Overblog
Folge diesem Blog Administration + Create my blog
2. Juli 2011 6 02 /07 /Juli /2011 15:43

http://cacn.de/assets/images/unserkiez.jpgSeit kurzem hat in Schöneweide (Berlin) in direkter Nähe zur bekannten Nazi-Kneipe „Zum Henker“ ein weiterer Nazi-Laden eröffnet. In der Brückenstraße 9 hat ein Sebastian Schmidtke einen Laden angemietet, in welchem er nun unter dem Namen „Hexogen“ (Sprengstoff aus dem zweiten Weltkrieg) „alles für den Aktivisten“ vertreibt (Militärsachen, Securitybedarf, Nazi-Propaganda, Nazi-Musik und Nazi-T-Shirts).

 

Bereits seit 2009 existiert in der Brückenstraße 14 die Nazikneipe “Zum Henker“. Dieses Lokal hat sich zum Berlin-weiten Nazi-Treffpunkt etabliert, in dem neben “normalem“ Barbetrieb vor allem Kameradschaftstreffen, Propaganda- und Musikveranstaltungen sowie Angriffe auf Andersdenkende zur alltäglichen Praxis gehören. Nicht nur die “üblichen“ Betroffenen von Nazigewalt (Linke, Homosexuelle, Menschen mit Migrationshintergrund und viele mehr) sind dabei die Leidtragenden, sondern es kann einfach jede und jeden, die oder der kein Neonazi ist, treffen.

 

Zuletzt kam es am 27.Juni dieses Jahres zu einem Übergriff durch “Henker“-Gäste auf zwei Personen in der Brückenstraße. Doch das es sich dabei um Zivilpolizisten handelte, ahnten die Nazis nicht. Bezeichnenderweise lies die Reaktion der Staatsorgane diesmal nicht so lange auf sich warten, wie wir es von anderen Naziangriffen sonst kennen: Es gab Festnahmen und zum wiederholten Male eine Razzia im “Henker“, bei der mehrere Waffen gefunden wurden. Schon zuvor patrouillierten bewaffnete Gäste des “Henkers“ und die Betreiber des “Hexogen“ durch den Kiez, auf der Suche nach potentiellen Opfern.


Schmidtke ist seit einigen Jahren Anmelder verschiedener Neonazidemonstrationen in Berlin. Erst im Mai wollte er einen Aufmarsch durch Kreuzberg durchführen, der aufgrund starker Proteste verhindert wurde. Schmidtke vetritt das aktionsorientierte Spektrum der extremen Rechten in der NPD.

 

Sebastian Schmidtke steckt auch hinter der Nazi-Internetseite “NW-Berlin“. Bei der Seite handelt es sich um die Berliner Plattform von militanten Neonazis, auf der Listen mit politischen Gegner_innen sowie linke beziehungsweise zivilgesellschaftliche Einrichtungen als mögliche Angriffsziele benannt werden. Mehrere dieser Orte waren dann auch von den Brandanschlägen des Wochenendes betroffen, zum Teil versuchten die Neonazis sogar Wohnhäuser anzuzünden.

 

Mit Schmidtkes neuem Laden wird es für die rechte Szene noch attraktiver in Schöneweide.

 

Deswegen rufen Schönweider dazu auf, mit  ihnen am 8.Juli 2011 in Schöneweide zu demonstrieren!

 

Sie wollen
- Nazistrukturen aufdecken und bekämpfen!
- Den Nazi-Laden dichtmachten!


Demonstration: Freitag, 8.Juli 2011 - 18:00 Uhr – Cajamarca-Platz (direkt vor
dem S-Bahnhof Schöneweide)

 

 

Mehr und aktuelle Infos unter:

http://cacn.de/index.php?id=644

 

Der Aufruf zur Demo (PDF)

http://abso.blogsport.de/images/AufrufSchneweideistunserKiez.pdf

 

 

Willst du regelmäßig über Nazi- Aktivitäten und Gegenaktionen informiert werden? Dann abonniere den Newsletter "Aktiv gegen Nazis".

 

 

 

Siehe auch:

9. Juli 2011: Naziaufmarsch in Neuruppin

Nazis in Sachsen: Sprengstoff mit Steuergeldern gekauft?

Müssen Demos gegen Nazis wirklich sein? Kann man die nich einfach mal wegignorieren?


Sowie weitere Artikel in der Kategorie "Nazi-Aktivitäten", zum Beispiel: 

Facebook wirbt für die NPD

Flattr finanziert die Nazis

Yes, its Fremdenfeindlichkeit

Piratenvideo: Der alltägliche Rassismus (in Deutschland)

Geithain - Nazi-Stadt!

Happy Birthday Farrokh Bulsara!

Mit Uwe Seeler gegen Nazis

nazis sind wie staub....

8. Mai: Feiern wir den Sieg über das Böse!

 Kritische Anmerkungen zum 13.2.

Ein Faschist, der nichts ist, als ein Faschist ...

Mein, dein, unser... täglicher Rassismus 

 

 

Wenn du diesen Artikel nützlich fandest, dann abonniere doch unseren Newsletter (rechts) oder unseren Feed. Beides hält dich schnell und kostenlos auf dem laufenden.

 

Oder folge uns auf Twitter unter @direkteaktion (viele Infos) und / oder @action_pur (nur Mitmach-Aktonen). 

Auf identi.ca findest du uns auch unter @direkteaktion.

Diesen Post teilen
Repost0
1. Juli 2011 5 01 /07 /Juli /2011 11:13

Update 11.10.2014: Eine aktualisierte, überarbeitete Version des Artikels findest du hier: Israel und Palestina, Anti-Semitismus und die Deutschen.

Diese Version hier wird nicht mehr aktualisiert

------------------------------------------------------------

 

Kürzliche Veröffentlichungen zu anti-semitischen Tendenzen in der Partei "Die Linke" (und auch mein Wahlaufruf zur Bürgerschaftswahl in Bremen bei dem ich das Thema anspreche) haben die Emotionen hoch kochen lassen und zu einer  Diskussion geführt.

 

Zeit für ein paar grundsätzliche Betrachtungen und Empfehlungen über die tagesaktuelle Diskussion hinaus.

 

Zunächst ein paar Definitionen:

 

"Die Israelis" sind die BürgerInnen des Staates Israels - Juden, Christen, Moslems, Atheisten und viele andere

 

"Die Juden" sind der Oberbegriff für eine Gruppe von Religionsgemeinschaften, die in sich so vielfältig und gegensätzlich ist wie "die Christen" (man denke nur zum Beispiel an Protestanten und Katholiken in Nord-Irland, die sich lieber umbringen, als sich die Hand zu geben). Juden leben auf der ganzen Welt und sind BürgerInnen vieler Staaten und verschiedenster ethnischer Herkunft.

 

Exkurs. Etwas komplexer als bei den Christen ist die Situation dadurch, das nach den herkömmlichen jüdischen Tradition Abstammung und Glaube verknüpft sind: Kinder einer jüdischen Frau sind (nach der Religion) automatisch Juden, egal was sie glauben.

 

"Der Staat Israel" ist eine Organisation, deren Spitze von der Mehrheit (Teilmenge) der Wähler (Teilmenge) der Wahlberechtigten (Teilmenge) der BürgerInnen Israels (siehe oben) gewählt wird.

 

"Zionismus" bezeichnet eine politische Ideologie und die damit verbundene Bewegung, die auf Errichtung, Rechtfertigung und Bewahrung eines jüdischen Nationalstaats in Palästina abzielen. Die unterschiedlichen Ausrichtungen und Strömungen prägen bis zur Gegenwart die wesentlichen politischen Parteien und Koalitionen Israels. Der Zionismus versucht religiöse und nationalistische Ziele und Ideale zu vermengen. Damit ist er in etwas mit den christlich-rechts-konservativen Teilen der CDU zu vergleichen und vom Einfluss etwa so dominant wie diese Kreise in den 50er Jahren in Deutschland.

