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15. März 2009 7 15 /03 /März /2009 10:58
I find television very educational. Every time someone switches it on I go into another room and read a good book.

(Gaucho Marx)
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14. März 2009 6 14 /03 /März /2009 16:17

US-Präsident Barab Obama hat sich jetzt über eine Empfehlung des Pentagon hinweg gesetzt und in einem am Dienstag unterzeichneten Gesetz den Export von Streubomben (cluster bombs) verboten.

Streubomben zählen – nach Atom- und Neutronenbomben - zu den für Zivilisten gefährlichsten Waffenarten: Eine Streubombe enthält eine Vielzahl kleinerer Bomben, die sich beim Abwurf weiträumig verteilen. Viele dieser Miniatursprengsätze explodieren beim Aufprall nicht sofort, sondern bleiben liegen - oft jahrelang. Sie explodieren bei der geringsten Berührung und sind eine enorme Gefahr für Zivilisten und besonders spielende Kinder.

Die neue Regelung sieht vor, dass die Bomben eine Selbstzünder-Fehlerquote von weniger als einem Prozent haben müssen - ein Limit, dass kaum eine in den USA hergestellte Streubombe erfüllt. Beobachter halten die neue Regelung für so strikt, dass es unwahrscheinlich sei, dass die USA kurzfristig wieder Streubomben exportieren werde.

Kritiker glauben, dass die USA hunderttausende Streubomben in insgesamt 28 Länder exportiert haben. und begrüßen diesen Schritt. Die USA lehnten bislang ebenso wie Russland, China und andere Herstellerländer eine Konvention zur internationalen Ächtung von Streubomben ab.

Das US-Militär darf  Streubomben jedoch noch bis 2018 einsetzten und muss erst danach eine technisch verbesserte Version beschaffen. Klar, denn die Lagerbestände müssen ja erst mal irgendwo eingesetzt werden, wenn man sie schon nicht mehr an 3.Welt Diktatoren verkaufen darf.

Damit ist das Problem der Streubomben allerdings längst nicht gelöst. Die Nachfrage wird sich nun auf andere Herstellerländer verlagern, die die Frage der Streubomben vielleicht weniger moralisch sehen, als der derzeitige amerikanische Präsident.

 

Und auch in den USA ist bis 2018 noch viel Zeit, um die derzeitige Entscheidung zu revidieren. Obama kann längstens bis 2017 regieren, falls er so lange am Leben bleibt. Und das danach ein Präsident seine „radikale“ Linie fortsetzt, darf als Wunschdenken zurückgewiesen werden.

 

Aber auch Obama ist nach dieser Entscheidung keineswegs ein Friedensengel. Der Aufschub bis 2018 kann noch vielen unschuldigen Menschen das Leben kosten. Darüber hinaus schafft die lange Übergangsfrist für die US-Rüstungsindustrie jeden Anreiz, ihre Produktionsanlagen aufrecht zu erhalten und auf einen Poltikwechsel zu hoffen, bzw. aktiv daran mitzuwirken. Obama stärkt so nur seine Gegner.

New York Times Issue: Cluster Bombs

Taz, 14.3.09: Yes we can
Streubomben.de
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13. März 2009 5 13 /03 /März /2009 23:26
Ein kleiner Update zu "Koch gegen Brender"

ZDF Intendant Markus Schächter verschiebt die Entscheidung über die Brender-Vertragsverlängerung, berichtet das Medienmagazin unter DWDL.de.

Scheinbar hat sich auch der ZDF Fernsehrat mehrheitlich hinter Brender gestellt: Bericht auf turi2.de

Spiegel Online bereichtet, das Roland Koch nun auch in der Hessen CDU an Rückhalt verliert

Trotzdem ist es wichtig, Nicolaus Brender jetzt mit einer Unterschrift zu unterstüzten: http://brender-muss-bleiben.de/

Die Zeitschrift "V.i.S.d..P."  macht Brender zum Aufmacher (mit einem Interview mit dem Münchener Medienrechtler Georg Romatka zum Thema Brender, CDU und ZDF)
http://www.visdp.de/_files/magazin/111.pdf




Für die Hintergründe siehe:

Brender, Koch und ZDF
Kochs Einflussnahme beim ZDF hat System
Der Fall Merseburger, oder: Warum die FAZ dem ZDF gegen die CDU helfen will.
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13. März 2009 5 13 /03 /März /2009 19:40
Lachen mit der NPD http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-40607.html#backToArticle=613054  - verharmlosend, aber trotzdem witzig ;-)

Umweltschutz lohnt sich: Feinstaubplakette fängt Mafia -Mörder
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,613192,00.html
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12. März 2009 4 12 /03 /März /2009 13:02
wenn verbote etwas ändern würden, wären sie verboten! #schlachtruf

(
Hendrik Neumann, http://twitter.com/armselig)
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12. März 2009 4 12 /03 /März /2009 00:52

Hoffe jeden Glaubenssatz beizeiten zu verraten.
Suche und behaupte noch
die Möglichkeit von Glück.
Stopfe Schokoladenherzen in die Automaten.
Gebe, was ich geben kann.
Und nehme nichts zurück.


