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30. April 2009 4 30 /04 /April /2009 22:17
Schweizer BWL-Studenten in dritten Semester versenken 150.000 EUR in Uni-Projekt.

In Winterthur sollte eine Gruppe Betriebswirtschaft-Studenten eine eigene Bar aufbauen und führen - und versemmelte das Projekt grandios. 150.000 Euro verbrannte die Edelkneipe "Break Even", bis der Konkursrichter sie schloss.


Mit dem "Break Even" wollte die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ihren Studenten in Winterthur die Möglichkeit geben, mit der Kneipe ihre theoretischen Kenntnisse praktisch umzusetzen. Das ging auf ganzer Linie daneben - ganz wie in der internationalen Wirtschaft.

Weil das "Break Even" laut Prandini als Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht gegründet wurde, sei das Kapital der 120 Investoren nun leider weg. Größtenteils waren es Alumni und Studenten der Hochschule; auch die Hochschule hatte Aktien gekauft und ein Darlehen gegeben.

Bezahlen muss es letztlich der (Schweizer) Steuerzahler. Auch das ist wie in der Wirtschaftskrise.

Quelle: Spiegel online

Weiteren Artikel:
Zieht euch warm an: Weitere 800 Mrd+ an faulen Krediten

Bilanzfälschung im Auftrag des Staates 

Dividenden sprudeln trotz Krise 

Berlin: MayDay, 13:00 Uhr Untern den Linden / Bebelplatz 

BMW bedient sich aus den Rettungsfonds 

Wir zahlen nicht für eure Krise?


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30. April 2009 4 30 /04 /April /2009 22:02
Noch bis zum 30. April 2009 können sich junge Führungskräfte aus Deutschland und der Türkei für das interdisziplinäre Programm "Germany Meets Turkey – A Forum for Young Leaders" bewerben. Quelle: Institute for Cultural Diplomacy

http://www.germanymeetsturkey.org/index.php?id=23&L=1

Germany Meets Turkey (GMT) ist ein interdisziplinäres Netzwerk für junge Führungskräfte und zukünftige Meinungsbildner aus Deutschland und der Türkei. Ziel von GMT ist es, dem Dialog beider Länder eine solide und nachhaltige Basis zu geben und das gegenseitige Verständnis beider Gesellschaften zu fördern. Im Rahmen von GMT treffen sich junge und engagierte Persönlichkeiten aus vielfältigen gesellschaftlichen Bereichen wie Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Bildung, Kultur und Medien. Verbunden durch das gemeinsame Interesse, die deutsch-türkischen Beziehungen zu festigen und den bilateralen Austausch mitzugestalten, unterstützen sie das Netzwerk aktiv durch die Mitarbeit an eigenen Aktivitäten und Projekten.

Skyline of Maslak financial district in Istanbul.

This Foto is licensed under the Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5, Attribution ShareAlike 2.0 and Attribution ShareAlike 1.0 License. In short: you are free to share and make derivative works of the file under the conditions that you appropriately attribute it, and that you distribute it only under a license identical to this one.


The photo on top has been released into the public domain. This applies worldwide.
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30. April 2009 4 30 /04 /April /2009 21:26
Eine Untersuchung des Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri hat ergeben: Seit 2004 ist die Zahl deutscher Ausfuhren um 70 Prozent gestiegen. Deutschland ist weltweit die Nummer drei und in Europa die alleinige Nummer eins unter den Rüstungsexporteuren - im Sipri-Bericht 2003 hatte man sich diese Position noch mit Frankreich teilen müssen.

 

Die todbringenden Maschinen aus deutscher Produktion sind besonders in der Türkei und Griechenland beliebt. Laut dem Sipri-Bericht sind seit 2005 beinahe 500 Panzer vom Typ Leopard 2A4 dorthin geliefert worden - allesamt gebrauchte Modelle, die von der Bundeswehr ausrangiert wurden.

 

Der Bundesausschusses Friedensratschlag urteilt: "Der Export von Waffen erhöht die Kriegsgefahr und fördert das Wettrüsten. Die Bundesregierungen haben sich verbindlich zu einem restriktiven Rüstungsexport verpflichtet (zuletzt in der Rüstungsexportrichtlinie vom Januar 2000). Die stetig steigenden Exportzahlen sprechen eine gegenteilige Sprache. Wir fordern die Bundesregierung zu einer Trendumkehr auf. Wir wollen den vollständigen Stopp der Rüstungsexporte."