 

"Davidstern" ist ein religiöses Symbol der Juden, das im Mittelalter (vor allem in Europa) geprägt wurde. Auf Betreiben der Zionisten wurde es in die Staatsflagge Israels aufgenommen - was in etwa vergleichbar wäre mit einem Kreuz in der Flagge Deutschlands.

 

"Antisemitismus" bezeichnet "Formen pauschaler Judenfeindlichkeit, deren Vertreter Juden mit lange überlieferten und eingeübten Klischees und Stereotypen als übermäßig einflussreiches Kollektiv betrachten, für alle möglichen negativen Zeiterscheinungen verantwortlich machen und so bedrohen." (Zitat: Wikipedia)

 

"Diese Vorurteilsstruktur zeigt sich auch dort, wo keine Juden leben oder man keine kennt. Jean-Paul Sartre beurteilte in seinen Überlegungen zur Judenfrage (1994), dass man nicht durch Erfahrungen zum Antisemiten werde, sondern durch ein psychologisches Bedürfnis zu solch einem Ressentiment. Er stellte die These auf: „Existierte der Jude nicht, der Antisemit würde ihn erfinden“. Dieses chimärische Judenbild ist durch Hinweise auf Fakten kaum korrigierbar und immunisiert sich gegen Korrektive von außen: ein Merkmal aller klassischen Verschwörungstheorien." (Zitat: Wikipedia)

 

Die Wissenschaft unterscheidet dabei zwischen latentem Antisemitismus und aktivem Antisemitismus . Latenter Antisemitismus ist das Vorhandensein entsprechender Vorurteile und Einstellungen, während aktive Antisemitismus die aktive Hetze gegen Juden beschreibt.

 

Antisemitismus gibt es in allen gesellschaftlichen Schichten, allen Berufen und allen Parteien und politischen Gruppen. Hitler und die Nazis haben den Antisemitismus nicht erfunden (entsprechende Strömungen gab es deutlich früher) , aber sie haben diese Ideologie und entsprechende Vorurteile sehr erfolgreich in der deutschen Bevölkerung verankert. Seither werden entsprechende Vorurteile (z.T. absichtlich, aber vor allem unabsichtlich/unbewußt) über die Generationen und die Medien weitergegeben. Nachdem es lange Zeit danach aussah, als ob sich die antisemitische Strömungen abschwächen, gab es (besonders) in den letzten Wirtschafts-Krisen jedoch immer wieder heftige Rückfälle (Sündenbock-Funktion des Antisemitismus).

 

Insbesondere gibt es keine politischen Richtungen, die vor Antisemitismus gefeit sind. Nur weil jemand besonders Links oder besonders aktiv gegen Nazis ist, ist das an sich keine Garantie dafür, nicht doch mit Antisemitismus infiziert zu sein. Denn Rechtsextreme und Nazis benutzen den Antisemitismus nur - er ist kein notwendiger Teil ihrer Ideologie. Sie brauchen nur irgendwelche Sündenböcke. Das es auch anders geht, zeigen die PI-ler und die sog. "Pro"-Bewegung, die ersatzweise gegen den Islam hetzen.

 

Behauptungen von Leuten, die sich auf ihr Linkes- / Antifa- Engagement berufen, zeugen folglich entweder von mangelnder Auseinandersetzung mit dem Thema oder sind nur Schutzbehauptungen.

 

Überhaupt ist die Unterscheidung zwischen Dummheit und Absicht eines der größten Probleme beim Kampf gegen den Antisemitismus . Oft ist es nur schwer möglich, zu unterscheiden, ob jemand (im Eifer der Diskussion / Kontroverse) seinen latenten Anti-Semitismus herausgelassen hat, oder ob jemand gezielt Anti-Semitismus verbreitet.

 

Da jedoch von Menschen mit ernsthaftem "linkem" / aufklärerischen / liberalem politischem Anspruch verlangt werden kann, dass sie sich mit dem Thema tiefer beschäftigen, wollen wir hier noch tiefer in die Diskussion einsteigen.

 

In linken Kreisen kommt  Antisemitismus vor  allem in zwei Kontexten vor: In der Diskussion des israelisch-palestinensischen Konfliktes und in anti-kapitalistischen Debatten. Letzteres sei hier zunächst ausgeblendet (ist aber vielleicht einen eigenen Artikel wert).

 

Zunächst: Kritik an der Politik des Staates Israel ist berechtigt, erlaubt, notwendig und wichtig. Und: kein Antisemitismus. Aber: Durch die Formulierung und / oder eine Unausgewogenheit der Kritik kann auch Kritik an der der Politik Israels antisemitisch werden / wirken.

 

1.) Formulierung

 

Im Zeitalter der Massenmedien hat die sprachliche Präzision erheblich gelitten. Das verzweifelte Bemühen der (unterbezahlten und miserabel ausgebildeten Journalisten) führt zu einer Tendenz der Vereinfachung, die an Hetze grenzt (nein, ich rede hier nicht vom Hetz-Blatt, sondern von den Medien, die sich selbst gern zu Qualitäts-Wächtern stilisieren).

 

Beispiel: Gern und oft ist verallgemeinernd von "den Amerikanern" die Rede, wenn es um die Politik der US-Regierung geht. Amerikaner sind jedoch auch die Mexikaner, die Peruaner, die Brasilianer und die Kanadier.

 

Die Politik des Staates Israel (eine sperrige Formulierung, zugegeben) jedoch mit "die Juden" / "jüdisch" abzukürzen unterstützt (beabsichtigt oder nicht) die Hetze der Antisemiten.

 

Solch feine Unterscheidungen mögen für Rechtsradikale / Nazis zu komplex sein, aber Menschen, die linke / liberale Politik machen wollen, sollte das zumutbar sein.

 

 

2.) Ausgewogenheit

 

a) Auch wenn die Folgen der israelischen Politik für viele Palästinenser furchtbar sind: Es gibt viele Regionen in der Welt, in der Welt, in der ähnlich furchtbare Konflikte ausgetragen werden. Wer (als Außenstehender) ausschließlich das Leiden der Palästinenser in den schlimmsten Farben darstellt, muss sich zumindest die Frage gefallen lassen, warum er / sie ausgerechnet diesen Konflikt zu seinem Schwerpunkt macht und  ob sie / er nicht damit (unabsichtlich) die vorhandenen antisemitischen Tendenzen verstärkt. Auf diese Frage gibt es gute und schlechte Antworten, die Frage selbst finde ich aber sehr berechtigt.

 

b) Auf beiden Seiten des Nahost-Konfliktes gibt es Extremisten, die nicht an einem Frieden (und dem besten ihrer Landsleute) interessiert sind, sondern an der völligen Vernichtung des Gegners. Auf beiden Seiten gibt es auch viele Menschen, die ernsthaft an einem Frieden und einer gerechten Lösung interessiert sind und (in ihrem Rahmen) eine Beitrag dazu leisten.

 

Wer nun pauschal "die Israelis" anklagt, nährt deshalb nicht nur die Vermutung, dass hier antisemitische Gründe vorliegen, sondern zeigt auch, dass er kein wirkliches Interesse an einem Friedensprozess hat, sondern den Konflikt nur zu seiner politischen Profilierung nutzt.

 

Wer jedoch pauschal von "den Palästinensern" spricht, macht sich genauso des Rassismus verdächtig und zeigt  auch, dass er kein wirkliches Interesse an einem Friedensprozess hat, sondern den Konflikt nur zu seiner politischen Profilierung nutzt.

 

3.) Verharmlosung des Holocausts

 

Die Verharmlosung / Relativierung des Holocausts ist ein gezieltes Kampfmittel von Nazis und Antisemiten, um ihre Vergangenheit reinzuwaschen und ihren eigenen Hass normaler erscheinen zu lassen.

 

Zur Relativierung gehört auch, Taten gegen Palästinenser mit denen der Nazis gegen die Juden  zu vergleichen. Wer solche Bilder bemüht, unterstützt (ob gewollt oder nicht) den Antisemitismus und die Nazis gleich auch noch mit.

