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27. März 2009 5 27 /03 /März /2009 11:03

Ausschussmitglieder und Musteranschrieben zum Artikel Gegen Internet-Sperrungen und ein Firmen-kontrolliertes I-Netz

Direkt zum Musteranschreiben?


Liste aller Ausschussmitglieder (Stand : 24. August 2008) Deutschland

EVP / CDU-CSU


* Angelika NIEBLER
o Liste: Bayern, #2
o Email: angelika.niebler@europarl.europa.eu, angelika.niebler@ebe-online.de
o Büro (Brüssel): Parlement européen, Bât. Altiero Spinelli, 15E206, 60, rue Wiertz / Wiertzstraat 60, B-1047 Bruxelles/Brussel
o Kontakt (Brüssel): Tel. : +32 (0)2 28 45390 Fax : +32 (0)2 28 49390
o Büro (Straßburg): Parlement européen, Bât. Louise Weiss, T06021, 1, avenue du Président Robert Schuman, CS 91024, F-67070 Strasbourg Cedex
o Kontakt (Straßburg): Tel. : +33 (0)3 88 1 75390, Fax : +33 (0)3 88 1 79390
o Postanschrift: CSU-Kreisgeschäftsstelle Münchener Straße 2 DE-85560 EBERSBERG
o Besonderheiten: Vorsitzende des Ausschusses, Mitglied des Fraktionsvorstands, Rechtsanwältin, Mitglied im Fernsehrat des ZDFs


* Herbert REUL
o Liste: Nordrhein-Westfalen, #9
o Email: h.reul@herbert-reul.de
o Büro (Brüssel): Parlement européen, Bât. Altiero Spinelli, 10E142, 60, rue Wiertz / Wiertzstraat 60, B-1047 Bruxelles/Brussel
o Kontakt (Brüssel): Tel. : +32 (0)2 28 45244, Fax : +32 (0)2 28 49244
o Büro (Straßburg): Parlement européen, Bât. Louise Weiss, T10043, 1, avenue du Président Robert Schuman, CS 91024, F-67070 Strasbourg Cedex
o Kontakt (Straßburg): Tel. : +33 (0)3 88 1 75244, Fax : +33 (0)3 88 1 79244
o Postanschrift: Postanschrift : Im Dorffeld 8 DE-42799 LEICHLINGEN


PES / SPD


* Norbert GLANTE
o Liste: Bundesliste, #20
o Email: info@glante.eu
o Büro (Brüssel): Parlement européen, Bât. Altiero Spinelli, 12G242, 60, rue Wiertz / Wiertzstraat 60, B-1047 Bruxelles/Brussel
o Kontakt (Brüssel): Tel. : +32 (0)2 28 45356 Fax : +32 (0)2 28 49356
o Büro (Straßburg): Parlement européen, Bât. Louise Weiss, T07021, 1, avenue du Président Robert Schuman, CS 91024, F-67070 Strasbourg Cedex
o Kontakt (Straßburg): Tel. : +33 (0)3 88 1 75356, Fax : +33 (0)3 88 1 79356
2o Postanschrift: SPD-Europabüro Alleestraße 9 DE-14469 POTSDAM


Grüne/FEA / Bündnis 90/Die Grünen


* Rebecca HARMS
o Liste: Bundesliste, #1
o Email: rharms@europarl.eu.int
o Büro (Brüssel): Parlement européen, Bât. Altiero Spinelli, 08G302, 60, rue Wiertz / Wiertzstraat 60, B-1047 Bruxelles/Brussel
o Kontakt (Brüssel): Tel. : +32 (0)2 28 45695, Fax : +32 (0)2 28 49695
o Büro (Straßburg): Parlement européen, Bât. Louise Weiss, T05064, 1, avenue du Président Robert Schuman, CS 91024, F-67070 Strasbourg Cedex
o Kontakt (Straßburg): Tel. : +33 (0)3 88 1 75695, Fax : +33 (0)3 88 1 79695
o Postanschrift: siehe Brüssel
o Anschrift Berlin: Antje Kapek, Europabüro Rebecca Harms im Deutschen Bundestag, Unter den Linden 50, Raum 2.103, Platz der Republik, D- 11011 Berlin
o Kontakt Berlin: Tel.: +49-(0)30-227-78411, Fax: +49-(0)30-227-76392, antje.kapek@gruene-europa.de
o Besonderheiten: stellv. Fraktionsvorsitzende


ALDE / FDP


* Jorgo CHATZIMARKAKIS
o Liste: Bundesliste, #3
o Email: jorgo.chatzimarkakis@europarl.europa.eu
o Büro (Brüssel): Parlement européen, Bât. Altiero Spinelli, 10G116, 60, rue Wiertz / Wiertzstraat 60, B-1047 Bruxelles/Brussel
o Kontakt (Brüssel): Tel. : +32 (0)2 28 45149, Fax : +32 (0)2 28 49149
o Büro (Straßburg): Parlement européen, Bât. Winston Churchill, M02103, 1, avenue du Président Robert Schuman, CS 91024, F-67070 Strasbourg Cedex
o Kontakt (Straßburg): Tel. : +33 (0)3 88 1 75149, Fax : +33 (0)3 88 1 79149
o Postanschrift: Mühlenstraße 49 DE-66706 PERL
o Besonderheiten: “Die Leute wissen noch nicht, was technisch machbar ist. Wenn sie das wüssten, hätten sie heute schon Angst.” - Im Sommer bei hr-online