 

Sie fordern den "Ausstieg Deutschlands aus dem Geschäft mit dem Tod". Wer den Frieden will, darf die Kriegsparteien dieser Welt nicht mit Waffen versorgen.

 

Ich zitieren hier einfach mal einen Klassiker:

Deutsche Waffen, deutsches Geld - morden mit in aller Welt

 

 

Foto: Has been released into the public domain by its author, Sicherheitsoffizier ALÜ. This applies worldwide. Mehr infos: Wikimedia-Commons

 

 

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30. April 2009 4 30 /04 /April /2009 19:47
KartoffelEine seltsame Begründung: Kanzlerin Angela Merkel  warnt vor zu starken Vorbehalten gegen Gen-Manipulation weil Deutschland auf lange Sicht sonst "nicht bestehen" könne. Was sie wirklich meint: Die großen internationalen Gentechnik-Konzerne könnten vielleicht nicht in Deutschland investieren. Damit gibt sie zu, das die CDU glaubt, vom Wohlwollen der internationalen Konzerne abhängig zu sein.

Zudem hatte die CDU-Vorsitzende auf die finanziellen Folgen für das Unternehmen verwiesen, wenn die beantragten Freilandversuche abgelehnt würden (Quelle: SZ). Wir müssen also etwas gefährliches genehmingen, damit BASF keine Verluste macht? Das hätten die sich vorher überlegen sollen!

Ehrlicher ist da noch Forschungsministerin Annette Schavan (CDU): Hinter der Gen-Kartoffel Amflora stünden „hohe Forschungsinvestitionen“.

Hier wird mal wieder deutlich, wie die Union im Zweifel entscheidet: Für die Groß-Industrie und gegen die Interessen der einfachen Menschen und auch der heimischen Landwirtschaft. Denn selbst wenn es sich bei der Kartoffel um eine reine Industriekartoffel handelt, die nicht : Das Ding gehört dem BASF-Konzern. Wenn sie sich einmal für die Produktion von Papier, Garn oder Klebstoff durchsetzt, stehen auch deutsche Bauern vor der Wahl, jedes Jahr für jede Kartoffel Lizenzgebühren an einen internationalen Konzern abführen zu müssen oder das Geschäft einem ausländischen Konkurrenten überlassen zu müssen.

Heftige Kritik kam von den Grünen. Mit der Erlaubnis setze Aigner das rechtswidrige Zulassungsverhalten ihres Vorgängers Seehofer fort, sagte Fraktionschefin Renate Künast dem Tagesspiegel. „Unter dem Deckmäntelchen der Forschung“ werde faktisch der Vermehrungsanbau einer Pflanze mit Antibiotikaresistenz zugelassen. „Jeder weiß, dass wir große Probleme mit Antibiotikaresistenzen haben.“ Um globale Krankheiten überhaupt noch behandeln zu können, bestehe „ein massives gesundheitliches Interesse, dass es in der Umwelt keine frei flottierenden Antibiotikaresistenzen gibt“. (Pressemitteilung der Grünen im Bundestag)

Hintergrund ist, das zu befürchten ist, das sich durch die Freisetzung der Kartoffel ihre Antibiotika-Resistenz auch auf andere Organismen überträgt. Insbesondere auf Bakterien. Was aber bedeuten würde, das diese Bakterien zu Killer-Bakterien werden, die -sollte sich ein Mensch mit ihnen infizieren - medizinisch nicht mehr bekämpft werden können.

 

Erst vor kurzem ist ein brasilianisches Model an einer solchen Infektion mit Killer-Bakterien qualvoll gestorben. Trotz mehreren Amputationen konnten die Ärzte sie nicht mehr retten: Tod mit 20 - brasilianisches Model stirbt an heimtückischer Infektion


Ist die Kartoffel erst einmal freigesetzt, kann niemand verhindern, das sich das Erbgut nicht auch über Versuchsfelder hinaus verbreitet. Die Konsequenz muss nicht - aber kann dramatisch sein. Doch das nimmt die Union für ein paar kurzfristige - und nicht einmal garantierte - Investitionen gern in Kauf.