Ich pflanze einen Baum in meine Wut.
Mein Lebensmittel ist der schwere Mut.


Heinz Rudolf Kunze

 


http://www.heinzrudolfkunze.de/musik/songs/derschweremut.html


 



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11. März 2009 3 11 /03 /März /2009 22:50
"Ob eine Stadt zivilisiert ist, hängt nicht von der Zahl ihrer Schnellstraßen ab, sondern davon, ob ein Kind auf dem Dreirad unbeschwert überall hinkommt."

Enrique Peñalos
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11. März 2009 3 11 /03 /März /2009 20:31
Viele Tote heute in einer deutschen Kleinstadt. Eine furchtbare Tragögie für die Opfer und ihre Familien, Freunde und Bekannten. Auch für jene, die einfach nur überlebt haben und auch für die Familie, die Freunde des Täters.

Noch schneller als je zuvor hat die Nachricht sich dieses Mal verbreitet. Dauerte es früher noch bis zur Tagesschau, bis die Nachricht das nach Sensationen gierende Volk erreichte, so waren es heute nur Minuten, bis sich auf Twitter die ersten Meldungen verbreiteten. Und schon ging der Zirkus los. Die sich widersprechenden Meldungen wurden verglichen,  Twitterer aus Winnenden wurden verbreitet, erste Spekulationen losgetreten, Täter-Namen herumgereicht, nach Netzaktivitäten des Täters geforscht, Falschmeldungen verbreitet.

Die traditionellen Medien berichteten auch in den Sozialen Netzwerken und berichteten über die Reaktion in den sozialen Netzwerken und die Netzwerker berichteten über die Berichte der traditionellen Medien über die Reaktionen in den sozialen Netzwerken, die wieder darüber berichteten. Eine Lawine von völlig irrelevanter Selbstbeschäftigung ist entstanden und wird in den nächsten Tagen auf die Blogsphere überschwappen.

Was aber, wenn Berichterstatter und Täter damit eine unheilige Allianz eingehen? Wenn der nächste Amokläufer seine Idee aus der Sensations-Berichterstattung des vorhergehenden Amoklaufes gewinnt? Wenn erst die Aufmerksamkeit, die gewiss nach dem Amok-Tod kommt, den entscheidenden Entschluss reifen lässt? Warum Selbstmord, wenn man soviel spektakulärer ("geiler") aus dem Leben scheiden kann? 

Medienschelte wäre jetzt natürlich der nächste Schritt. Doch das ist zu einfach. Denn die Medien würden nicht so berichten, wenn damit nicht Spitzen-Klickraten, Spitzen-Einschaltquoten und Spitzen-Verkaufszahlen zu erzielen wären. Das geifernde Publikum (wir!) erwartet schon Minuten nach dem Ereignis schnelle und spektakuläre Meldungen und Bilder. Für eine durchdachte, sauber recherchierte Berichterstattung (die Tage brauchen würde) fehlt uns doch die Geduld. Morgen wird doch schon die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Und wenn möglich fahren wir selbst schnell hin, um alles mit unserer Handy-Kamera zu fotografieren, ein Video für YouTube zu drehen oder vom x-Phone aus zu twittern. So geil sind wir doch auf diese Art von Sensationen. Wenn es Amokläufe nicht gäbe, müßte man sie inszenieren! Wie Realitiy-TV, nur viiiiel besser!

Der Amokläufer von Winnenden hat heute 15 Menschen getötet. Heute starben außerdem ungefähr:

14 Menschen durch Verkehrsunfälle
26 Menschen durch Selbstmord
117 Menschen durch Krankheiten des Verdauungssystems
150 Menschen durch Krankheiten des Atmungssystems
579 Menschen an Krebs
983 Menschen durch Krankheiten des Kreislaufsystems

wie jeden Tag (Durchschnittswerte basierend auf 2006, nach Bundesamt für Statisitk)

Ich werde - so nehme ich mir das jetzt vor - nach Beendigung dieses Artikels keinen Link zu Winnenden mehr anklicken, keine Sendung schauen, in der zu Winnenden berichtet wird und keine Zeitung oder Zeitschrift kaufen, die mit Winnenden titelt. In der Hoffnung, meinen kleinen Beitrag dazu zu leisten, damit dieser und ähnlicher Wahnsinn nicht mehr als Top-Medien-Ereignis gefeiert werden kann.