Stellvertretende Mitglieder


ALDE / FDP


* Alexander ALVARO
o Liste: Bundesliste, #6
o Email: alexander.alvaro@europarl.europa.eu
o Büro (Brüssel): Parlement européen, Bât. Altiero Spinelli, 10G146, 60, rue Wiertz / Wiertzstraat 60, B-1047 Bruxelles/Brussel
o Kontakt (Brüssel): Tel. : +32 (0)2 28 45328, Fax : +32 (0)2 28 49328
o Büro (Straßburg): Parlement européen, Bât. Winston Churchill, M02101, 1, avenue du Président Robert Schuman, CS 91024, F-67070 Strasbourg Cedex
o Kontakt (Straßburg): Tel. : +33 (0)3 88 1 75328, Fax : +33 (0)3 88 1 79328
o Postanschrift: Europäisches Parlament Rue Wiertz ASP 10G146 BE-1047 BRÜSSEL

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Berlin, den 26. März

Liebe Mitglieder des Europäischen Parlaments, liebe IMCO-Mitglieder,

die Zukunft des Internets in Europa liegt wieder einmal in Ihren Händen. Das fantastische Wachstum des Internets, dem Schlüssel zur Zukunft der europäischen Gesellschaften, zu Innovation und Wohlstand, hängt von grundlegenden Prinzipien ab, die seit seiner Entstehung hochgehalten werden: Der Unbeschränktheit der Inhalte, Anwendungen und Dienste, die über das Netz vermittelt und abgerufen werden, sowie der Freiheit eines jeden, Neuerungen einzufügen.

Diese Innovationskraft “at the edge” ist nicht im Interesse der etablierten Akteure. Aus diesem Grund versuchen Telefongesellschaften, mit Unterstützung der britischen Regierung, nachdrücklich mehr Kontrolle über die Vorgänge in ihren Netzwerken zu erlangen. Die Möglichkeit, die Inhalte, Anwendungen und Dienste, die über diese Netzwerke zugänglich sind, selbst auswählen und steuern zu können, würde ihnen Einflussnahme auf ihre Mitbewerber erlauben und durch ihre Rolle als unumgängliche “Torwächter” gleichzeitig eine Gewinnmaximierung bescheren.

Ein derartiger Rückschritt zu zentralisierten, kontrollierten Netzwerken würde das Ende des Internet, wie wir es kennen, bedeuten. Denn sein “Wachstumsmodell” basiert auf seiner Offen- und Gleichheit. Ferner könnten sich furchtbare Folgen für die Meinungsfreiheit ergeben.

Das Wettbewerbsrecht hat sich vor diesem Hintergrund als schreiend ineffizient erwiesen, da es nicht in der Lage ist, solchen Entwicklungen vorzubeugen, bzw. erst dann in Erscheinung tritt, wenn es zu spät für Korrekturen ist. Als Beispiele für dieses Versagen als reines “Korrektivorgan” seien genannt: Die Benachteiligung der Mobilfunkanbieter hinsichtlich des Zugangs zum Internet, Roaming-Gebühren oder Microsofts Vorherrschaft in Kernbereichen der europäischen IT-Landschaft. Die Meinungs- und die Informationsfreiheit darf nicht einem solchen Schicksal überlassen werden.

Das Europäische Parlament hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass es für den Schutz von Bürgerrechten und Innovation eintritt, wenn diese bedroht werden. Sind sie nun tatsächlich bereit all diese Vorteile, die das Internet den Bürgern der EU gebracht hat, Unternehmen wie AT&T zu opfern? Sie haben die Möglichkeit, diese Frage zu beantworten: Mit ihrer Stimme am 31. März.


Daher fordern wir Sie dringend auf:

  • Stimmen sie gegen die Änderungsanträge zur Zulassung von “net discrimination” und garantieren sie, dass diese nicht erlassen werden, indem sie:
    • den von AT&T forcierten Änderungsantrag 136=137=138 ablehnen
    • für den Antrag 135 stimmen und so einen Schutz gegen “net discrimination” einführen
    • für die Anträge 139+141 stimmen, sollten die ersten beiden zurückgewiesen werden
  • Stimmen sie für einen aktiven Schutz der EU-Bürgerrechte in den Anträgen 72=146!
  • Stimmen sie für den Schutz der Privatssphäre der Menschen in Europa, indem sie Antrag 85 zu Gunsten von Antrag 150 zurückweisen!

Unsere vollständige Analyse des Themas finden sie samt Stimmempfehlung unter:
http://www.laquadrature.net/wiki/Telecoms_Package_2nd_Reading_ITRE_IMCO_Voting_List

Wir als Bürger danken ihnen herzlich für ihre Aufmerksamkeit und den Schutz unserer fundamentalen Rechte.


