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9. Februar 2010 2 09 /02 /Februar /2010 23:07

http://www.imagebanana.com/img/9ejs11e/augsburg_druck.jpgGegen hohe Stundenzahl und Stoffülle

Für die Überarbeitung der Lehrpläne und Reduzierung der Belastung


Ort: Schützenplatz (Graf-Münster-Gymnasium), Bayreuth
Zeit: 12.2.2010, 11 Uhr
Demo-Route: Schützenplatz – Luitpoldplatz

 

 

Aus der Pressemitteilung der SMV des Richard-Wagner-Gymnasiums:


Der 12. Februar wird ein Tag der Demonstrationen

Auch Bayreuth beteiligt sich an den landesweiten Protesten für die Überarbeitung der „neuen gymnasialen Oberstufe“

 

[...]  Ein breites Bündnis aus Schülersprechern/innen und Jahrgangsstufensprecher/innen der Q11 hat sich in Bayreuth zusammengeschlossen, um für eine grundlegende Überarbeitung der „Neuen gymnasiale Oberstufe“, die mit dem achtjährigen Gymnasium einhergeht zu kämpfen. Am 12. Februar wird ein Protestzug vom Graf-Münster-Gymnasium bis zum Luitpoldplatz ziehen, Start ist 11 Uhr am Schützenplatz. Auf der Abschlusskundgebung um 13 Uhr werden Vertreter von Schülern, Eltern und Lehrern zur Sprache kommen.

Wer sind wir?

Wir sind ein unabhängiges und überparteiliches Bündnis aus Schülersprechern/innen und Jahrgangsstufensprechern/innen der Q11, die sich der Missstände unserer Oberstufe bewusst sind und für eine Verbesserung derselben eintreten.
 

Warum demonstrieren wir?

Die Schüler/innen der elften Klassen der Gymnasien haben in Bayern durchschnittlich 35,8 Wochenstunden. Doch leider ist es mit dieser Zeit noch nicht getan. Nach mehreren Nachmittagen in der Woche sollen Hausaufgaben, Stundenvorbereitungen, Klausurvorbereitungen und zahlreiche Präsentationen angefertigt werden. Rechnet man bei 36 Wochenstunden noch ca. eine halbe Stunde für Vor- und Nachbereitung des Unterrichtes, sowie den zusätzlichen Aufwand zur Bearbeitung der Seminararbeiten u.s.w. dazu, ergibt das eine wöchentliche Arbeitsbelastung von weit mehr als 40 Stunden. Das ist mehr als für Jugendliche, gemäß Jugendarbeitsschutzgesetz, im Rahmen einer Berufsausbildung zulässig wäre. Dabei ist der tatsächliche Zeitaufwand durch Freistunden, Busbeförderung und Leerlauf wesentlich höher als in einem Arbeitsverhältnis. Deshalb bleibt keine Zeit für ausgleichende Tätigkeiten wie z.B. ehrenamtliche, soziale, sportliche, kirchliche, musikalische und künstlerische Tätigkeiten. Hinzu kommt, dass bisher keine Musterabituraufgaben veröffentlicht wurden, wodurch die Lehrer und Schüler nicht in der Lage sind sicher einzuschätzen was konkret im Abitur abgefragt wird. Außerdem können sich die Schüler weder bei der Fächerbelegung noch bei der Abiturfächerbelegung frei entfalten. Die neue Schwerpunktsetzung auf die vierstündigen Fächer Deutsch, Mathe und Fremdsprache 1 legt die Schüler unfreiwillig fest. Profilierungen nach Begabung sind ganz besonders im gesellschaftswissenschaftlichen und im künstlerisch-praktischen Bereich kaum noch möglich.

In Anbetracht dieser Problemlage halten wir den Streik für eine gerechtfertigte Protestform!

 
Deshalb fordern wir:

Um die Schüler/innen zu entlasten fordern wir eine Reduzierung der Pflichtstunden! Die Anzahl der Halbjahreswochenstunden in der gymnasialen Oberstufe sollte auf 120 gesenkt werden.

Dies ist nur durch eine Kürzung des Stoffumfangs möglich! Die Festlegung auf elementare Inhalte und praxisorientiertere Unterrichtsformen ist dringend notwendig. Des Weiteren sollte weniger Wert auf Fachwissen (als bisher) gelegt werden. Zum Ausgleich muss man praktische Fähigkeiten fokussieren.

Außerdem fordern wir, die freie Entfaltung der Schüler/innen durch mehr Wahlmöglichkeiten der Kurse und mehr Flexibilität der Abiturfächer zu unterstützen. Eine stärkere Gewichtung der gesellschaftswissenschaftlichen und künstlerisch-praktischen Bereiche muss erfolgen. Zusätzlich sollten Schüler die Möglichkeit haben nach individuellen Interessen gefördert zu werden.

Wir fordern eine Verbesserung der Informationspolitik des Kultusministeriums. Dies umfasst die Herausgabe endgültiger Abiturmusteraufgaben, sowie eine bessere Zusammenarbeit mit den Schulen. Zudem sollte klar gestellt werden auf welchem Leistungsniveau die jeweiligen Kurse gehalten werden.

 

Schüler, Lehrer und Eltern sollten in alle weiteren Entscheidungsfindungen gleichermaßen involviert werden!



http://q11-streik.bildungszukunft.de/wp-content/uploads/2010/01/flyer_rueck.jpg

Engagiert euch und macht mit! Es geht um eure Zukunft. Schüler haben es satt, die Versuchskaninchen der Politik zu sein!

Mehr Infos:
Hompage: Q11-Bildungsstreik in Bayern - Informationen zu den Demonstrationen am 12. Februar 2010
Facebook-Gruppe: Bayernweiter Schülerstreik und Demonstration der Q11
Myspace-Gruppe
Schülervz-Gruppe
Lokalisten-Gruppe

Siehe auch:
Bayernweiter Schülerstreik und Demonstration der Q11
Schülerstreik in Augsburg am 12.Feburar
Schülerstreik in Bamberg am 12.Feburar
Schülerstreik in Würzburg am 12.Feburar

 

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Published by Direkte Aktion - in Schule & Bildung
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