Die SPD kann sich übrigens mal wieder nicht entscheiden, ob sie für die Industrie oder die einfachen Menschen sein soll - und schweigt.

Mehr Infos bei:
Greenpeace

Doch bald ist Bundestagswahl und das ist eine gute Gelegenheit, Druck auf die Union auszuüben. Den die CSu wackelt schon aus Angst vor Stimmverlusten. Macht deshalb mit bei den

und sagts weiterin der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis und bei der Arbeit.

Foto: Beliebige Kartoffel (nicht Amflora) von KENPEI (unter GFDL, Creative Commons Attribution ShareAlike 2.1 Japan License)

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29. April 2009 3 29 /04 /April /2009 23:31
"Der Klimawandel hat sich beschleunigt"  Rekordtemperaturen

28.04.2009,

Indiz für den Klimawandel: Der April 2009 wird der Wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Auf Großstädte kommen gewaltige Probleme zu.

 

Climate change:To buy or not to buy .tv domain[s] - because the island of Tuvalu, is sinking 

 

 

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29. April 2009 3 29 /04 /April /2009 18:39
Nazis raus - Halte deine Umwelt sauberZum 1. Mai haben diverse Nazi-Gruppen wieder zahlreiche Aufmärsche angemeldet. Es wird immer schlimmer!

Ich dokumentiere hier die Orte und URLs. Bitte nehmt an den entsprechenden Gegen-Demonstrationen teil.

Berlin
http://npd-blog.info/2009/02/25/npd-will-am-01-mai-in-berlin-marschieren/
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2009/02/25/1-mai-nazi-demos-in-berlin-und-hannover_836

Hannover
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2009/02/25/1-mai-nazi-demos-in-berlin-und-hannover_836
http://agb.blogsport.de/2009/03/03/1mai-gemeinsam-nach-hannover-fahren-nazis-stoppen/

Neubrandenburg
http://de.indymedia.org/2009/03/245375.shtml

Rostock
http://www.antifa.de/cms/content/view/343/32/

Ulm
http://dokmz.wordpress.com/2008/11/29/ulm-nazis-wollen-am-1-mai-2009-aufmarschieren/
http://1mai09ulm.blogsport.de/

Mainz
http://wirstellenunsquer.blogsport.de/
http://mai.blogsport.de/

Weiden 
http://anarchistischeantifabamberg.blogsport.de/2009/04/24/1mai-weiden-id-operpfalz/

Kaiserslautern
http://de.indymedia.org/2009/04/247918.shtml

Neustadt (Weinstraße)
http://de.indymedia.org/2009/04/247918.shtml
http://neustadtreloaded.blogsport.de/

Linz (AT)
http://ooe.kpoe.at/news/article.php/2009041609135828

Brünn (CZ)

http://de.indymedia.org/2009/04/247903.shtml



Friedland 9. Mai:
http://www.red-skins.de/wrash/termine.politik/friedland-9.-mai-naziaufmarsch-verhindern.html

Bitte weitersagen, mailen, .... und an den Protesten teilnehmen.


Siehe auch:
1. Mai: "Linke" Nazi-Strategie
8. Mai: Klares Bekenntnis notwendig


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29. April 2009 3 29 /04 /April /2009 16:57
Die deutsche Bahn war im Dritten Reich nicht einfach nur ein Transportmittel. Sie spielte bei der Deportation von Miilionen Juden und anderer Verfolgter in Konzentrationslager eine entscheidende Rolle. Ohne die aktive Mitwirkung tausender Bahnmitarbeiter und der Unternehmensführung hätten die Nazis niemals Millionen Menschen in so kurzer Zeit in den Tod schicken können.

Über Tausende Kilometer verschleppten die SS, das Reichsverkehrsministerium und die "Deutsche Reichsbahn" über 1 Million Kinder und Jugendliche aus allen Ecken Deutschlands und Europas -wie Vieh in Güterwagons gesperrt.