 

Von Linken und gebildeten Menschen kann man erwarten, dass sie andere, passendere Vergleiche wählen. Wer es dennoch tut, kann zu Recht des Antisemitismus beschuldigt werden.

 

4.) Mut & Rückrat

 

Bei Aktivitäten für Frieden und Gerechtigkeit für die Palestinenser trifft man (leider) immer wieder auch Antisemiten und radikale Hetzer. Dann sollte man den Mut und das Rückrat haben, ihnen zu widersprechen und selbst Stellung gegen Antisemitismus beziehen oder Klarstellungen einzufordern - im persönlichen Gespräch genauso wie in der Öffentlichkeit. Wer aus falscher Soidatrität jedoch den Mund hält oder Antisemiten sogar noch verteidigt, der ist nicht besser als jene Deutschen, die die Nazis einfach machen ließen.

 

Nur wer sich den Konflikten mit Antisemiten stellt, kann in einer Bewegung mitmachen, in der sich die Grenzen zwischen Rechts und Links, Antisemitismus und Humanismus schon mal verwischen können.

 

Mut und Rückrat sind auch notwendig, wenn man mal über das Ziel hinausgeschossen ist und dumme Dinge gesagt hat, ohne ausreichend darüber nachgedacht zu haben oder wenn verborgene Vorurteile zum Vorschein gekommen sind (denn die Nazis waren, wie ich Eingangs feststellte, sehr erfolgreich darin, Antisemitismus zu sähen). Dann sind Mut und Rückrat notwendig, sich sofort und schnell zu Entschuldigen und die Dinge richtig zu stellen. Egal, ob es im persönlichen Gespräch oder in einer öffentlichen Debatte war - denn der Schaden ist angerichtet, die Saat des Hasses weiterverbreitet worden - selbst wenn man es nicht so gemeint hat. Es ist dann wichtig, alles Mögliche zu tun, um ihn zu minimieren. Schweigen, Aussitzen oder sogar Rechtfertigen ist das schlimmste.

 

5.) Sorgfältige Wahl von Bildern und Karikaturen

 

a) Der Davidstern wird gern in Karikaturen und auf Schildern verwendet, wenn es um den Nah-Ost-Konflikt geht. Wie jedoch oben dargestellt, ist der Davidstern ein Symbol der Juden und nicht des Staates Israel. Wer ihn verwendet, um die Politik des Staates Israel zu kritisieren, greift die Religionsgemeinschaft der Juden an und unterstützt so den Antisemitismus.

 

b) Die Verwendung einer Nahost-Landkarte ohne Israel war ja ein Vorwurf gegen eine Politikerin der Linken in der aktuellen Diskussion. Rein formal betrachtet richtet sich diese Symbolik ausschließlich gegen den Staat Israel, nicht gegen die Juden.

 

Jedoch ist das Land Israel nach dem zweiten Weltkrieg zur Heimat der meisten deutschen Juden geworden, die den Holocaust überlebt hatten. Von ihnen und ihren Nachfahren muss eine solche Darstellung wie eine geplante Fortsetzung der Nazi-Taten empfunden werden.

 

Das das so gewollt ist, kann nicht ausgeschlossen werden. Deshalb sollten linke und intelligente Menschen u solche Landkarten eine Bogen machen. Abgesehen davon sind solchen Drohungen für den Friedensprozess absolut schädlich - wer sowas trägt, macht sich gemein mit den Extremisten einer Seite.

 

Man stelle sich nur mal vor, welche Aufregung es hier auslösen würde, wenn halbwegs seriöse US-Politiker (also nicht Sarah Palin) mit einer Landkarte herumliefen, auf der Frankreich, Italien, Polen und Dänemark direkt aneinander grenzen würden - das würde heftige emotionale und irrationale Reaktionen bei einem Großteil der Bevölkerung hervorrufen.

 

 

Soweit inhaltlich zur Abgrenzung von Antisemitismus und politischer Kritik. Ich hoffe, ich habe meine Ansichten klar dargelegt und bin an einer sachlich-inhaltlichen Auseinandersetzung (auch zu einzelnen Punkten) durchaus interessiert. Klar antisemitische Kommentare werde ich jedoch einfach löschen.

 

Doch jetzt zurück zum Ausgangspunkt: Die von der Frankfurter Rundschau ins Rollen gebrachte Diskussion, ob die Partei "Die Linke" antisemitisch sei (basierend auf einem Artikel der beiden Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn und Sebastian Voigt). Dem folgten eine Reihe von Artikeln in anderen Medien, die das Thema ebenfalls aufgriffen und die ich mit Interesse gelesen habe.

 

Dazu folgende Anmerkungen:

 

1.) Der Artikel ist keine "Studie", obwohl er von den Medien fast durchgängig so bezeichnet worden ist, und hat mehrere schwerwiegende methodische Mängel, die ich im Folgenden beleuchten möchte:

 

- Er ist reißerisch: Schon die Eingangsbehauptung "Die in diesem Aufsatz formulierte These kratzt an einem Tabu" wird wenige Zeilen darunter widerlegt, in dem zahlreiche Verweise zu diesem Thema angeführt werden. Ist ein Tabu nicht etwas, über das man nicht schreibt / redet? Naja, trommeln muss man ja ein bisschen, aber es läßt an der Wissenschaftlichkeit zweifeln, wenn der Eingangssatz nicht belegt, sondern gleich darauf widerlegt wird.

 

- Der Artikel differenziert nicht sauber zwischen einer Kritik am Staat Israel, den politischen Positionen zum Nahost-Konflikt und (latentem und aktivem) Antisemitismus. Das wird vor allem durch die Vermengung von Fakten und ihrer Bewertung im Text verursacht. Die Autoren präsentieren keine Methodik, die ihre Bewertung nachvollziehbar macht.

 

- Dem Text zufolge ist bereits der Kontakt zu den palästinensischen Organisationen ein Indiz für Antisemitismus, obwohl auch die US- und Bundesregierung diese Kontakte pflegt. Zumindest liest sich das so, da die Autoren auch hier ihre Kriterien nicht transparent machen.

 

- Spannend ist die Art, wie die Autoren auf Seite 14 einen Beschluss der Linkspartei (der ihnen offensichtlich nicht gefällt, aber definitiv nicht antisemitisch ist) in sein Gegenteil verkehren, indem sie pauschal seine Machbarkeit in Zweifel ziehen.

 

- Die Autoren unterlassen es, zu belegen, wie man von einer Hand unbestreitbar antisemitischer Vorfälle, zu dem Schluss kommt, das die Partei antisemitisch geprägt sei. Sogar wenn man alle angeführten (aber eben sicherlich zu diskutierenden) Beispiele zusammen nimmt, kommt man auf eine kleine Zahl von Akteuren und Akteurinnen, die sich verschwindend bleibt gegenüber der Zahl der Parteimitglieder. Parteitagsbeschlüsse, Programmpunkte oder  entsprechende Positionen von Menschen in echten Führungspositionen werden nicht als Belege angeführt.

 

2.) Trotz aller Mängel ist offensichtlich, dass die Autoren der Linkspartei nicht absichtlich schaden, sondern vor einer  gefährlichen Entwicklung warnen wollen. Im Resumee konstatieren sie eine Gefahr und schreiben im Konjunktiv. Dieses ist von den Medien ignoriert und durch die von den Medien vorgenommene Umbenennung in "Studie" (wissenschaftliche Arbeit vortäuschend) umgedreht worden. Ein weiteres Zeichen, wie schlecht es um den Journalismus in Deutschland steht.

 

3.) Ja, es gibt Antisemiten in der Partei "Die Linke" und auch einzelne Bundestagsabgeordnete scheinen diesen zumindest (im Rahmen der Gaza Flotte und in ihren Veranstaltungen) zu tolerieren.  Hier ist eine klare Positionierung gefragt. Wenn die Linke tatsächlich Raum für Antisemitismus bietet (bzw. nicht dagegen vorgeht), dann ist sie für Linke und aufgekläre Menschen nicht wählbar.

