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30. April 2011 6 30 /04 /April /2011 11:43

Heinz Rudolf Kunze hätte das (zumindest damals) so ausgedrückt:

"Integration halten soviele für wichtig, das einige darunter sind, mit denen ich ums Verrecken nicht einer Meinung sein kann."(siehe: "Ich bin gegen den Frieden", 1984)

 

Und in der Tat ist das Konzept der "Integration" - dieses zentrale, unhinterfragte Element der Debatte um die Migranten in Deutschland - etwas, das es sich mal ganz grundsätzlich zu hinterfragen gilt.

 

Daher, bitte mal kurz vorstellen, was die Friedrichs, Seehofers & Sarrazins so meinen, wenn sie von Integration reden. Vorstellen, merken und erst dann weiterlesen ! Wir kommen darauf zurück!

 

Es gibt ein paar nicht ganz dumme Leute, die sich den ganzen Tag mit solchen Themen beschäftigen -  und nicht so anstrengende Jobs als Finanzsenator oder als Bundesbankvorstand nebenbei machen müssen - und meisten von denen die scheinen sich - im Großen & Ganzen - auf folgende Definition von "Integration" im Zusammenhang mit Einwanderern geeinigt zu haben:

 

Der Prozess der Integration von Menschen mit einem Migrationshintergrund besteht aus Annäherung, gegenseitiger Auseinandersetzung, Kommunikation, Finden von Gemeinsamkeiten, Feststellen von Unterschieden und der Übernahme gemeinschaftlicher Verantwortung zwischen Zugewanderten und der anwesenden Mehrheitsbevölkerung. Im Gegensatz zur Assimilation (völlige Anpassung), verlangt Integration nicht die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität.

 

zit. nach Wikipedia

 

Vergleichen wir das mal mit den Vorstellungen der Friedrichs, Seehofers & Sarrazin. Zentraler Unterschied: Bei den Friedrichs, Seehofers & Sarrazins gibt es nur einen Akteur: Die Migranten, die sich gefälligst zu integrieren haben. Das ist aus ihrer Sicht ein einseitiger Akt, der durch eigenständiges Bemühen, Fleiß und harte Arbeit zu schaffen ist. 

 

Abgesehen davon, dass nicht einmal die Hälfte der Deutschen diese Tugenden für sich in Anspruch nehmen kann: Wer je versucht hat, in einem schwäbischen oder bayerischen Dorf Fuß zu fassen, weiß, dass man sich noch so anstrengen kann: Wenn Integrationsbemühungen einseitig bleiben, bleibt sogar der perfekte Deutsche hier zeitlebends ein Fremder - und wird bestenfalls toleriert. Wer dann noch "anders" aussieht: Keine Chance! Jedenfalls, wenn Integration nur einseitig betrieben wird.

 

Halten wir

 


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