, sie stellten Sicherheitsdefizite fest. Anfang Juli dieses Jahres veröffentlichte die DUH diesen Sachverhalt. Jetzt erst machte Umweltminister Sigmar Gabriel richtig Druck. Er setzte den Ländern bis zum 11. Oktober eine Frist zur Nachbesserung der Nachweise und auch zu begründen, warum sie den Weiterbetrieb betroffener KKW trotz der Gefahr dulden.


Wiederum antworteten die Länder laut dem Umweltministerium fristgerecht, die Schreiben werden derzeit ausgewertet. ´Kann der Nachweis nicht erbracht werden, ist nach dem Atomgesetz die Stilllegung die notwendige Maßnahme, bis die Sicherheit endgültig nachgewiesen ist. Dazu müssen möglicherweise auch Nachrüstungsmaßnahmen durchgeführt werden´, erläutert DUH- Bundesgeschäftsführer Rainer Baake, der früher Staatssekretär im BMU war.


Dies lässt den Betreibern eine Hintertür, die gefährlichen Meiler länger am Netz zu halten. Deshalb fordert Baake, sie unverzüglich endgültig abzuschalten. ´Während in den Koalitionsgesprächen über Laufzeitverlängerungen für angeblich sichere Atomkraftwerke verhandelt wird, zeigt sich, dass bei acht Reaktoren der Nachweis einer Störfallbeherrschung fehlt´, kritisiert er.


Das Berliner Umweltministerium könnte zwar die Länder anweisen, die Stilllegung der Reaktoren zu veranlassen. Dass dies vor dem Regierungswechsel noch geschieht, ist aber unwahrscheinlich, zumal eine atomfreundliche neue Regierung die Entscheidung sofort rückgängig machen könnte.

 

Für das von diesen Problemen ebenfalls betroffene Atomkaftwerk Biblis A ist laut Atomkonsens die endgültige Abschaltung für Ende 2009 vorgesehen, von Biblis B für 2010. Doch durch die von RWE geplante Übertragung von Reststrommengen würde sich die Laufzeit von Biblis B bis 2013 verlängern


Biblis B steht jedoch nicht nur wegen dieses Problems im Zentrum der Kritik von Kernkraftgegnern. In der deutschen KKW-Pannenstatistik liegt der Meiler, der noch nicht einmal dem Aufprall eines kleinen Verkehrsflugzeugs standhalten würde, auf Platz vier. Die atomkritische Organisation ´Ärzte gegen den Atomkrieg´ (IPPNW) dokumentierte über 200 schwerwiegende Sicherheitsmängel. Deshalb beantragte sie bereits 2005 bei der hessischen Atomaufsicht die Stilllegung des Meilers. Da diese den Antrag ablehnte, reichten die IPPNW-Aktivisten im Dezember 2008 beim hessischen Verwaltungsgerichtshof eine Klage ein.


Laut IPPNW-Sprecher Henrik Paulitz räumte selbst das Wiesbadener Ministerium in einem internen Vermerk ein, dass Biblis B ´selbstverständlich´ nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht. Paulitz: ´Damit genügt dieses Atomkraftwerk nicht dem vom Atomgesetz geforderten Sicherheitsstandard.´

 

Die Unterhändler der neuen Regierungsparteien CDU und FDP sind sich einig: Im Koalitionsvertrag soll eine Laufzeitverlängerung für diejenigen Kernkraftwerke (KKW) festgeschrieben werden, die als sicher gelten. Das kann insbesondere für die AKWs Biblis und Krümmel nicht behauptet werden. Wenn die Koalition ehrlich wäre, müßten beide AKWs sofort und endgültig abgeschaltet werden. Doch ihren Sponsoren aus der Atom-Industrie können CDU, CSU und besonders FDP dieses nicht antun.

 

Dagegen wwendet sich auch Albert Filbert, Vorstandsvorsitzender der Südhessischen Energie AG gegen die Laufzeitverlängerung der KKW. Sie seien nicht in der Lage, notwendige Schwankungen bei der Einspeisung aus regenerativen Quellen auszugleichen. Zugleich würden wichtige Investitionen in die Moderni­sierung der Erzeugungsstrukturen, insbesondere der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, mit dem Ausstieg aus dem Ausstiegsbeschluss obsolet. ´Die Kernenergie ist als Brückentechnologie vollkommen ungeeignet´, sagt Filbert. Auch eine Differenzierung in sicherere und weniger sichere Kernkraftwerke sei zu einfach. Nicht nur der laufende Betrieb, sondern auch die Endlagerung sei in die Betrachtung einzubeziehen. Filbert: ´Wer von sicheren Kernkraftwerken spricht, der muss auch belastbar sagen können, wo er den Atommüll sicher endlagert.´