Mit freundlichen Grüßen


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22. März 2009 7 22 /03 /März /2009 15:53

Die aktuell beginnende Wirtschaftskrise (aka Krise des Kapitalismus) hat schon an vielen Stellen klassische Ideologien aufbrechen lassen. Konservative erkennen, das man Konzernen nicht endlos Steuergelder in den Hals stopfen kann und denken nicht nur über Enteignungen nach, sondern stimmen für entsprechende Gesetze. Echte Liberale (also nicht Herr Westerwelle) gestehen das Versagen des Marktes ein und machen Vorschläge für seine Regulierung. Und Linke - sonst immer schnell zu Hand, nach staatlicher Rettung von Arbeitsplätzen und Enteignungen zu rufen - wollen plötzlich davon nichts wissen und rufen zur Demonstration "Wir zahlen nicht für eure Krise" auf. Denn sie haben erkannt, das der kleine Mann - die Kosten der Krise auch bei Verstaatlichungen und Subventionen zahlt.

Man könnte meinen, die Welt steht plötzlich Kopf.

Ganz falsch ist das auch nicht. Denn etwas ist eingetreten, was weder die Wirtschaftspolitiker der Parteien, noch die Vorstände der internationalen Konzerne, noch die Wirtschafswissenschaftler an den Universitäten und schon gar nicht die verkopften Rotwein-Marxisten der linken Splittergruppen für möglich gehalten haben (obwohl es letztere Jahrzehnte lang beharrlich wiederholt haben, ohne sich darauf vorzubereiten, aber dazu gleich mehr): Der Kapitalismus ist in einer grundlegenden Krise, die Märkte haben sich geirrt und zwar nicht nur ein wenig, sondern ganz gewaltig. Marktversagen im großen Stil.

Um es vorweg zu nehmen: Natürlich wird der Kapitalismus es überleben. Denn es gibt - zumindest derzeit - kein anpassungsfähigeres Wirtschafts- und Herrschaftssystem und auch nicht den Hauch einer Alternative. Sowohl die dogmatischen Sozialisten (Linke, Marxisten, et.al.) , wie auch die undogmatischen Globalisierungskritiker haben davor zwar gewarnt, aber es nicht geschafft eine Alternative im Bewusstsein der Menschen zu verankern. Statt dessen haben sie sich in Graben- und Machkämpfen (dog. Sozialisten) oder technischen Details und Grasswurzel-Aktionen (Attac) verzettelt.

Erstaunlich ruhig bleibt es bei den Grünen. Zwar gibt es Diskussionsansätze für einen "Green New Deal", besonders von Sven Gigold getrieben. Mit ihren klassischen Ansätzen der Dezentralisierung, Entschleunigung und Nachhaltigkeit können sie sinnvolle Beiträge zur Veränderung des Wirtschaftssystems leisten. Aber das scheint in der grünen Führungsetage noch nicht verstanden worden zu sein. Schade.

Dennoch ist das kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Die politische Landschaft ist in Bewegung geraten und zwar weg von wirtschaftspolitischen Ideologien. Das ist gut so. Jetzt gilt es Pflöcke einzuschlagen und Konsequenzen zu fordern, bevor die Lager ihre Reihen wieder schließen können.

Wichtigster Ansatzpunkt ist kurzfristig der Protest gegen die zentralistische und undurchsichtige Praxis bei der Gewährung von Wirtschaftshilfen. Weder die Kriterien für die Vergabe von Hilfen sind nachvollziehbar noch die Konditionen und Bedingungen, die an diese Hilfen geknüpft werden (falls überhaupt). Die Politiker verhandeln hinter verschlossenen Türen und der Eindruck der Mauschelei und Vetternwirtschaft ist allemal berechtigt.

Und während Vorstände und Regierungschefs, die die Krise verursacht habe, im Amt bleiben oder Millionen Abfindungen kassieren, Unternehmen Millionen-Kredite vom Steuerzahler finanziert bekommen, müssen Arbeitnehmer und Arbeitslose mit der Streichung ihrer Jobs und Hilfen überleben.


Deshalb will ich mich hier dem Aufruf zu den Demonstrationen am 28.3. anschließen:


Wir wollen, dass die Verursacher und Profiteure der Krise zur Kasse gebeten werden! Wir werden nicht hinnehmen, dass die Beschäftigten, Erwerbslosen, Rentnerinnen, Schülerinnen, Studierenden und die Menschen im globalen Süden die Zeche zahlen!


Am 28. März demonstrieren wir für eine solidarische Gesellschaft und grundlegende Veränderungen der Wirtschaft. Wir wollen eine demokratische Kontrolle der Wirtschaft und deren Ausrichtung an den Bedürfnissen der Menschen statt an Profiten. Sofortige Enteignung und Vergesellschaftung der Banken statt Verstaatlichung der Verluste! Soziale Sicherheit für alle weltweit statt Sicherung der Profite!


Der Zwang zu ständigem Wirtschaftswachstum, Konkurrenz und Profiterzeugung steht einer Gestaltung der Wirtschaft nach sozialen und ökologischen Zielen entgegen. Wir brauchen Alternativen jenseits des Kapitalismus – so wie es ist, bleibt es nicht.


Selbst wenn man nicht mit allen Forderungen der Veranstalter übereinstimmt, sind diese Demonstrationen eine passende Gelegenheit, um klarzustellen, dass wir damit, wie diese Krise gemanaged wird, nicht einverstanden sind.