 

Fast sämtliche deutschen Bahngleise waren in das Deportationsgeschehen einbezogen. Auch die Bahnen in den okkupierten Staaten wurden den Besatzern unterstellt. Die europaweite Logistik der Verschleppung und Vernichtung hätte ohne die Dienste der "Reichsbahn" und der ihr angeschlossenen Unternehmen nicht funktionieren können. Über Tausende Kilometer wurden Deportationszüge in die Lager geschleust. Auch unter Kriegsbedingungen setzten die NS-Behörden die Transporte fort – aus Frankreich im Westen bis zur Sowjetunion im Osten. Selbst über die Ostsee (Norwegen) und das Mittelmeer (Rhodos) wurden Kinder und Jugendliche in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt.

 

Die Durchgangsstrecken dieser Transporte kreuzten große deutsche und österreichische Städte: Berlin, Wien, Hamburg, Köln, Frankfurt a.M. oder Dresden.

 

Auf den Bahnhöfen schienen sich die Wartenden an den Anblick der Todeszüge gewöhnt zu haben. Wie Fotodokumente aus mehreren Städten beweisen, fanden die Deportationen oft am helllichten Tag und auf den Nachbargleisen des alltäglichen Zugverkehrs statt. Aus dem Ruhrgebiet ist bekannt, dass einzelne Waggons an übliche Reisezüge gekoppelt wurden, um die deportierten Menschen zu Knotenpunkten des Bahnverkehrs zu bringen und dort mit anderen Verschleppten zusammenzuführen.

 

Die Ausstellung "Zug der Erinnnerung" soll daran und an die Opfer erinnern. Das besondere: Die Ausstellung ist in einem Zug untergebracht und fährt einen Teil der betroffenen Strecken ab. Zu sehen ist sie auf Bahnhöfen. Leider mußte die Ausstellung erst juristisch gegen den entschiedenen Wiederstand der Deutschen Bahn durchgesetzt werden.

 

Derzeit ist sie noch bis zum 3. Mai in München zu sehen (München Hauptbahnhof ● Gleis 35 ● tägl. 8:30 – 19:00 Uhr)

 

Leider behindert die Deutsch Bahn die Ausstellung und ihre Besucher nach Kräften. Und zwar nicht nur passiv, sondern aktiv. Mehr dazu in Kürze hier oder schon jetzt  auf der Internet-Seite der Ausstellung .

 

Der weitere Fahrplan:

Regensburg: 4. Mai bis 6. Mai Flyer Regensburg | Programm Regensburg | Anmeldung von Gruppen per Tel.: (0941)507 14 02
Nürnberg: 7. Mai bis 9. Mai | Eröffnung am 7. Mai um 8.30 Uhr
Hersbruck: 10. Mai
Fürth: 11. Mai bis 12. Mai
Erlangen: 13. Mai
Würzburg: 14. Mai bis 16. Mai
Aschaffenburg: 18. Mai bis 20. Mai Flyer Aschaffenburg
Offenbach: 21. Mai bis 23. Mai
Wiesbaden: 24. Mai bis 27. Mai

 

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28. April 2009 2 28 /04 /April /2009 22:22
Greenpeace zieht  Bilanz und nennt das Verbraucherinformationsgesetz (VIG) nach einem Jahr Erprobung eine "Mogelpackung". Ich möchte hier noch weitergehen und es eine gezielte Täuschung der Wähler nennen. Denn es wird uns Information versprochen, aber in der Praxis verweigert. Und für die Nicht-Auskünfte soll auch noch gezahlt werden.

Greenpeace urteilt auf Basis eigener Anträge und der geringen Nutzung des Gesetzes durch die Bürger. Häufig ist unklar, an welche Stellen sich Antragsteller wenden müssen, wie viel die Anfragen kosten und welche Daten überhaupt freigegeben werden. Das VIG wurde nach zahlreichen Gammelfleisch-Skandalen verabschiedet. Greenpeace fordert, dass die aktuellen Ergebnisse der Lebensmittelkontrollen auch ohne Antrag regelmäßig im Internet veröffentlicht werden.