 

Milliardengewinne für die Stromkonzerne


Beide Experten skizzieren den unvermeidlichen Systemkonflikt zwischen den erneuerbaren und den alten Energietechniken. Er zeigte sich bereits mehrfach an der Strombörse EEX in Leipzig. Ab September 2008 sank der Strompreis wiederholt auf null und sogar darunter, weil vor allem Windkraftanlagen kräftig in das Netz einspeisten. In der Nacht zum 4. Oktober 2009 erreichte der Strompreis ein Allzeittief von minus 500,02 Euro pro Megawattstunde. Der Grund ist laut DUH, dass die Stromkonzerne ihre Kraftwerke auch dann weiterlaufen lassen, wenn die Erneuerbaren den Großteil des Strombedarfs decken. Deshalb müssen sie zahlen, damit ihnen jemand den überschüssigen Strom abnimmt.


Dass Deutschland mit viel weniger der störanfälligen Atommeiler auskommt, ohne dass die Lichter ausgehen, zeigt sich auch daran, dass seit Jahresbeginn zumeist fünf bis acht der insgesamt 17 KKW aufgrund von Pannen, Reparaturen oder Wartungsarbeiten stillstanden. Auch jetzt sind sechs Reaktoren vom Netz, sodass insgesamt nur 64 Prozent der nuklearen Kraftwerkskapazität zur Stromerzeugung verfügbar ist. Der einzige Grund für die Betreiber, um die verlängerten KKW-Laufzeiten zu kämpfen, sind die zu erwartenden Milliardengewinne. Die neue Regierung möchte sie den Konzernen offenbar gewähren. Immerhin plant sie, einen Teil davon abzuschöpfen. Die genaue Ausgestaltung - etwa, ob die erneuerbaren Energien davon profitieren oder vielleicht auch einmal die Verbraucher - steht aber noch in den Sternen.

 

 

Siehe auch:

Decke im Atommülllager Asse eingestürzt 

Alptraum Atommüll 

E-Unterschriften-Aktion: Am Ausstieg nicht rütteln 

 

 

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11. Oktober 2009 7 11 /10 /Oktober /2009 18:48
In dem als Atommüll-Lager umstrittenen früheren Salzbergwerk Asse ist eine Decke eingestürzt. Das teilte laut contratom.de das Bundesamt für Strahlenschutz am Donnerstag letzter Woche in Salzgitter mit.

Im maroden Atommülllager Asse in Niedersachsen gibt es neue Probleme: In dem früheren Salzbergwerk ist in rund 500 Meter Tiefe eine Decke zwischen zwei Hohlräumen eingestürzt. In den Kammern sollen sich jedoch keine atomaren Abfälle befunden haben.

 

 

 

Das ist ein weiterer heftiger Schlag für die Atom-Befürworter. In dem Salzbergwerk bei Wolfenbüttel in Niedersachsen gibt es viele Probleme. Mindestens seit 1988 wird dort der stetige Zufluss großer Mengen Wasser - rund zwölf Kubikmeter pro Tag - registriert. Mehrfach - zuletzt im Juli - wurde radioaktive Lauge entdeckt.

Durch den Deckendurchbruch sind die beiden übereinanderliegenden Kammern jetzt miteinander verbunden, erklärte laut NDR BfS-Sprecher Werner Nording. Die Kammern waren von 2001 bis 2005 mit Salzmehl verfüllt worden. Inzwischen hatte sich das Salz aber wieder gesetzt, sodass neue Hohlräume entstanden waren. Die Spalte zwischen der Salzschicht und der Decke sind laut Nording 30 bis 60 Zentimeter hoch. Eigentlich sollte inzwischen die Stabilisierung dieser Hohlräume mit Spezialbeton bereits erfolgt sein. Aufgrund technischer Probleme gab es aber Verzögerungen. Wann die Arbeiten nun beginnen, konnte Nording nicht sagen.

Die gesamte Schachtanlage mit rund 126.000 Fässern Atommüll gilt als einsturzgefährdet, weil Wasser eindringt. Seit Längerem diskutieren Politiker und Wissenschaftler über verschiedene Pläne zur Schließung der Asse. Zu den Optionen gehört unter anderem, den radioaktiven Müll aus der Anlage wieder herauszuholen oder aber die Schächte mit Beton zu füllen.