Macht mit und sagt es weiter. Ein Guter Anlass auch, um der Thema in Familien-, Freundes- und Kollegenkreis zu diskutieren. Krisen sind keine Schicksale, Krisen haben Ursachen und Verantwortliche. Krisen müssen Konsequenzen haben.


Internationaler Aktionstag 28.3. 2009

Demo in Frankfurt

Termin: 28. März 2009

Beginn: 12 Uhr, Hauptbahnhof & Bockenheimer Warte

Abschlusskundgebung: 15 Uhr, Römerberg


Demo in Berlin

Termin: 28. März 2009

Beginn: 12 Uhr, Rotes Rathaus
Abschlusskundgebung: 15 Uhr, Gendarmenmarkt

Video

Aufruf

Presseberichte

Die Busbörse bietet ein ständig wachsendes Angebot an Mitfahrmöglichkeiten, bestimmt auch aus Deiner Stadt

Details zur Berliner Demo.

Details zur Frankfurter Demo.
 

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18. März 2009 3 18 /03 /März /2009 14:05
50 Jahre sind seit der Flucht des Dalai Lama nach Indien vergangen und ein Schleier des Schweigens liegt über Tibet. Ausländische Medien werden aufgehalten, bewaffnete Soldaten patrouillieren auf den Strassen, Bürger werden aus politischen Gründen inhaftiert.

Menschenrechtsverletzungen finden unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit statt - In Tibet herrscht totale Pressezensur


Diese Zensur muss durchbrochen werden und die internationalen Medien über Verschollenen und Menschenrechtsverletzungen informiert werden. Offene Kommunikationsmittel sind der beste Schutz vor Übergriffen.

Die Informationen, die aus der Region nach außen dringen, zeichnen ein düsteres Bild der Lage. Die chinesische Regierung hat Telefonnetze gekappt und die Verbindung mit der Aussenwelt abgeschnitten, damit tibetische Gruppen sich nicht organisieren können. Wir können ihnen jedoch mit neuen Technologien zur Überwindung der Kommunikationsblockade helfen - Damit ihr Notruf von der Welt gehört werden kann!

Radiostationen, Blogger und Technologien zur Überwindung der Zensur sind wie Nebelscheinwerfer aus dem Dunkel und unerlässlich fürs Überleben des tibetischen Volkes. Der Dalai Lama sagt folgendes über das Radio "Voice of Tibet":

Es ist das einzige Radio in tibetischer Sprache, mit einer tibetischen Redaktionsleitung, die es dem tibetischen Volk erlaubt über die Ereignisse aus tibetischer Sicht zu berichten...Es würde mich freuen, wenn wohlwollende Organisationen und Individuen mithelfen würden, damit "Voice of Tibet" weiterhin auf Sendung bleibt..."

Informationsfreiheit ist nötig, damit die tibetische Kultur überleben kann und zudem ein wichtiger Teil auf dem Weg zu einer Autonomie. Nur dadurch kann sogleich ein Kontakt zu chinesichen Reformkräften sichergestellt werden, die ebenfalls alternative Perspektiven und Informationsquellen suchen. Als weltweite Gemeinschaft können wir den Zugang zu wichtigen Informationen für Tibeter, Chinesen und für alle diejenigen, die hinter einer Mediensperre leben, gewährleisten.


Spenden damit der Informationsfluss nicht komplett versiegt: https://secure.avaaz.org/de/tibet_stop_the_blackout

Bisher wurden $214,362 gespendet.

Tibet: Menschenrechtsverletzungen unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit - In Tibet herrscht totale Pressezensur:
http://www.morgenweb.de/nachrichten/dritte_seite/20090310_srv0000003914477.html

http://www.amnesty.de/2009/3/10/schluss-mit-den-menschenrechtsverletzungen-tibet#gefahrerneutereskalationintibetsteigt

Höflich unterdrückt: Die Präsenz des chinesischen Militärs schüchtert die einheimische Bevölkerung in Tibet ein - und lähmt das öffentliche Leben:
http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/hoeflich-unterdrueckt/

China verlangt "Große Mauer der Stabilität" in Tibet:
http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE5280GP20090309

Informationsfreiheit in China:
http://www.savetibet.de/tibet/menschenrechte/menschenrechte01/



Hier können Sie ihre Freunde, Kollegen und Bekannten auf die Spenden-Kampange aufmerksam machen:
https://secure.avaaz.org/de/tibet_stop_the_blackout
Avaaz.org - The World in Action vaaz.org - The World in Action Avaaz.org - The World in Action
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17. März 2009 2 17 /03 /März /2009 22:47
Am 28. März 2009 wollen Nazis wieder durch Lübeck marschieren. Als Anlass soll die Bombardierung Lübecks durch die britische Luftwaffe im März 1942 herhalten.
Das ist heuchlerisch und zynisch! Denn es war Nazi-Deutschland, welches den 2. Weltkrieg entfachte und so Europa und die ganze Welt in Brand setzte.
Ganz bewusst verschweigen die Nazis, dass die Bomben auf Lübeck eine Reaktion auf den deutschen Eroberungs- und Vernichtungskrieg waren. Kurz zuvor war die britische Stadt Coventry durch deutsche Luftangriffe vollständig zerstört worden.
Das Geschehen von damals wird komplett aus seinem historisch-politischen Kontext gerissen. Die Toten der Bombardierung Lübecks werden von den Nazis benutzt, um den Holocaust zu verharmlosen und die millionenfachen Verbrechen des Nationalsozialismus vergessen zu machen. Die Geschichte mahnt uns, den Nazis heute rechtzeitig und konsequent entgegenzutreten.