Auf einige VIG-Anfragen von Greenpeace zur Pestizidkontrolle bei Obst und Gemüse und Verstößen gegen die Kennzeichnungspflicht bei Gen-Food liegen auch ein Jahr später noch keine Antworten vor. Als Begründung nannten die Behörden in Niedersachsen die Erkrankung einer Mitarbeiterin. Sachsen-Anhalt betrachtet die Information, welche Geschäfte pestizidbelastetes Obst und Gemüse verkauft haben, als schützenswerte sonstige wettbewerbsrelevante Information und machte keine Angaben über die Verkaufsstellen. Die Stadt Hamburg teilte mit, es gebe keine Verstöße gegen die Gentechnik-Kennzeichnungsverordnung, verlangte für diese Auskunft aber 96 Euro.

Die Behörden wollen offensichtlich die Verbraucher für dumm verkaufen. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Schreiben sie an Prese und Politiker

Quelle: Greenpeace
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28. April 2009 2 28 /04 /April /2009 21:50
Vor dem Untersuchungsausschuss des sächsichen Landtags hat ein Pädophilen-Opfer ausgesagt, das es sich bei zahlreichen Kunden des Kinderbordells "Jasmin" um bekannte Leipziger Persöhnlichkeiten gehandelt habe.

CDU-Obmann Günther Schneider stufte sie deshalb promt und ohne Beweise als unglaubwürdig ein. Die Staatsanwaltschaft Dresden erhob darauf gegen sie Anklage wegen Verleumdung. In ihrer Zeugenvernehmung am Dienstag bezichtigte die damals 16-Jährige nun ihrerseits Polizei und Staatsanwaltschaft entwürdigender Vernehmungsmethoden und der massiven Einschüchterung.

Vor dem Untersuchungsausschuss des Sächsischen Landtages hat die Frau, die als Teenager in einem Bodell systematisch mißbraucht worden ist, den Verdacht erhärtet, Angehörige der Justiz seien in den sogenannten Sachsen-Sumpf verwickelt. Bereits bei früheren Vernehmungen hatten sie und andere Mädchen auf Fotos bekannte Leipziger Persönlichkeiten als Freier im Kinderbordell "Jasmin" erkannt.

Zuhälter Michael Wüst hatte sich stets bester Kontakte zu Polizei und Justiz gerühmt, weshalb ihm nichts passieren könne. "Für mich hat sich erwiesen, was der Zuhälter immer vorhergesagt hatte", kommentierte die Zeugin den Verlauf des Verfahrens.

Die Frage ist eigentlich nur noch: Versucht CDU-Obmann Günther Schneidersich selbst zu schützen? Hat er sich selbst an Minderjährigen vergangen, die zur Prostitution gezwungen wurden? Oder will er andere, prominente oder CDU-nahe Kreise  vor der gerechten Strafe schützen?

Bereits im November 2007 wurde der Chefermittler in der Affäre kaltgestellt - womöglich, weil er in dem sächsischen Rotlicht- und Korruptionsskandal die falschen Fragen stellte. Denn vorzuwerfen ist ihm nichts.

Auch die ehemalige oberste Verbrechensjägerin beim sächsischen Verfassungsschutz erhebt schwere Vorwürfe gegen die Landesregierung.

Es scheint als seien Polizei, Justiz und Regierung in den die Affäre um systematischen Kindesmißbrauch verwickelt und decken sich gegenseitig.

Dabei geht es nicht nur um Zwangs-Prostitution:

Am 24. Januar 1996 sendete das ZDF in „Kennzeichen D“ den Beitrag des freien,investigativen Journalisten Heinz Fassbender aus Köln, der nach intensiven Recherchen über den skandalösen Umgang von Angestellten der Leipziger Stadtverwaltung und offiziellen Beratern der Stadt mit Filetstücken des Immobilienfonds der Stadt berichtete. Heinz Fassbender und sein Team wurden bei den Dreharbeiten zum dubiosen Immobilienerwerb eines leitenden LWB - Mitarbeiters tatsächlich angegriffen und erheblich verletzt.

Nach Ausstrahlung des Beitrages überlässt Fassbender drei Ordner Recherchematerial dem LKA Sachsen auf dessen Bitten und im Glauben auf Weiterverfolgung seiner Rechercheergebnisse. Vom LKA Sachsen erfolgt nie wieder eine Rückmeldung. Seine wichtigste Informantin, Rechtspflegerin Beer vom Amtsgericht Leipzig, verschwindet 1996 spurlos und wird Jahre später ermordet aufgefunden.