Abschließen möchte ich meine Betrachtungen mit einem Beitrag von Hagen Rether, der bereits nach dem letzten Amoklauf in seiner ruhigen, nachdenklichen, aber trotzdem trefffenden Art viel Richtiges zu diesem und verwandten Themen sagte:




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11. März 2009 3 11 /03 /März /2009 11:11
Wenn Firmen ihre Mitarbeiter loswerden wollen, beginnt für Helmut Naujoks lukratives Geschäft: Sein Duisburger Strategie- und Beratungsunternehmen weist Arbeitgeber an, wie sie “Unkündbare kündigen können”. Dazu gehören Schwangere oder Betriebsräte. “Bei der richtigen Strategie kann selbst ein 15-köpfiger Betriebsrat gekündigt werden”, brüstet sich Naujoks. Er bringt Managern bei, wie sie Betriebsräte sprengen oder jahrzehntelang Beschäftigte loswerden können. (FR-Online)

Er distanziert sich offiziel vom Mobbing, wendet aber ähnliche Nervenkrieg-Methoden an, wie sie bei der Telekom Östereich geplant waren und zum Rücktritt des Personalvorstandes führten.

Die FR berichtet wie zum Beispiel Werner Koleczko, 52-jähriger Betriebsratsvorsitzende einer baden-württembergischen Firma mit einer Flut von Abmahnungen überzogen wurde, etwa wenn er die Mittagspause um drei Minuten überzog.  Mit einem Anwalt hat er es geschafft, die Kündigungen abzuwehren. Aber andere Betriebsräte waren so mürbe, dass sie gegen kleine Abfindungen gingen und durch eine arbeitgeberfreundliche Gruppe ersetzt wurde.

Naujoks System hat sich deutschlandweit einen Namen gemacht. Anwaltskollegen wollen nicht mit dem Juristen in einem Atemzug genannt werden. Verdi bezeichnet den hochgewachsenen Juristen als "brutalen Betriebsratskiller, dem jedes Mittel recht ist".

Die Süddeutsche Zeitung berichtet sogar von Schadensersatzforderungen und anonymen Anrufen, die die Opfer von Naujoks erhielten.

Christina Frank von der Gewerkschaft Verdi in Stuttgart vernetzt gerade deutschlandweit die Geschädigten von Naujoks. Außerdem helfen die Gewerkschaften ihren Mitgliedern, sich zu wapnen. Mittlerweile mehren sich deutschlandweit Schulungsinstitute für gewählten Betreibsräte. Die FR urteilt: Der Arbeitskampf wird zunehmend zu einem juristischen Kräftemessen.

In seinem Buch "Die Kündigung von Unkündbaren" verwendet Naujoks reißerische Zwischenüberschriften, die  eine deutliche Sprache sprechen und enthüllen, welchen Geistes er ist. Er beschreibt dort: : "Demontage des Arbeitnehmers", "Zermürbungsstrategie", "Strategisches Schikanieren des Arbeitnehmers" oder "Psycho-Folter durch den Arbeitgeber".

Bekannte Kunden von Naukoks:
  • Kabel Baden-Württemberg
  • Volksbank in Ludwigsburg
  • Metallfirma BTE Biegetechnik in Ilshofen bei Schwäbisch Hall

Quellen:
Artikel der Frankfurter Rundschau, 10.03.2009
Der Mann fürs Grobe verliert, Verdi News zu Naujoks-Einsatz  bei den Volksbanken
Süddeutsche vom 14.7.2007


Foto. von Naujoks
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10. März 2009 2 10 /03 /März /2009 21:42
  • - Die Uranvorkommen sind begrenzt und der Abbau von Uran hinterlässt vielerorts "verbrannte Erde"
  • - Das Restrisiko der Atomreaktoren ist viel zu hoch – seien es Pannen durch menschliches Versagen oder die Frage der Sicherheit von Atomreaktoren in Zeiten von terroristischer Bedrohung
  • - Die Entsorgungsfrage des Atommülls ist nach wie vor ungelöst
  • - Atomreaktoren sind nach wie vor der Einstieg in atomare Aufrüstung
  • - Die Lüge vom billigen Atomstrom ist nicht länger haltbar – Milliardensubventionen sind in diese Technologie geflossen, hinzu kommen die fehlende Versicherungspflicht und die immensen Folgekosten bei der Entsorgung. Außerdem verdienen sich Kraftwerksbetreiber an ihren Kraftwerken eine goldene Nase – pro Tag knapp eine Million Euro
  • - 100 Prozent Energieversorgung aus erneuerbarer Energie  ist möglich (wenn man es denn will),  stärkt die regionalen Wirtschaftskreisläufe und ist nachhaltig.
  • - Atomkraft ist keineswegs CO2-neutral – wie gern behauptet wird. Besonders CO2-intensiv ist beispielsweise die Aufbereitung der Brennstäbe
Quelle: Astrid Rothe-Beinlich, Grüne Thüringen
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