http://www.wirkoennensiestoppen.de/n/

Der jährlich stattfindende Marsch durch Lübeck hat sich zu einem Treffen von Nazis aus ganz Norddeutschland entwickelt. Veranstaltungen wie diese fördern, wenn sie erfolgreich durchgeführt werden können, den Einstieg in die Nazi-Szene, zelebrieren den Zusammenhalt im Sinne einer nationalsozialistischen Identität und dienen ihrer Vernetzung.


Vor einigen Jahren hat sich daher ein breites Bündnis aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen zusammengefunden. Bei allen unterschiedlichen weltanschaulichen, politischen und religiösen Positionen eint uns die Überzeugung, dass die Demokratie der Naziideologie grundsätzlich, undiskutierbar und ganz entschieden gegenübersteht. Weil wir das Recht auf freie Meinungsäußerung als ein hohes Gut schätzen, dürfen wir denen keinen Raum geben, die die unveräußerlichen Menschenrechte mit Füßen treten und die Demokratie beseitigen wollen. Mit Gottesdiensten und Prozessionen, gemeinsamen Kundgebungen und vielfältigen Aktionen auf Straßen und Plätzen haben wir dies in den vergangenen Jahren klar und deutlich zum Ausdruck gebracht.


So ist es uns 2006 gelungen, die Nazis aus der Innenstadt herauszuhalten, indem wir mit unserer Demonstration auf der Holstentorbrücke stehen geblieben sind. 2007 konnten wir eine Kundgebung der Nazis auf dem Kohlmarkt verhindern, da wir uns nicht aus dem Bereich unseres Auftaktortes entfernt haben. 2008 hat ein Teil von uns den Nazi-Aufmarsch durch St. Lorenz-Nord mittels einer Sitzblockade in der Hansestraße erheblich verzögern können. An diese kleinen und großen Erfolge, die auch Erfolge des Zivilen Ungehorsams waren, wollen wir in diesem Jahr anknüpfen. Die Form unserer Aktionen haben wir dabei stets bewusst so gewählt, dass sie verantwortbar sind und vielen Menschen eine Beteiligung ohne Angst ermöglichen sollen.


Wenn sich am 28. März 2009 mehrere Tausend Menschen am geplanten Ort der Auftaktkundgebung der Nazis versammeln und sich von dort nicht mehr wegbewegen, werden die Nazis nicht marschieren.
Die unterzeichnenden Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen rufen alle Menschen - Junge und Alte, mit oder ohne deutschen Pass - auf:

Kommt  zahlreich zur

antifaschistischen Kundgebung

28. März 2009, 10:00 Uhr, Hauptbahnhof (Vorplatz)

Gottesdienste vor der gemeinsamen Kundgebung:
9:00 Uhr Lutherkirche (Moislinger Allee)
9:00 Uhr St. Matthäikirche (Schwartauer Allee 38)
9:00 Uhr St. Lorenz (hinter dem Bahnhof)
9:00 Uhr Herz Jesu-Kirche
9:00 Uhr St. Marien
nach den Gottesdiensten Prozessionen zur Kundgebung

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17. März 2009 2 17 /03 /März /2009 19:26

Beitrag als Reaktion auf:

Papst: "Kondome vergrößern das Problem"

 

Wieder einmal widmet sich das Oberhaupt der katholischen Kirche einem wirklich dringenden Problem. Nachdem er erfolgreich eine fast gar nicht rechtsradikale Sekte zurück in die katholische Kirche geholt hat, will er nun den Christen Afrikas den Schutz vor AiDS (und ungewollter Schwangerschaft) mit Kondomen ausreden:

 

AIDS sei "eine Tragödie, die man nicht mit Geld überwinden kann." Vielmehr komme es auf ein moralisch richtiges Verhalten [...] an.

 

Nun gibt es für alle Christen, die gesündigt haben, die Möglichkeit , die Sünden zu bereuen und von Gottt Vergebung zu erhalten. Wer sich jedoch einaml mit AIDS infiziert hat, dem Vergibt die Krankheit nicht. Kann das Gott gewollt sein?

 

Dazu passt hervorragend die aktuelle Kampange der Katholiken gegen die Jugende-Zeitschrift BRAVO. Sexulaität darf weder gezeigt, noch darüber informiert werden.


Für diie BRAVO ist das zwar die ideale Werbung, aber es zeigt auch, wie stark christiliche Fundamentalisten und Fanatiker inzwischen wieder geworden sind. Erfolgreich eifern sie ihren muslimischen Vorbildern nach.

 

Der deusche Pabst ist - so, wie er handelt - ihr bester Verbündeter.