 

4.) Ob der Antisemitismus bei der Linken größer ist als bei der CDU und FDP würde ich - aus persönlicher Erfahrung - verneinen. Beide haben ihre Funktionsträger und Mitglieder normalerweise jedoch besser diszipliniert. Beide haben jedoch bereits entsprechende Affären hinter sich.

 

5.) Das Vorgehen der Parteiführung der "Linken", die versucht hat, die Debatte per Redeverbot zu beenden, ist mehr als dumm und nutzt nur den Antisemiten in der Partei.

 

6.) Die seither regelmäßig eintreffenden Veröffentlichungen (vornehmlich rechter) Publizisten zum Thema enthalten keinerlei neue Fakten, sondern drehen das Thema hin und her mit der offenkundigen Absicht, der Linken (vor allem in intellektuellen Kreisen) zu schaden. Das kann man nicht ändern, aber man kann die Absicht dahinter erkennen. Leider behindert eine solche Kampagne auch die offene Diskussion in der Linkspartei über Antisemitismus. Geführt werden muss sie trotzdem.

Diesen Post teilen
Repost0
29. Juni 2011 3 29 /06 /Juni /2011 09:05

http://de.indymedia.org/icon/2011/06/310526.jpgHeute, am 29.6.2011 findet um 14:30 Uhr vor der Polizeiinspektion Braunschweig, Friedrich-Voigtländer-Straße 41, eine Demo gegen Poizeiterror statt.Hintergrund sind die massiven Übergriffe und Einschüchterungsversuche von Braunschweiger Polizisten in der letzten Woche, aber auch die Versuche der Polizeiführung, das Ganze unter den Tisch zu kehren.

 

Jetzt kommt auch heraus, dass es sich bei den Vorfällen keinesfalls um Einzelfälle handelt: Die Kommentare zum Taz-Artikel bringen weitere Vorfälle ans Tageslicht.

 

Mehr Infos zur Demo gibts hier beim Braunschweig-Spiegel.

 

Auch wenn ihr nicht aus Braunschweig seid oder nciht teilnehmen könnt: Bitte kurzfristig weitersagen!! Auch auf Twitter & Facebook!

 

Siehe auch:

FsA: Polizistenkennzeichnung fordern!

Die Festspiele der Repression - Innenministerkonferenz am 22. Juni in Frankfurt

"Der Staat schafft sich seine Gegner selbst"

Neue Amnesty Kampagne: Verantwortung bei der Polizei

Bundesweite Mahnwachen gegen die Polizeigewalt bei den S21 Protesten

Polizeigewalt

Polizeigewalt 2

Ein paar weitere erschreckende Fälle von Polizeigewalt

 

 
Artikel in der Kategorie "Sicherheit & Datenschutz", zum Beispiel:

 

Wenn du diesen Artikel gut fandest, dann abonniere doch unseren Newsletter (rechts) oder unseren Feed. Beides hält dich schnell und kostenlos auf dem laufenden. Oder folge uns auf Twitter unter @direkteaktion (viele Infos) und / oder @action_pur (nur Mitmach-Aktonen). 


Auf identi.ca findest du uns auch unter @direkteaktion.

Diesen Post teilen
Repost0
26. Juni 2011 7 26 /06 /Juni /2011 21:35

Wie die taz am Donnerstag (23.6.2011) berichtete - und bisher meines Wissens leider nur die taz - hat die Polizei in Braunschweig schon wieder massiv Recht gebrochen:

- ein jugendlicher Zeuge einer (ihm willkürlich erscheinenden) Personenkontrolle hatte den Mut, die Braunschweiger Polizisten nach der Begründung der Kontrolle zu fragen. Ergebnis: Er wurde verhaftet, unter Gewaltanwendung nackt ausgezogen, geschlagen und neun Stunden lang inhaftiert
- die Wohnung, in der er in Braunschweig zu Gast ist, wurde - ohne Durchsuchungsbefehl - durchsucht. Begründung gegenüber der Wohnungsbesitzerin: Gefahr in Verzug. Klar, wenn Zivilcourage um sich greift, dann ist die Willkür der Polizei ernsthaft gefährdet.
- Freunde des Inhaftierten, die sich auf einem Polizeirevier nach ihm erkundigen wollen, werden ebenfalls verhaftet. Vorwurf: Sie hätten das Vorgehen der Polizei mit dem Begriff "Polizeistaat" beschrieben (Anmerkung: Wie kann man einen solchen Vorwurf besser bestätigen?)
- Der Sprecher der Braunschweiger Polizei nennt die Vorwürfe pauschal "Blödsinn", ohne eine andere Darstellung liefern zu können (weil nicht sein kann, was nicht sein darf?). Er hat sogar die Dreistigkeit, zu fordern, wer mit dem Verhalten der Polizei nicht einverstanden sei, solle sich doch bei der Polizei melden. Klar, um auch eingesperrt zu werden?


http://img.over-blog.com/150x96/2/70/70/62/800px-Festnahme_4_-ex3179-_sml.jpgLeider ist das kein Einzelfall - auch in der Vergangenheit ist die Braunschweiger Polizei durch massive Rechtsverstöße aufgefallen (taz) - noch konkreter werden die Rechtsverstöße der Vergangenheit im Artikel der Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) dokumentiert. Die Lokalzeitung ist fest in der Hand des CDU-nahen Madsack-Konzerns (wie die gesamte relevante Print-Presse Niedersachsens) und druckt gern Polizei-Pressemitteilungen nach, aber wird sich sicher nicht mit der Polizei anlegen. Die taz hat leider kaum Reichweite und Einfluss in diesem Flächenstaat.

 

Mich erinnert das Verhalten der Braunschweiger Polizeiführung an das Verhalten der chinesischen Behörden nach der Inhaftierung der Regiemkritikers Ai Wei Wei - aber auf keinen Fall an eine Behörde, die Bürgerrechte und den Rechtsstaat ernst nimmt.

Interessant ist dabei, dass die Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) den Polizeisprecher Grande bereits der Lüge in einem ähnlichen Fall überführt hat.

 

Hier geht es offensichtlich nicht um Wahrheitsfindung, sondern darum, den Fall zu vertuschen und die Täter zu schützen.


Doch Polizeiterror braucht Öffentlichkeit!

Ich habe bisher durch meine Beiträge bei Twitter, identi.ca & Co. rund 2.000 Klicks auf den Artikel generiert (Klickstatistik), doch allmählich habe ich meine Reichweite ziemlich ausgeschöpft.

Bitte helft mit, die Zustände in Braunschweig öffentlich zu machen. Die Übergriffe müssen Folgen haben - sonst fühlen sich die Täter in ihrem Handeln bestätigt. Das geht aber nur, über den Druck der Öffentlichkeit und wenn die Polizei, Braunschweig, Niedersachsen und die CDU fürchten müssen, in Verruf zu geraten.

 

Verbreitet den Artikel der taz (Kurzlink für Social Media: http://is.gd/d1p1vn ) oder diesen hier, oder schreibt eigene Artikel.

 

Darüber hinaus: Nachdem ich hier immer wieder über Polizeigewalt und Polizei-Übergriffe schreibe: Wie wäre es, nach dem Vorbild von Guttenplag & VroniPlag ein Wiki zur Dokumentation von Polizeigewalt aufzubauen?

 

Update (27.6.2011): Folgender Bericht aus SH, zeigt. welchen Geistes die CDU ist, wenn es um Polizei und Rechtsstaat geht: Innenminister versucht Richterin einzuschüchtern die einen Polizisten wegen Pfefferspray-Einsatz verurteilt hat (Danke an Richie_FS für den Hinweis!).

 

Update (29.6.2011): Es gibt jetzt auch einen Bericht auf Indymedia und einen auf

Braunschweig-Spiegel

 

Jetzt kommt auch heraus, dass es sich bei den Vorfällen keinesfalls um Einzelfälle handelt: Die Kommentare zum Taz-Artikel bringen weitere Vorfälle ans Tageslicht.

