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19. April 2009 7 19 /04 /April /2009 16:38
Vor wenigen Tagen verschwand die Domain wikileaks.de aus dem Netz.

Damals tobte die Diskussion über Netz-Sperren und Zensur ihrem Höhepunkt entgegen und: Ostern stand vor der Tür. Vier Tage, an denen keinerlei offizielle Informationen zu erwarten waren.

Die einzigen verfügbaren Quellen hatten übereinstimmend eine Erklärung zu bieten: DENIC hatte dem Drängen eines staatlichen Organs nachgegeben und die Domain deaktiviert.

Schweign und abwarten, ob sich dieses Erklärung bestätigt? Oder gleich Öffentlichkeit schaffen? Ich entschied mich für letzteres und schrieb ich diesen Blog-Beitrag, der sich im nachhinein als falsch herausstellte:

Skandal des Tages: DENIC zensiert wikileaks.de

Es war die falsche Entscheidung. Mea culpa!

Inzwischen hat sich herausgestellt, was wirklich vorgefallen ist: Der Internet-Provider des Domain-Inhaber, Theodor Reppe aus Dresden hatte ihm bereits im November den Vertrag gekündigt und sollte die Domain eigentlich mit Auslaufen desselbigen überstellen, damit sie an einen anderen Anbieter weitergereicht werden kann. Doch das geschah nicht, stattdessen erfolgte eine Abschaltung, seither findet sich auf wikileaks.de nur eine Fehlerseite der für ".de"-Adressen zuständigen Registrierungsstelle Denic.

Alle Einzelheiten schildert die taz besser,als ich das hier könnte.

WICHTIG: DENIC hat sich in diesem Prozess vollständig korrekt verhalten. Sorry, das euch die Anschuldigungen getroffen haben! Ehrlich!

Natürlich bleibt das Verhalten der Statsanwaltschaft Dresden kritikwürdig, die scheinbar versucht, einen Kritiker staatlicher Zensurpolitik mundtot zu machen.

Und auch, ob der Provider den Vertrag mit Theodor Reppe aus freien Stücken oder auf Druck des BND kündigte, wird sich wohl nie aufklären.




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