Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen lädt ganz herzlich zum Freiheitsfest "Freiheit, die wir meinen - 1989-2009" am 12. August 2009 in
Berlin ein.
Das Gedenken im Jubiläumsjahr 2009 wird zusehends auf den Fall der Mauer und die Wiedergewinnung der deutschen Einheit reduziert. Bis zum Beginn der gegenwärtigen Wirtschaftskrise wurde auch der
Begriff der Freiheit oft nur noch auf ökonomische Ellenbogenfreiheit enggeführt. Grund genug zu fragen, welcher Freiheitsbegriff Triebfeder der friedlichen Revolution war, die Revolution nicht
als Geschichte abzutun und ihre aktuelle Bedeutung zu diskutieren. Unsere Veranstaltung will die vielseitigen Aspekte von Freiheit als Grundsatz politischen Handelns und individueller
Entscheidungsmöglichkeiten zum Thema machen und darüber einen Generationendialog anregen.
Wichtig: Anmeldung bis zum 7.8.09
Als "annus mirabilis" – als ein Jahr der Wunder bezeichnete der polnische Publizist Adam Michnik das Jahr 1989. Das Wunder, von dem er dabei sprach, war der Höhepunkt einer fortwährenden Auseinandersetzung mit den kommunistischen Systemen in Ost- und Mitteleuropa. Es war das Ergebnis der Solidarnosc-Bewegung in Polen, der Reformen in Ungarn, der Aufstände in Rumänien, der Proteste in der Tschechoslowakei und nicht zuletzt der Massendemonstrationen in der DDR. Es war das Wunder einer friedlichen Revolution, die Freiheit und Demokratie zum Ziel hatte.
"Wir sind das Volk" – das war der urdemokratische Ruf des Jahres 1989, Erinnerung und Auftrag zugleich. Das Gedenken im Jubiläumsjahr 2009 wird aber zusehends auf den Fall der Mauer und die Wiedergewinnung der deutschen Einheit reduziert. Bis zum Beginn der gegenwärtigen Wirtschaftskrise wurde auch der Begriff der Freiheit oft nur noch auf ökonomische Ellenbogenfreiheit enggeführt. Grund genug zu fragen, welcher Freiheitsbegriff Triebfeder der friedlichen Revolution war, die Revolution nicht als Geschichte abzutun und ihre aktuelle Bedeutung zu diskutieren.
Die Veranstaltung soll die vielseitigen Aspekte von Freiheit als Grundsatz politischen Handelns und individueller Entscheidungsmöglichkeiten zum
Thema machen und darüber einen Generationendialog anregen: Was ist aus der demokratischen Bewegung von damals geworden? Welche Hoffnungen aus 1989 haben sich erfüllt? Was bedeutet Freiheit heute
und was damals? Welche Gefährdungen der Freiheit gibt es aktuell? Und nicht zuletzt: Wie wird sich die Freiheit und damit auch die politische Kultur in Europa weiterentwickeln? Was kann und muss
die Politik hierfür tun und was jeder und jede Einzelne?