 

Am Mittwoch,29.6. findet wegen der Vorfälle um 14:30 Uhr eine Kundgebung vor der Polizeiinspektion in Braunschweig, Friedrich-Voigtländer-Str 41, statt.

Bitte weitersagen!

 

Siehe auch:

FsA: Polizistenkennzeichnung fordern!

Die Festspiele der Repression - Innenministerkonferenz am 22. Juni in Frankfurt

"Der Staat schafft sich seine Gegner selbst"

Neue Amnesty Kampagne: Verantwortung bei der Polizei

Bundesweite Mahnwachen gegen die Polizeigewalt bei den S21 Protesten

Polizeigewalt

Polizeigewalt 2

Ein paar weitere erschreckende Fälle von Polizeigewalt

 

 
Artikel in der Kategorie "Sicherheit & Datenschutz", zum Beispiel:

 

Wenn du diesen Artikel gut fandest, dann abonniere doch unseren Newsletter (rechts) oder unseren Feed. Beides hält dich schnell und kostenlos auf dem laufenden. Oder folge uns auf Twitter unter @direkteaktion (viele Infos) und / oder @action_pur (nur Mitmach-Aktonen). 


Auf identi.ca findest du uns auch unter @direkteaktion.


Diesen Post teilen
Repost0
24. Juni 2011 5 24 /06 /Juni /2011 21:39

http://a0.twimg.com/profile_background_images/275440759/nrp_9_july_-_twitter.jpgAm 9.7. wollen die Freien Kräfte in Neuruppin/Osthavelland erneut durch die Fontanestadt marschieren. In der Vergangenheit konnten sie dies auch dank krasser Polizeigewalt. Über die Jahre haben sich die regelmäßigen rechten Aufzüge zu den größten Brandenburgs entwickelt, jeweils kamen bis zu 400 Teilnehmer_innen nach Neuruppin. Der jährliche Termin scheint sich zum größten regelmäßigen Naziaufmarsch in Brandenburg zu entwickeln.

Antifa-Gruppen wollen den Aufmarsch diese Jahr blockieren und bitten um Unterstützung.

Das Bündnis zum Naziaufmarsch in Neuruppin hat nun einen Twitterchannel geschaltet, der euch im Vorfeld, aber auch am Tag mit Infos versorgen wird: http://twitter.com/Netz werkNrp

Die Emanzipative & Antifaschistische Gruppe aus Berlin-Pankow [EAG] wird im Vorfeld in Berlin eine Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch in Neuruppin durchführen: 

 

Donnerstag, 30.6. 19:30 - 22:30 Uhr , im Bandito Rosso (Lottumstr. 10a), Berlin

Mehr Infos: http://jpberlin.de/antifa-pankow/

 

Treffpunkt für die Fahrt aus Richtung Berlin:
8:00 Uhr Bhf Gesundbrunnen (S-Bahn-Gleis)
8:22 Uhr Abfahrt
8:47 Uhr Ankunft Hennigsdorf - Umsteigen
8:51 Uhr Abfahrt
9:26 Uhr Ankunft in Neuruppin


Organisiert wurde der Zugtreffpunkt von der Antifa Gruppe Oranienburg(http://antifagruppeoranien burg.blogsport.de/).
Unterstützt wird dieser durch die RASH Berlin/Brandenburg (http://www.red-skins.de/wr ash/).

 

Willst du regelmäßig über Nazi- Aktivitäten und Gegenaktionen informiert werden? Dann abonniere den Newsletter "Aktiv gegen Nazis".

 

 

 

Siehe auch:

Nazis in Sachsen: Sprengstoff mit Steuergeldern gekauft?

Müssen Demos gegen Nazis wirklich sein? Kann man die nich einfach mal wegignorieren?


Sowie weitere Artikel in der Kategorie "Nazi-Aktivitäten", zum Beispiel: 

Facebook wirbt für die NPD

Flattr finanziert die Nazis

Yes, its Fremdenfeindlichkeit

Piratenvideo: Der alltägliche Rassismus (in Deutschland)

Geithain - Nazi-Stadt!

Happy Birthday Farrokh Bulsara!

Mit Uwe Seeler gegen Nazis

nazis sind wie staub....

8. Mai: Feiern wir den Sieg über das Böse!

 Kritische Anmerkungen zum 13.2.

Ein Faschist, der nichts ist, als ein Faschist ...

Mein, dein, unser... täglicher Rassismus 

 

 

Wenn du diesen Artikel nützlich fandest, dann abonniere doch unseren Newsletter (rechts) oder unseren Feed. Beides hält dich schnell und kostenlos auf dem laufenden.

 

Oder folge uns auf Twitter unter @direkteaktion (viele Infos) und / oder @action_pur (nur Mitmach-Aktonen). 

Auf identi.ca findest du uns auch unter @direkteaktion.

Diesen Post teilen
Repost0
23. Juni 2011 4 23 /06 /Juni /2011 20:58

http://i1122.photobucket.com/albums/l532/DirekteAktion/Anti-Atom/Img_1821.jpgJa, wir sind undankbar. Wir wollen nicht nur schnellstens aus der Atomenergie aussteigen (deutlich schneller als die CDU) , wir wollen jetzt auch nicht massenhaft neue Off-Shore Windparks, Kohlekraftwerke und Hochspannungsleitungen mit aller Macht durchsetzen und bauen.

 

Denn das bedeutete die Fehler der Atompolitik noch einmal zu wiederholen: Energieerzeugung muss heute nicht mehr zentral und in menschenfeindlichen staatlichen Großprojekten erfolgen. Energieerzeugung ist heute dezentral, effizient, vielfältig und markt-orientiert möglich.

 

Natürlich lassen sich mit einer solchen denzentalen Enregieversorgung nur schwer Milliarden-Profite für Kapitalanleger (und auch schwer Millionen-Boni für die Konzernvorstände) realisieren. Doch wir haben ja in der letzten Finanzkrise gesehen, wohin uns solche Strukturen führen.

 

Statt jetzt über die exakten Rest-Laufzeiten der AKWs zu streiten, ist es wichtiger, bereits heute für andere Prinzipien in der Energieerzeugung einzutreten.

 

Wenn es nach den Atomkonzernen und der CDU geht, dann ändert sich nur eine Technologie: Statt Atomkraftwerken werden zukünfitg riesige Kohlekraftwerke, Solarkraftwerke und Windparks gebaut. Von den gleichen Konzerne, die uns bei der Atomenergie in die Scheiße geritten haben. Und sie werden  wie bisher gegen die Bedenken der BürgerInnen im Land (zur Not halt mit Polizeigewalt) durchgesetzt.

 

Die regnerativen Energien haben aber nicht nur das Potential anders eingesetzt zu werden - sie drängen es uns förmlich auf. Im folgenden ein paar Beispiele / Ideen zum Thema. Es gibt sicherlich andere Leute, die das besser und detailierter können, aber die sitzen bisher nicht dort, wo sowas entschieden wird.

 

1.) Sowohl Solaranlagen als auch Windkraftanlagen sind in konzentrierter Form großer Parks sehr abhängig vom Wetter. Und das dort, wo ein solcher Park steht, eine Zeit lang kein Wind weht /  keine Sonne scheint, kann durchaus mehrmals im Jahr auch für längere Zeit passieren. Deutlich seltener ist jedoch, dass dieses gleichzeitig in ganz Deutschland passiert. Beide Technologien sind folglich ganz hervorragend für einen möglichst verteilten (dezentralen) Einsatz  geeignet. Irgendwo ist immer Wind und auch die Sonne scheint auch immer irgendwo.

 

2:) Die Kombination verschiedener Technologien (zum Beispiel durch Solarzellen an Windrädern) reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Komplett-Ausfalles weiter und reduziert den Flächenverbrauch. Eine ander Variante wäre Windräder fürs Dach. Es gibt auch die Idee, die Minarette einer Moschee zur Windenergie-Erzeugung zu nutzen - warum sind die christlichen Kirchen eigentlich noch nicht auf diese Idee gekommen?

