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4. Juli 2009 6 04 /07 /Juli /2009 21:24
Der Vertreter der Friedrich- Naumann-Stiftung, die von der FDP finanziert wird, in Honduras hat den Putsch des Militärs gegen den demokratisch gewählten Präsidenten des Landes öffentlich gerechtfertigt.

FNS-Vertreter Christian Lüth u.a. am 28. Juni in einem Bericht aus Honduras behauptet, mit dem Staatsstreich könnte "eine Rückkehr zu Rechtsstaat und zu Verfassungsmäßigkeit in Honduras garantiert werden".


Die Militärs des Landes hatten am 28.06. in einem blutigen Staatsstreich den Präsidenten ausser Landes geschafft.

Seither sind - wie im Iran - Medien und Internet stark zensiert und die Militärs gehen mit rücksichtsloser Gewalt gegen zehntausende Demonstranten vor. Über die Zahl der Toten und Verhafteten liegen bisher keine verläßlichen Berichte vor. Laut dem Vorsitzenden des Komitees zur Verteidigung der Menschenrechte in Honduras, Andrés Pavón, wurden mindestens 360 Personen verhaftet.

Die vom MIlitär eingesetzte Übergangsregierung hat u.a. einen bekannten Folterer und Killer zum "beratenden Minister" ernannt.

Das in dieser Situation der Vertreter eine deutschen Parteistiftung das Vorgehen der Militärs verteidigt, ist unentschludbar. Wenn die Friedrich- Naumann-Stiftung ihren offiziellen Vertreter nicht sofort entläßt, muß an der demokratischen Gesinnung der Stiftung gezweifelt werden. Aber auch wenn sie ihn entläßt, muss sie sich fragen lassen, wie sie einen Vertreter mit derart mangelhaftem Demokratieverständniss überhaupt entsenden konnte.

Wenn die FDP diesen Lapsus nicht kurzfristig aufklären kann, sollte die Friedrich-Naumann-Stiftung vielleicht besser vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Siehe auch:
Hondurianer kämpfen für Ihren demokratisch gewählten Präsidenten
Amerika21 berichtet aus Honduras

Interview mit Juan Almendares

Juan Almendares arbeitet als Mediziner in Honduras. Als Menschenrechtsaktivist wurde er für sein Engagement von der humanitären Hilfsorganisation Oxfam ausgezeichnet. Er ist Präsident des Friedenskomitees von Honduras.


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