 


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16. März 2009 1 16 /03 /März /2009 14:03

Die Idee: Fahrzeuge der Fahrbereitschaft des Bundestags, die die Abgeordneten durch Groß-Berlin kutschiert und sonstige Pkw des Parlaments, sollten nur noch dann neu angeschafft werden, wenn sie ab sofort nicht mehr als 140 Gramm CO2 ausstoßen und ab 2012 nicht mehr als 120 Gramm.

Eine gute Idee, würde man denken. Sie hatte ein Problem: Dafür in Frage kamen nur folgende Autos:

  • BMW 1er,
  • Opel Zafira,
  • Toyota Prius mit Hybridantrieb.

Alle wollen sie Opel retten. Aber kaum einer will einen Opel fahren. Weder die CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten, noch die Mandatsträger der SPD, jene der FDP schon gleich gar nicht.

Schlimmer noch: Auch die anderen beiden umweltfreundlicheren Fahrzeuge stossen auf strikte Ablehnung. Der angemietete Fahrdienst kutschiert weiterhin mit den E-Klasse Daimlern 220 CDI, die die guten CO2-Werte nicht erreichen. Und als eigene Fahrzeuge des Bundestags werden weiterhin nur Daimler, 5er BMW und Audi A6 gekauft. Der durchschnittliche Schmutzausstoß dieser 34-Wagen-Flotte liegt nach Angaben der Pressestelle des Parlaments bei 180 Gramm CO2 pro Kilometer.

Quelle: Hans Peter Schütz - Berlin vertraulich! auf Stern.de

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16. März 2009 1 16 /03 /März /2009 13:49
Das Ende des Internets ist nur noch ein Mauskick entfernt. Und wie immer bei solchen Sachen ist es nicht so, wie man es sich verstellt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen können wir allerdings nur unterstützen:

Bitte versuchen Sie folgendes:

  • Gehen Sie nach draußen an die frische Luft.
  • Fangen Sie endlich an, die Bücher zu lesen, für die Sie nie die Zeit gefunden haben, sie zu lesen.
  • Bilden Sie sich weiter.
  • Essen Sie gesund.
Wer geht schon mal vor? Wir kommen gleich nach.
http://www.xcn.de/
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16. März 2009 1 16 /03 /März /2009 10:10

Die Universität Frankfurt scheint in einer Studie nachgewiesen zu haben, dass Mineralwasser aus Plastikflaschen mit hormonell wirksamen Substanzen belastet ist. Die Werte lägen deutlich höher als bei Wasser aus Glasflaschen.

 

PET-Flaschen aus Polyethylenterephthalat haben Weichmacher (Phthalate) im Kunststoff. Diese können sich lösen und ins Getränk gelangen. Phthalate schädigen Leber und Spermien! Obwohl dies der Wissenschaft seit Jahren bekannt ist, haben viele Hersteller vollständig auf PET umgerüstet.


Phthalate sind übrigens auch Dickmacher.

 

Des Weiteren stehen PET-Flaschen nach einer Studie des Instituts für Umwelt-Geochemie der Universität Heidelberg im Verdacht, Antimon, ein potentiell toxisches Schwermetall, an die Flascheninhalte abzugeben. Antimontrioxid wird als Katalysator bei der Herstellung von PET eingesetzt.


Die Experten warnen in Anbetracht der Ergebnisse vor möglichen Schäden für die Gesundheit. Besonders gefährdet seien Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder. Behörden halten sich mit Wertungen bislang zurück. 

 

PET ist das weltweit am häufigsten für Lebensmittelverpackungen eingesetzte Plastikmaterial und wird insbesondere für Mineralwasser, Softdrinks und Bier verwendet. "Es ist ein echter Skandal, dass Mineralwasser in PET-Flaschen, das von Millionen Verbrauchern täglich getrunken wird, sich nun als hormonell wirksam erweist", sagte Patricia Cameron, BUND-Expertin für Chemiepolitik.

 

Gesundheitliche Bedenken gegenüber den Flaschen gibt es schon länger. Die Zulieferer aus der chemischen Industrie, Interessenverbände und die großen Nahrungsmittelkonzerne bestreiten die Stoffübergänge vom Kunststoff auf die Getränke auch gar nicht. Sie verweisen einfach auf gesetzliche Grenzwerte.


tagesschau.de zitiert den Sprecher des zuständigen Verbandes Deutscher Mineralbrunnen, Arno Dopychai: "Dass es Stoffübergänge gibt, ist ganz normal. Aber wir bewegen uns innerhalb der gesetzlichen Schranken."

 

Das ist verantwortungslos. Schließlich verkauften uns die Getränkekonzerne das Zeug - nicht der Staat - und machen ordentlich Profit damit. Die Konzerne jammern immer, wenn der Staat eingreift. Wenn es aber einmal darum geht, selbst Verantwortung für die eigenen Produkte zu übernehmen, ist plötzlich der Staat die einzige relevante Instanz.

 

Patricia Cameron, BUND-Expertin für Chemiepolitik, rät Verbrauchern vorerst vom Kauf von PET-Flaschen ab: "Auch wenn das Ausmaß der Gesundheitsgefährdungen durch hormonelle Schadstoffe in Mineralwässern noch unklar ist, sollten Verbraucher vorsorglich Trinkwasser aus dem Wasserhahn oder aus Mehrweg-Glasflaschen bevorzugen."


