Sonntag, 8. november 2009
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“Ich behaupte ein einfaches Individuum zu sein und Fehler mache wie jeder andere
Sterbliche auch. Ich habe genug Bescheidenheit um meine Fehler zuzugeben und meine Schritte zu überdenken.“
„Es ist nicht weise zu sicher über seine eigene Weisheit zu sein. Es ist gesund daran erinnert zu werden, dass die Starken schwach werden und die Weisen sich irren.“
"Alles Schall und Rauch" schreibt dazu:
"Es ist wichtig immer daran zu denken, jeder ist nur ein Mensch, egal wer er ist. Man darf aus Menschen keinen Mythos machen, auch wenn sie aussergewöhnliches geschaffen haben. Dadurch fühlt
man sich klein und meint nie etwas ähnliches erreichen zu können. Wir sind alle nur Menschen die durchaus Fehler machen. Andere an zu hohen Massstäben messen wird nur unnötige Konflikte in einem
selber auslösen. Sich selber über eigene begangene Fehler zu bestrafen ist auch nutzlos. Stattdessen soll man in Klarheit sehen was man falsch gemacht hat und von seinen Fehlern lernen und es
wieder versuchen."
Aus: Gandhis 10
Weisheiten um die Welt zu verändern auf "Alles Schall und Rauch"
1.) In unserer westlichen Kultur werden Fehler als Schwäche und Schwäche als Mangel oder unmännlich angesehen. Und doch haben vor allem die Schwachen die Welt nachhaltiger verändert, als es die
Starken je vermocht haben. Auch bei politischen Aktivisten (egal ob in einer Partei oder außerhalb) geht es oft vor allem darum, Recht zu beghalten, Entscheidungen durchzusetzen, Prozesse zu
kontrollieren. Dabei gerät oft außer Acht, das es manchmal klüger sein kann, eine Entscheidung zu verlieren, aber Denk- und Veränderungsprozesse auszulösen.
Gerhard Schröder ist ein gutes Beispiel dafür wie es nicht sein sollte. Das vieles in den Sozialsystemen verändert werden mußte, war eigentlich ein Konsenz in Deutschand. Doch auf die Art, wie
Schröder die Agenda durchgepeitscht hat und alle Beteiligten auf einen "Alles oder Nichts"-Kurs gezwungen hat, statt offen mögliche Fehler und Schwächen der Agenda 2010 zu suchen und zu beseitigen,
hat er nicht nur die Unterstützung der Bevölkerung verloren, sondern auch die eigene Partei.
Der derzeitige US-Präsident Barak Obama scheint sich dagegen bisher Ghandis Regel Nr.6 zu beherzigen.
2.) Wer Fehler eingesteht, offnet die Ohren der Menschen, die er überzeugen will.
3.) Heute las ich auf Facebook "
Der Angriff galt Terroristen, und das sind KEINE Menschen!"
Auch Terroristen sind Menschen, wenn auch vielleicht fehlgeleitete. Der Versuch, Menschen ihr Mensch-sein abzusprechen ist der Versuch, sich selbst aus moralischen Regeln zu befreien. Die Nazis
haben das bei den Juden u.a. erfolgreich angewendet. Gerade Ghandi war Gegenentwurf zu Hitler.
Unsere westliche, christliche Zivilisation hat einen Hitler hervorgebracht. Die indische Zivilisation mit ihrer hinduistisch / muslimischen Prägung einen Ghandi. Die christlichen Besatzer Indiens
aber haben lange Versucht, den Inder das Mensch-sein abzusprechen.
Es ist Zeit, das gerade wir christlich geprägten Menschen unsere Überheblichkeit gegenüber anderen Menschen ablegen. Viele Konflikte und viel Hass entsteht gerade aus dieser Überheblichkeit.
Siehe auch:
Ghandi: 1. Verändere dich selbst
Ghandi: 2. Du hast die Kontrolle
Ghandi: 3. Verzeihe und vergesse
Ghandi: 4. Wenn man nicht handelt kommt man nirgends wo hin
Ghandi: 5. Lebe in diesen Augenblick
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