 

Ende 2000 erhält Heinz Fassbender aus Sachsen Insidertipps zur Einschleusung von Kindern aus Tschechien, vor allem zu nichtregistrierten Kindern aus Sinti- und Roma - Familien. Ein Freund, Günther B, begleitet ihn auf seinen Recherchen nach Tschechien. In einem „Knabenbordell“ in Prag erhalten sie Hinweise auf eine Leipziger Kinderprostituierten-Szene, auch auf das Haus „Jasmin“ in Leipzig. Nach eigenen Angaben werden sie bei Pilsen in einen Hinterhalt gelockt und von vermutlich einheimischen sowie deutschen Männern in einem abseits liegenden Gebäude auf unbeschreiblich brutale und erniedrigende Weise über Stunden geschlagen, gequält und geradezu gefoltert.

 

All diese Verbrechen sind seit Jahren unaufgeklärt. Die Polizei meldet keine Fortschritte und nun hat die Landtags-CDU Partei gegen die Opfer ergriffen.


Auch im aktuellen Untersuchungsausschuss haben die Verschwörer eines schon erreicht: Ob es sich bei den "bekannten Gesichtern" auch um Justizbeamte handelte, konnte die Zeugin am Dienstag mit Rücksicht auf das gegen sie laufende Verleumdungsverfahren nicht mehr sagen.

Die Zeugin wehrt sich auch dagegen, ihre seinerzeit mit Erpressung und körperlicher Gewalt erzwungenen Sexdienste als Prostitution zu bezeichnen. "Mit solchen Demütigungen setzt man das Werk der Täter auf andere Weise fort", sagte sie zum Schluss der Vernehmung.

Schon 2008 erweckte Günther Schneider den Eindruck, in dieser Affäre nicht wirklich aufklären zu wollen. (Pressemitteilung der Frakton der Linken im sächsichen Landtag, PDF)

Weitere Quellen:
taz
Zeit
MDR FAKT vom 11.06.2007
jurablogs.com
Pressemitteilung des Abgeordneten Dr. Volker Külow
Fefes Blog


Rücktrittsforderungen an Günther Schneider bitte richten an:

CDU Landesverband Sachsen

Lortzingstraße 35, 01307 Dresden

 

Telefon (0351) 4 49 17 0

Telefax (0351) 4 49 17 50

 e-mail: post@cdu-sachsen.de

 

Oder über:http://www.cdu-sachsen-fraktion.de/abgeordnete.asp?mid=21&uid=0&iid=16

 

 


Siehe auch:
Regierung läßt Polizei bei Kinderpornos im Stich
Pädophiler Priester seit 1985 mit Wissen von Kirche und Staat aktiv
Thesen zu Kinderpornographie
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28. April 2009 2 28 /04 /April /2009 20:33

 

In den Kellern der deutschen Banken schlummern Risiken von mehr als 800 Mrd. Euro - schreibt die Süddeutsche Zeitung unter Bezug auf ein Bafin-Papier. Bloß: Der Report war streng geheim. Weshalb die Finanzaufsicht nun Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet hat.

 

Offensichtlich will die Bundesregierung um jeden Preis vermeiden, das die steuerzahlende Bevölkerung vor der Wahl die Wahrheit über die von ihnen noch zu tragenden Lasten erfährt. Anders kann man das Verhalten nichr erklähren. Dann die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) ist eien Bundesbehörde und damit der Bundesregierung unterstellt.

 

Es ist also klar, das Frau Merkel und Herr Steinbrück das Papier kennen. Ihre potentiellen Wähler aber sollten davon nichts erfahren. Denn bald ist Bundestagswahl.

 

Demo, um denRest der Menschheit aufzurütteln:

MayDay, 13:00 Uhr Untern den Linden / Bebelplatz

 

Siehe auch: 

Bilanzfälschung im Auftrag des Staates 

Dividenden sprudeln trotz Krise 

Berlin: MayDay, 13:00 Uhr Untern den Linden / Bebelplatz 

BMW bedient sich aus den Rettungsfonds 

Wir zahlen nicht für eure Krise?

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