Quellen und weitere Infos

 

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15. März 2009 7 15 /03 /März /2009 17:32

"darf ich jetzt auch nicht mehr autobahn sagen?" - fragt mich jemand auf Twitter.

Hintergrund: Die Schüler-Union (CDU Schülerorganisation) hatte auf ihrer Homepage mit dem Satz"Jedem das Seine" für das dreigliedrige Schulsystem geworben.

und fügte hinzu: "Jedem das Seine" ist ein verdammt altes sprichtwort..."

Nun, Adolf Hitler hat ja tatsächlich vieles gesagt, was richtig war. Zum Beispiel: "Die Sonne scheint." oder "In Russland ist es meistens kalt." Und es gibt wirklich keinen Grund, solche Wahrheiten heute nicht mehr auszusprechen, nur weil sie ein Hitler auch mal gesagt hat.

Vieles andere was dieses Hitler und seine Anhänger gesagt haben, waren Lügen und Verleugnungen. Oft waren es auch Forderungen, die auf den ersten Blick vernünftig klangen, obwohl sich hinter ihnen andere Absichten verbargen. Das nennt man Propaganda.

Einige Aussagen, Texte und Filme der Nazis wurden in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg verboten. Einige, weil sie weiterhin für gefährlich gehalten wurden, andere weil sie als eine Beleidigung für die Opfer des Nazi-Terrors darstellen.


Der Ausdruck „Jedem das Seine“ geht bereits auf griechische Quellen zurück, die Verwendung im politischen und juristischen Sinne wird primär Cicero zugeschrieben. Pervertiert gebraucht wurde „Jedem das Seine“ dann von den Nazis, die es als Motto in das Eingangstor des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Buchenwald integrierten, und zwar so, das es von Innen zu lesen war.


Damit stellt sich die grundsätzliche Frage: Ist ein solcher Ausdruck damit tabu? Oder kann er heute wieder problemlos verwendet werden?


Folgt man dem kommunikationswissenschaftlichen „Encoding & Decoding“ –Ansatz müssen zwei Ebenen betrachtet werden.


„Decoding“ beschreibt dabei, welche Gedanken, Empfindungen, Assoziationen beim Lesen eines Wortes, Ausdrucks oder Satzes beim Leser entstehen. Die Theorie betont, das dieses völlig unabhängig davon ist, was ein Autor aussagen wollte, da dessen Absichten ja erst mal unbekannt sind.


Da die Zielgruppe der Web-Seite der Schülerunion in der Regel keine Japaner oder Grönländer sein werden, ist es wahrscheinlich, das bei vielen halbwegs gebildeten Menschen im Zusammenhang mit dem Ausspruch „Jedem das Seine“ Assoziationen mit Nationalsozialismus und Konzentrationslagern entstehen.  Da der Ausspruch sonst eher selten verwendet wird, erhöht sich diese Wahrscheinlichkeit weiter. Bei dem Wort „Autobahn“ dagegen ist das kaum wahrscheinlich. es taucht fast in jeder Zeitungsausgabe in irgendeinem Kontext auf. Die Wahrscheinlichkeit, das es gedanklich mit den Nazis verbunden wird, ist sehr gering. Es ist also Möglich, das Worte und Ausdrücke historisch „verunreinigt“ werden und von ihrer ursprünglichen Bedeutung wenig übrig bleibt.


Ähnlich ist es ja auch beim Begriff „Kommunismus“. Von seiner historischen beabsichtigten Bedeutung in Sinne von Karl Marx als positive Utopie ist heute wenig übrig. Es schwingen unvermeidlich Assoziationen von Stalin, Stasi und Gulag mit.


Insofern ist es – unabhängig von moralischen Fragen – zweifelhaft, ob es sinnvoll ist, das den Ausdruck „Jedem das Seine“ heute noch zu verwenden.

Kommen wir nun zum „encoding“, also der Frage, was uns die Verfasser der CDU Schülerorganisation sagen wollten, als sie den Ausdruck wählten. Da wir diese Absichten nicht kennen, müssen wir verschiedene Möglichkeiten in Betracht ziehen.


1.) Gemeint war vielleicht die ursprüngliche Bedeutung, (nach Platon), wonach jeder das Seine (für die Gemeinschaft, den Staat) tun solle, und zwar in Art und Umfang so, wie es seinem Wesen, seinen Möglichkeiten und den individuellen Umständen entspricht. Ergänzend erklärte Platon, dass auch jeder das Seine bekommen soll und dass niemandem das Seine genommen werden soll (Quelle: Wikipedia). Ähnliche Ansichten vertritt übrigens auch Karl Marx im „Kommunistischen Manifest“.

Als Begründung für das dreigliedrige Schulsystem aus Sicht der CDU-Schülerorganisation scheint das weit hergeholt – aber vielleicht irre ich mich hier und sehe die Argumentationslinie nur nicht.