 

3.) Beider Verbrennung von Kohle, Öl und Gas zur Stromerzeugung entsteht (selbst bei guten Wirkungsgraden) reichlich Abwärme. An einigen Standorten wird diese Abwärme bereits durch aufwändige Fernwärme-Systeme. Daneben werden aber Millionen Häuser in Deutschland weiter mit Gas und Öl beheizt. Warum nicht das Prinzip umdrehen: Zukünftig sind neue Heizungen in Wohnhäusern vor allem kleine Generatoren zur Stromerzeugung - mit der Abwärme wird dann das Haus geheizt. Die Heizungen / Generatoren laufen natürlich nur, wenn jemand die Heizung anstellt - was zwei coole Effekte hat:

 

- Energie wird dann erzeugt, wenn jemand zuhause ist und (meist) auch Strom verbraucht, der gleich mit abgedeckt wird (und so den Fern-Transport über Hochspannungsleitungen überflüssig macht)

 

- Geheizt wird vor allem, wenn es kalt ist - also wenn die Sonne nicht scheint - also wenn Solaranlagen keine / wenig Strom erzeugen. Damit würde genau die Stromlücke gefüllt, die bei Solarenergie entsteht, wenn die Sonne nicht scheint (im Winter, Abends, bei schlechtem Wetter)

 

- es ist - über mittlere Strecken - einfacher und effektiver, Strom zu verteilen als Wärme. Daher ist es sinnvoller, die Industrie profitiert von der Stromerzeugung der Privathaushalte, als das die Privathaushalte von das Abwärme der Industrie profitieren.

 

- der Wirkungsgrad von Heizungen in Wohnhäuser steigt deutlich und die Amortisierung (wann man die Anschaffungs-Kosten einer neuen Heizung wieder raus hat) sinkt um mehrere Jahre

 

4.) Statt Getreide / Mais / ect. auf riesigen Flächen anzubauen und dann in großen zentralen Anlagen für die Produktion von zu Bio-Gas zu missbrauchen, solte Bio-Gas vor allem aus den Abfällen menschlicher Aktivität erzeugt werden:

- Kläranalagen könnten zu Stromproduzenten werden

- jeder Bauer könnte zum Gas-/Stromproduzent werden, indem er Kuhscheiße und Getreide-Reste in Biogas-Anlage verwandelt

- Die Holz-Industrie und Entsorgungsbetriebe können so ebenfalls zu Energie-Produzenten werden

- ...

 

Diese Form der Energieerzeugung hat so zusätzlich den Vorteil, CO2 Emissionen zu reduzieren , die beim herkömmlichen Verfaulen dieser Abfälle entstehen würden, so aber in Energie umgewandelt werden.

 

Bei Biogas darf keine Lebensmittelverstromung stattfinden, sondern es muss das Motto "Aus Scheiße Strom machen" gelten!

 

5.)  Statt aufwendige Gezeitenkraftwerke in der Nordsee zu bauen wären Strömungsgeneratoren in deutschen Flüssen eine interessante Alternative. Diese müßten keineswegs in der gesamten Flussbreite aufgestellt werden, sondern könnten an geeigneten Stellen am Ufer installiert werden. Evtl lassen sich damit auch die Auswirkungen von Überschwemmungen minimieren.

 

http://i1122.photobucket.com/albums/l532/DirekteAktion/Anti-Atom/00_AKW_Merkel.jpgWie gesagt: Nur ein paar Ideen, wie wir vermeiden können, die Fehler der Atomenergie zu wiederholen. Größtes Hinderniss auf dem Weg sind jedoch die Atomkonzerne (siehe Die Atom-Kriegserklärung), die Banken (als deren Hauptaktionäre) und die mit beiden eng verpflochtenen Parteien CDU und FDP sein.

 

Letztendlich liegt es an uns, die Konzerne zu bekämpfen und CDU und FDP abzuwählen.

 

Update (29.6.11): Auch der Unternehmer Matthias Willenbacher sieht das im Taz-Interview so.

 

Siehe auch:

Tritt deinem Atomstrom-Anbieter in den Arsch und sag es mir

 

Anti-AKW-Bilder für eure Blogs

 

Weitere Artikel in der Kategorie "Atomenergie", wie zum Beispiel:

Wie kann ich aus der Ferne den Anti-Atom-Protest unterstützen?

Lehren aus dem Castor-Transport

Die Atom-Kriegserklärung

Video: Kernzeit

Atom ist Monopol-Technologie

Atom-Alarm: Schütze Dein Atomkraftwerk! (Online-Spiel)

Decke im Atommülllager Asse eingestürzt 

Alptraum Atommüll 

 

 

Wenn du diesen Artikel nützlich fandest, dann abonniere doch unseren Newsletter (rechts) oder unseren Feed. Beides hält dich schnell und kostenlos auf dem laufenden.

 

 

Oder folge uns auf Twitter unter @direkteaktion (viele Infos) und / oder @action_pur (nur Mitmach-Aktonen). 

Auf identi.ca findest du uns auch unter @direkteaktion.


Diesen Post teilen
Repost0
19. Juni 2011 7 19 /06 /Juni /2011 10:26

http://foodwatch.de/foodwatch/content/e44127/Header_Milchschnitte_final_fw.de_ger.jpgDer Lebensmittelkonzern Ferrero hat es geschafft: Seine Werbekampagne für die Milchschnitte wurde von den Mitgliedern und Freunden von foodwatch zur größten Werbelüge des Jahres 2011 gewählt.

 

Denn die Milchschnitte enthält ca. 60 Prozent Fett und Zucker und ist damit ungesünder als so manche Schoko-Sahnetorte. Denn die enthält meist weniger Fett, weniger Zucker und weniger Kalorien.

 

In der Werbung jedoch bewirbt Hersteller Ferrero sein Produkt - mit prominenter Unterstützung von Profi-Sportlern - als angeblich "leichte" Zwischenmahlzeit. Dreister Betrug von uninformierten, aber wohlwollenden Eltern, unter dem aber die Kinder am meisten zu leiden haben. Ihnen wird vorgegaukelt, dass sie ihren Kindern etwas Gutes tun, wenn sie ihnen die Milchschnitte statt anderen Süßigkeiten geben, aber in Wirklichkeit ist die Milchschnitte viel schädlicher für die Kinder.

Das darf nicht verharmlost, sondern muss als Betrug in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung bewertet werden.

So verlief – wenig überraschend - auch die foodwatch Abstimmung ziemlich eindeutig: Für den schlimmsten Werbebetrug hielten 43,5 Prozent der Abstimmen die Milchschnitte von Ferrero – ein großer Vorsprung für Platz eins.

 

Der Zweitplatzierte, Activia von Danone, brachte es auf 28,9 Prozent, dann folgten Nimm2 (16,1 Prozent), Ferdi Fuchs (5,9 Prozent) und Kühnes Schlemmertöpfchen (5,7 Prozent) (Mehr Infos zu den anderen Betrügern bei foodwatch).

 

SChokolade aus Kinderskalverei

Doch die Milchschnitte ist nicht Ferreros einziges Verbrechen. Als eine der großen Süßwaren-Hersteller Europas verarbeitet Ferrero viel Schokolade – für die Kakao direkt aus Afrika bezogen wird, wo er von Kindern in Sklaverei oder Sklaverei-ähnlichen Arbeitsverhältnissen und unter schweren Schäden für die Gesundheit dieser Kinder angebaut und geerntet wird.

 

Mehr Infos: http://direkteaktion.over-blog.de/article-32135413.html

 

Ferrero ist das bekannt, doch der Konzern beabsichtigt nichts an diesen für ihn sehr vorteilhaften Produktionsbedingungen zu ändern. Denn Kakao aus Kindersklaverei ist besonders günstig und erhöht damit den Profit für die Aktionäre von Ferrero und die Boni der Manager.

 

Auch die Milchschnitte enthält übrigens solchen Kakao – und nicht wenig, wie wir nun wissen.

Ferrero outet sich damit als besonders gewissenloser und nur auf Profit ausgerichteter Konzern, der seine Kunden hintergeht und seine Lieferanten ausbeutet.