Daher unbedingt mitmachen: E-Unterschriften-Aktion: Am Ausstieg nicht rütteln
Am Dienstag (13.10.09) gibts auf arte einen spannenden & erschreckenden Hintergrund-Bericht zum Thema: Alptraum Atommüll

Mehr Infos:
Spiegel.de: Decke in der Asse eingestürzt
NDR: Experten rechnen mit weiteren Einstürzen in der Asse

Siehe auch:
Alptraum Atommüll
E-Unterschriften-Aktion: Am Ausstieg nicht rütteln
Atom-Alarm: Schütze Dein Atomkraftwerk! (Online-Spiel)
Kinderkrebs in Nähe von Atomkraftwerken: Babys haben häufiger Leukämie

 

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11. Oktober 2009 7 11 /10 /Oktober /2009 13:46
Während die Gefahren der Erderwärmung immer mehr ins öffentliche Bewusstsein dringen, droht, getrieben von Profitsüchtigen Industriellen und ahnungslosen Politikern, die Rückkehr der Atomkraft  Für den Verbraucher ist es schwer, den Wahrheitsgehalt dieser Propaganda zu beurteilen. Der Dokumentarfilm "Albtraum Atommüll" nimmt sich einen Aspekt vor, die ungelösten Probleme mit der Entsorgung des noch ewigkeiten strahlenden Mülls dieser Form der Energiegewinnung.
arte: Dienstag 13.10.09 um 21 Uhr  und Donnerstag 15.10.09 um  09:55 Uhr
Eine tickende Zeitbombe? Auf der Suche nach der Wahrheit über den Atommüll

Der Dokumentarfilm von Éric Guéret & Laure Noualhat beleuchtet die dunkle Seite der Atomenergie, an der auch ihr demokratisches Defizit deutlich wird: der Atommüll.
Während CDU und FDP den Atomausstieg rückgängig machen wollen, rosten und strahlen Millionen von Atommüllfässern vor sich hin. Zwar glauben drei Viertel der Europäer ohnehin nicht, was die Atomindustrie ihnen erzählt. Doch was in dieser Branche wirklich passiert und passiert ist, das wissen dennoch die wenigsten. Der französische Filmemacher Eric Guerét deckt in "Albtraum Atommüll" einiges davon auf, es ist eine von Profitgier und Skrupellosigkeit getriebene Riesensauerei.

Guerét zeigt Aufnahmen von zerplatzten Atommüllfässern auf dem Meeresgrund, achtlos ins Meer geworfen - eine Praxis wie sie weltweit üblich war, bis Greenpeace endlich durch eine große Kampagne ein internationales Verbot durchsetzen konnte.

Guerét war auch in Hanford, USA, dem meistverseuchten Ort der westlichen Welt. Dort wurden vor einem halben Jahrhundert bereits im Rahmen des Manhattan-Projekts Atomwaffen entwickelt, die im Boden verscharrten radioaktiven Abfälle sickern noch heute ins Grundwasser. Damals aber ließen die Verantworlichen sogar Menschen im vorbeifließenden Columbia River baden - obwohl sie um die schleichende Gefahr der Radioaktivität längst wussten.

Oder Tscheljabinsk im Ural/Russland. Dort explodierte 1957 lange vor Tschernobyl ein mit hochradioaktiver Füssigkeit gefüllter Betontank und setzte noch viel mehr Radioaktivität frei, als später die viel bekanntere Atomkatastrophe von 1986. Der russische Wissenschaftler Schores Medwedjew enthüllte den Unfall gut 20 Jahre später. Doch selbst im Westen hielt man seine Informationen nach Möglichkeit unter Verschluss, weil man sich die Hoffnung auf eine vermeintlich saubere, günstige und unerschöpfliche Energieform nicht vermiesen lassen wollte. Die Bevölkerung sollte von den damit verbundenen Gefahren nichts erfahren.

Der Film erklärt sehr anschaulich, wie Atomkraftwerke funktionieren und wie Radioaktivität auf unseren Körper wirkt. Er zeigt, warum wir immer noch keine Lösung zur Endlagerung des Atommülls haben und wie die verbrauchten Brennelemente der Kernreaktoren deshalb einstweilen in der Regel einfach in großen Wasserbecken eingelagert werden.

Bleibt zu hoffen, dass die neue Regierung am 13. Oktober um 21 Uhr arte einschaltet. Klarer vor Augen kann man sich diesen Wahnsinn kaum führen...

Sehen Sie den Trailer!

Interview mit Michèle Rivasi (europäische Abgeordnete für die Grünen)

Der Dokumentarfilm ist nach der Ausstrahlung 7 Tage lang auf ARTE +7 zu sehen.



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