2.) Gemeint gewesen sein könnte auch, das die Einsortierung in die jeweilige Schulform danach erfolgen sollte, was einem die Eltern an Bildung mitgegeben haben und wie sehr man sich in der Grundschule angestrengt hat. Abgesehen davon, das mir keine Belege für eine sonstige Verwendung des Zitates in diesem Sinne bekannt ist, scheint mir das eine brutale Forderung gegenüber Grundschulkindern.

3.) Es könnte auch gemeint gewesen sein, das jeder und jede doch auf die Schulform gehen solle, die ihm / ihr entsprechen seiner / ihrer Herkunft gebührt. Also Arbeiterkinder auf die Hauptschulen, Angestelltenkinder auf die Realschulen und Akademiker-Kinder auf die Gymnasien. Eine Interpretation, die im Sinne einer konservativen Ideologie durchaus nahe liegt, die aber auch die Nähe zur Nazi-Ideologie aufzeigt. Denn die Nazis wollten mit dem – keineswegs zufällig gewählten Spruch am Eingang des Konzentrationslagers den Insassen ja gerade sagen, das sie dort hingehören, wo sie sind – und zwar Aufgrund ihrer Herkunft als Juden.


Insbesondere im Kontext solcher Meldungen: CDU nimmt NPD-Mitläufer wieder auf  kann man diese Interpretation nicht völlig von den Hand weisen.


4.) Natürlich könnte es auch sein, das da einfach jemand gedankenlos einen Spruch auf die Webseite geschrieben hat. Das aber würde die Schüler-Union NRW politisch komplett disqualifizieren. Und zwar sowohl hinsichtlich der des Niveaus ihrer Führungskräfte, als auch hinsichtlich der Kontroll-Prozesse (wer darf was wo veröffentlichen). Es handelt sich ja schließlich nicht einfach um eine private Web-Seite, sondern um die offizielle Seiten der Jugendorganisation der NRW Regierungspartei. Und der Satz wurde ja nicht etwa entfernt, nachdem SU-Mitglieder protestiert hatten, sondern erst nachdem die Presse es entdeckt hatte.

Ich hoffe damit gezeigt zu, das bestimmte Sprüche nicht einfach ohne Rücksicht auf ihren historischen Kontext verwendet werden können, sondern das es vielmehr darauf ankommt, wer sie verwendet, was damit gesagt werden soll und welche Reaktion Worte, Ausdrücke und Sätze bei der Zielgruppe auslösen.


Eure Meinung?

Mehr Infos:

Spiegel Online

Jedem das Seine! Geschichte eines Schlagworts 


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15. März 2009 7 15 /03 /März /2009 14:41
Wenn Menschen sterben, dann wird gern nach Verboten gerufen. Meist von Politikern und an einfachen Schlagzeilen interessierten Medien (Kosten gering halten!).

Beide schreien bevorzugt nach dem Verboten, die möglichst wenig Wählern / Lesern wehtun. Ballerspiele sind ein sehr populäres Beispiel. Auch aus aktuellem Anlaß hören wir das mal wieder.

Hier eine Liste von 10 Verboten, die wirklich was bringen würden:

10. Mitgliedschaft / Probe-Schießen von Jugendlichen in Schützenvereinen
9. Atomenergie (Erhöhte Leukemiezahlen bei Kindern rund um Atomkraftwerke)
8. Die Bundeswehr (Hier werden jedes Jahr tausende Menschen systematisch im Töten ausgebildet. Nur eien Frage der Zeit, bis solches KnowHow mal richtig zur Anwendung kommt. Wir haben hunderttausende tickende Zeitbomben in genau in unserer Mitte!)
7. Waffenexporte (Deutsche Waffen kosten jedes Jahr tausenden Zivilisten das Leben. Dabei: deutsche Soldaten in "Friedensmission")
6.Nazis (mehr als 135 Menschen sind seit 1990 Opfer einer tödlichen rechten, rassistischen oder antisemitisch motivierten Gewalttat geworden )
5.Schützenvereine und Jagd zum Vergnügen (private Jagd)
4.Waffen als Kinderspielzeug
3.Schußwaffen in Privatbesitz
2.Alkohol (2007: 62 Tote durch Alkohol allein im Straßenverkehr)
1.Autos (2007: 565 Tote Verkehrsunfälle)

Dadurch würde unsere Welt sehr viel sicherer. Andere Vorschläge? Gern hier oder in eurem Blog! 

Unter solchen Umständen wäre vielleicht ein Vebot von Ballerspielen eine begleitende Verbesserung. Zeitgleich sollte man auch Fernseh-Gewalt verbieten. Denn wo wenn nicht dort lernen Kinder schon im frühsten Alter (s. SuperRTL) das Gewalt nicht nur die einfachste, sondern auch coolst Art der Konflikt-Lösung ist. 

Natürlich werden die Politiker / Medien solche Vorschläge nicht begeistert aufgreifen, denn hinter jedem dieser Dinge steht eine mächtige Lobby. Aber wir können sie ruhig regelmäßig mit solchen sinnvollen Verbotsvorschlägen konfrontieren. Dann unterlassen sie es vielleicht, zu komplexe Problemen populistische Antworten zu geben. Dan das können wir auch.

Für Menschen, die auch mit komplexeren Antworten zurecht kommen, sei hier mal wieder Hagen Rether empfohlen:



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