Dazu passt auch folgendes: 

Im Zuge der Affäre um fehlerhafte Rechenschaftsberichte der hessischen CDU wurde bekannt, dass der CDU-Landesverband seit den 1980er Jahren regelmäßig Spenden von Ferrero erhalten hatte, diese aber nicht verbuchte. Nach Angaben des Bundestags summieren sich die Spenden auf insgesamt 255.646 Euro. In den CDU-Rechenschaftsberichten waren sie nicht aufgetaucht. Der Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) verhängte gegen die hessische CDU daher eine Strafe von 511.000 Euro.

Wie das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf im Jahr 2000 feststellte, hat das Unternehmen für sein Werk im hessischen Stadtallendorf jahrelang zu niedrige Gewerbesteuer-Vorauszahlungen geleistet. Während die Prüfer für die Jahre 1993 und 1994 Vorauszahlungen von jeweils 40,2 Millionen DM für angemessen hielten, setzte die Finanzverwaltung der CDU-regierten Kommune lediglich 6,8 Millionen DM an. Für die Jahre 1994 bis 1996 musste Ferrero deshalb Gewerbesteuer in Höhe von 52 Millionen DM nachzahlen. Die Zinsgewinne, die Ferrero durch die niedrigen Vorauszahlungen erwirtschaftete, werden auf 13 Millionen DM geschätzt.

Quelle: Wikipedia

 

Dieser Konzern verarscht nciht nur seine Kunden und beutet seien Lieferanten aus, sondern besticvht auch noch CDU-Politiker , um den ehrlichen Steuerzahler zu betrügen.

 

Was können wir tun?

 

Ein solch gewissenloser Konzern ändert sein Verhalten nur, wenn wir ihn da treffen, wo es ihm wirklich weh tut: Beim öffentlichen Image und bei den Umsatzzahlen. Deshalb:

 

1.) Zeigen Sie Ferrero, dass die Verbraucher von solchen Werbelügen die Nase voll haben. Schicken Sie dem Unternehmen Ihre persönlichen „Glückwünsche“ zum Gewinn des Goldenen Windbeutels unter:
http://www.abgespeist.de/milch_schnitte/mitmachen/

 

Nutella Boykott2.) Sprechen Sie im Freundes- und Bekanntenkreis, bei Elternabend oder in der Schülervertretung darüber, was Ferrero den Kindern antut.

 

3.) Machen Sie aktiv mit beim Nutella-Boykott und verzichten sie auf das beliebteste Ferrero-Produkt

 

4.) Meiden sie auch andere Produkte von Ferrero – besonders solche, die Schokolade enthalten, wie zum Beispiel:

- Duplo
- Hanuta
- Kinder Bueno
- Rocher
- Mon Chéri
- Yogurette
- Raffaello
- Kinder Country
- Kinder Schokolade
- Kinder-Überraschung / Überraschungsei / Ü-Ei

 

5.) Schreiben sie Leserbriefe an ihre (lokale) Zeitung. Die Gelegenheit ist jetzt besonders günstig, weil de Medien über die foodwatch-Auszeichnung berichten. Beziehen sie sich am besten auf einen entsprechenden Artikel und weisen sie auch auf das Thema Schokolade aus Kindersklaverei hin. Sie können dafür gern diesen Text als Grundlage verwenden.

6.) Schreiben Sie im Internet darüber, was Sie tun: Im Blog, in Foren, auf Twitter, Facebook, ect...

Diesen Post teilen
Repost0
14. Juni 2011 2 14 /06 /Juni /2011 18:40

 

 

http://i.imgur.com/PanMJ.pngDie Lebensmittelindustrie täuscht uns systematisch und führt uns mit ihren Werbeversprechen gezielt in die Irre. Alles mit dem Ziel, uns unser Geld aus der Tasche zu ziehen. Das ist kriminell (Betrug), nach deutschem Recht aber nicht strafbar.

 

Quasi als Gegenwehr verleiht foodwatch nun zum dritten Mal den „Goldenen Windbeutel" für die dreisteste Werbelüge eines Lebensmittelproduzenten.

 

Für die Wahl zum Goldenen Windbeutel 2011 sind fünf Produkte nominiert. Vom 16. Mai bis zum 16. Juni 2011 können wir  darüber abstimmen, welches Unternehmen die unrühmliche Trophäe erhält. 

 

Die fünf nominierten Produkte 2011:

 

„Milch-Schnitte“ von Ferrero, die Schoko-Sahnetorte für zwischendurch. Ferrero will der Milch-Schnitte in der Werbung mit Hilfe von Sportlern ein sportliches Image verpassen. Der Werbeslogan lautet: „Schmeckt leicht. Belastet nicht. Ideal für zwischendurch.“ Jedoch besteht die Milch-Schnitte zu etwa 60 Prozent aus Fett und Zucker.


Wenn also Milch-Schnitte leicht ist, ist so manche Schoko-Sahnetorte ein Diätprodukt – denn sie enthält prozentual wesentlich weniger Fett und Zucker.

 

 

„Ferdi Fuchs“, Stockmeyers super-salziges Mini-Würstchen für Kinder: Comicfiguren für die Kids, Gesundheitsbotschaften für die Eltern – das ist die Werbemasche des Herstellers. Doch die künstlich vitaminisierten „Ferdi Fuchs“-Würstchen fallen vor allem durch einen hohen Salzgehalt von 2 Gramm pro 100 Gramm auf, der bei der „Nährwert-Ampel“ mit einem roten Farbfeld gekennzeichnet werden müsste.

 

Statt von einem „täglichen Beitrag für die gesunde Ernährung“ müsste Stockmeyer eher von einem täglichen Beitrag zum späteren Bluthochdruck sprechen.

 

 

„Activia“, das probiotische Märchenprodukt von Danone ist weder eine Wunderwaffe gegen Verdauungsbeschwerden noch ein Garant für perfektes Darmwohlbefinden - auch wenn uns das Danone so verkaufen will.Der Joghurt kann die Verdauung nicht mal eben regulieren, wie es Danone suggeriert.

 

Selbst wenn sich bei manchen subjektiv ein besseres Befinden einstellen mag – das könnten sie mit Hausmitteln wie Trockenpflaumen, Weizenkleie oder einem Spaziergang sehr viel preisgünstiger haben. Das foodwatch-Fazit: Minimale Effekte, maximal aufgeblasen – und teuer verkauft.

 


 

 

Kühnes „Schlemmertöpfchen Feine Gürkchen“ – ein Produkt modernster Lebensmitteltechnologie. Obwohl Aromen und ein Farbstoff drin stecken, werden die Gewürzgurken wie ein handwerkliches Produkt mit jahrhundertealter Tradition und „besten natürlichen Zutaten“ verkauft. Ein Werbetrick, um höhere Preise für standardisierte Massenware zu erzielen.

 

Saure-Gurken-Zeit für die Liebhaber ehrlicher Werbung und handwerklich gefertigter Lebensmittel.

 

 

Nimm2 von Storck –die Bonbons, die nicht nur süß, sondern auch noch gesund sein wollen: Der Hersteller rührt einen künstlichen Vitamincocktail in die Bonbonmasse – und will „Nimm2“ damit „gesundwerben“. Doch die zugesetzten, angeblich „wertvollen Vitamine“ sind in der Regel völlig überflüssig und werden ganz einfach wieder ausgeschieden. Dafür lernen Kinder, dass sie ihren Vitaminbedarf auch mit Süßigkeiten statt mit Obst und Gemüse decken können.

 

 

Hier gehts zur Abstimmung (nur noch bis zum 16. Juni):

 

http://www.foodwatch.de/widgets/2011/mehr_informationen/index_print_ger.html

 

Bitte noch fleißig weiterverbreiten !!!

 

 

 

Was bisher geschah:

 

 

„Sieger“ 2009: Actimel von Danone

2009 hatte Danone die „Auszeichnung“ für seinen Joghurtdrink Actimel erhalten, nachdem 47 Prozent der 35.000 Mitmacher für Actimel gestimmt hatten. Die Imagewerte der Marke brachen daraufhin um mehr als die Hälfte ein. In der Werbung suggeriert Hersteller Danone, Actimel sei ein richtiges Gesundheitswunder. Doch der Schein trügt, „Actimel“ schützt keineswegs vor Erkältungen. Es wirkt ungefähr so „aktivierend“ auf das Immunsystem wie jeder Naturjoghurt auch. Ist dafür aber vier Mal so teuer und doppelt so zuckrig. Danone weigerte sich, den „Goldenen Windbeutel“ anzunehmen, als foodwatch-Aktivisten ihn in der Danone-Zentrale bei München übergeben wollten.

 

Sieger“ 2010: Monte Drink von Zott

Im vergangenen Jahr haben sich mehr als 80.000 Menschen an der Wahl zum Goldenen Windbeutel beteiligt. Klarer „Sieger“ wurde der überzuckerte Monte Drink von Zott. Zott jubelte Eltern eine Zuckerbombe für Kinder unter und bewarb diese als gesunde „Zwischenmahlzeit”. Durch den öffentlichen Druck sah sich Preisträger Zott gezwungen, Produkt und Werbung ein klein wenig zu ändern. Doch die Änderungen sind leider nur  gering,

 

 

Zeigen Sie Lügen und Schwindel die Rote Karte!

 

Mit der Wahl zum Goldenen Windbeutel ruft foodwatch Verbraucher auf, sich aktiv gegen Irreführung und Täuschung zur Wehr zu setzen und direkt bei der Lebensmittelindustrie gegen Etikettenschwindel zu protestieren.

 

Jetzt mitmachen:

http://www.foodwatch.de/widgets/2011/mehr_informationen/index_print_ger.html

 

 

 

Siehe auch:

Weitere Artikel in der Kategorie "Lebensmittel", zum Beispiel:

Activia, die (fast) perfekte Werbelüge

Wiederholungstäter Zott: Monte Drink bleibt Zuckerbombe

Bienensterben bedroht unsere Nahrungsproduktion

Kein Dioxin auf unsere Teller!

McDonald's Hamburger mit Gentechnik

Das Gutfried-Geflügelschwein

Nutella Boykott - eine Zwischenbetrachtung

Verbraucherinformationsgesetz

Der Physalis-Trick - Wie Pfanner dreist die Kunden zum 2.Mal verschaukelt

Food-Konzerne zahlten 1 Milliarde Euro um die Ampel zu verhindern

Die große nimm2 - Lüge

Schluss mit dem Frische-Betrug bei Fleisch

Klebeschinken = Klageschinken

"Monte Drink" von Zott, die dreisteste Werbelüge des Jahres

Bertolli-Sauce jetzt mit verschlechterter Rezeptur

Kraft Foods lügt beim Philadelphia "himmlisch gut" 

Deutsche lehnen Gen-Food ab
Imitat-Essen: Wie Politik und Industrie vom Betrug ablenken

 

 

Wenn du diesen Artikel nützlich fandest, dann abonniere doch unseren Newsletter (rechts) oder unseren Feed. Beides hält dich schnell und kostenlos auf dem laufenden.

 

Oder folge uns auf Twitter unter @direkteaktion (viele Infos) und / oder @action_pur (nur Mitmach-Aktonen). 

Diesen Post teilen
Repost0
3. Juni 2011 5 03 /06 /Juni /2011 23:29


Nach bisher unbestätigten Gerüchten wurde In Syrien das Internet abgestellt , um die Proteste der Opposition zu behindern.

 

Folgende Rufnummern / Logindaten sollen weiterhin den Internet Zugriff ermöglichen:

 

Dial up access for #Syria: +46850009990 +492317299993 +4953160941030 user: telecomix
password: telecomix

 

Siehe auch:

Weitere Artikel in der Kategorie "Internationale Solidarität", wie zum Beispiel:

Die US-Regierung foltert ihre eigenen Bürger

"Korrigierende" Vergewaltigung?

Ägypten und Tunesien: USA und Deutschland auf der Anklagebank

Western Union: Raubtiere in Aktion

Gute Piraten, böse Piraten?

FSC-Holz-Umweltsiegel: Entführung, Folter, Vertreibung, Mord

CHEVRON im Amazonas: Saubermachen!

Homophobie ist eine gefährliche Krankheit

URGENT ACTION: Trotz Vergewaltigung keine Abtreibung?

 

 

 

Wenn du diesen Artikel nützlich fandest, dann abonniere doch unseren Newsletter (rechts) oder unseren Feed. Beides hält dich schnell und kostenlos auf dem laufenden.

 

Oder folge uns auf Twitter unter @direkteaktion (viele Infos) und / oder @action_pur (nur Mitmach-Aktonen). 

Auf identi.ca findest du uns auch unter @direkteaktion.

 

Diesen Post teilen
Repost0
3. Juni 2011 5 03 /06 /Juni /2011 22:50

Mal wieder eine symbolische Aktion. Das renomierte (und wirtschaftsfreundliche) Wall Street Journal fragt seine Community wie es zur Entscheidung der Bundesregierung steht, aus der Atomenergie auszusteigen. Das (bisherige) Ergebnis ist überraschend knapp:

 

http://i1122.photobucket.com/albums/l532/DirekteAktion/Anti-Atom/WSJ_AKW.jpg

 

 

http://online.wsj.com/community/groups/question-day-229/topics/germany-shutting-down-its-nuclear

 

 

Macht mit und unterstütz unsere Freunde in den USA

. Ein Schwenk dort würde allen helfen und die (technische) Weiterentwicklung alternativer Energienmassiv unterstützen.

 

http://online.wsj.com/community/groups/question-day-229/topics/germany-shutting-down-its-nuclear

 

Short-Link:

 

http://is.gd/8nqyEP

 

Verbreitet den Link via Twitter, identi.ca, die VZs, Xing, WKW, Web-Foren, Mailinglisten, usenet, facebook und myspace und was da noch so kreucht und fleucht. 

 

Siehe auch:

Tritt deinem Atomstrom-Anbieter in den Arsch und sag es mir

 

Anti-AKW-Bilder für eure Blogs

 

Weitere Artikel in der Kategorie "Atomenergie", wie zum Beispiel:

Castor Aktivisten brauchen Hilfe

Wie kann ich aus der Ferne den Anti-Atom-Protest unterstützen?

Lehren aus dem Castor-Transport

Die Atom-Kriegserklärung

Video: Kernzeit

Atom ist Monopol-Technologie

Atom-Alarm: Schütze Dein Atomkraftwerk! (Online-Spiel)

Decke im Atommülllager Asse eingestürzt 

Alptraum Atommüll 

 

 

Wenn du diesen Artikel nützlich fandest, dann abonniere doch unseren Newsletter (rechts) oder unseren Feed. Beides hält dich schnell und kostenlos auf dem laufenden.

 

 

Oder folge uns auf Twitter unter @direkteaktion (viele Infos) und / oder @action_pur (nur Mitmach-Aktonen). 

Auf identi.ca findest du uns auch unter @direkteaktion.

Diesen Post teilen
Repost0

Über Diesen Blog

  • : Direkte Aktion
  • : Anstatt die Bürgerinnen und Bürger zu Zuschauern der Demokratie zu degradieren (wie das viele Medien tun), bietet das Blog "DirekteAktion" vielfältige Möglichkeiten, aktiv einzugreifen, Druck auf die Politiker auszuüben und die Welt in der wir leben zu verbessern. Diese Bemühungen können alle LeserInnen unterstützen, indem sie bei den Aktionen mitmachen und diese aktiv weiterempfehlen. DirekteAktion begreift sich als demokratisch und konstruktiv.
  • Kontakt

Newsletter

Abonniere doch unseren Newsletter oder unseren Feed. Beides hält dich schnell und kostenlos auf dem laufenden.

 

Oder folge uns auf Twitter unter @direkteaktion (viele Infos) und / oder @action_pur (nur Mitmach-Aktonen).

Auf identi.ca findest du uns auch unter@direkteaktion.