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15. März 2009 7 15 /03 /März /2009 14:41
Wenn Menschen sterben, dann wird gern nach Verboten gerufen. Meist von Politikern und an einfachen Schlagzeilen interessierten Medien (Kosten gering halten!).

Beide schreien bevorzugt nach dem Verboten, die möglichst wenig Wählern / Lesern wehtun. Ballerspiele sind ein sehr populäres Beispiel. Auch aus aktuellem Anlaß hören wir das mal wieder.

Hier eine Liste von 10 Verboten, die wirklich was bringen würden:

10. Mitgliedschaft / Probe-Schießen von Jugendlichen in Schützenvereinen
9. Atomenergie (Erhöhte Leukemiezahlen bei Kindern rund um Atomkraftwerke)
8. Die Bundeswehr (Hier werden jedes Jahr tausende Menschen systematisch im Töten ausgebildet. Nur eien Frage der Zeit, bis solches KnowHow mal richtig zur Anwendung kommt. Wir haben hunderttausende tickende Zeitbomben in genau in unserer Mitte!)
7. Waffenexporte (Deutsche Waffen kosten jedes Jahr tausenden Zivilisten das Leben. Dabei: deutsche Soldaten in "Friedensmission")
6.Nazis (mehr als 135 Menschen sind seit 1990 Opfer einer tödlichen rechten, rassistischen oder antisemitisch motivierten Gewalttat geworden )
5.Schützenvereine und Jagd zum Vergnügen (private Jagd)
4.Waffen als Kinderspielzeug
3.Schußwaffen in Privatbesitz
2.Alkohol (2007: 62 Tote durch Alkohol allein im Straßenverkehr)
1.Autos (2007: 565 Tote Verkehrsunfälle)

Dadurch würde unsere Welt sehr viel sicherer. Andere Vorschläge? Gern hier oder in eurem Blog! 

Unter solchen Umständen wäre vielleicht ein Vebot von Ballerspielen eine begleitende Verbesserung. Zeitgleich sollte man auch Fernseh-Gewalt verbieten. Denn wo wenn nicht dort lernen Kinder schon im frühsten Alter (s. SuperRTL) das Gewalt nicht nur die einfachste, sondern auch coolst Art der Konflikt-Lösung ist. 

Natürlich werden die Politiker / Medien solche Vorschläge nicht begeistert aufgreifen, denn hinter jedem dieser Dinge steht eine mächtige Lobby. Aber wir können sie ruhig regelmäßig mit solchen sinnvollen Verbotsvorschlägen konfrontieren. Dann unterlassen sie es vielleicht, zu komplexe Problemen populistische Antworten zu geben. Dan das können wir auch.

Für Menschen, die auch mit komplexeren Antworten zurecht kommen, sei hier mal wieder Hagen Rether empfohlen:



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Kommentare

Kokedera 03/15/2009 22:40

Verbote (=mehr Staat) haben noch nie etwas bewirkt. Dies wird auch bei Killerspielen nicht anders sein.

Prävention wäre sinnvoller. Und auch dort würde ich woanders ansetzen als gerade bei der doch recht geringen Gefahr, Opfer eines Amoklaufes zu werden. Wie wäre es z.B. sich um die jährlich fast 200 an Misshandlung sterbenden Kinder zu kümmern? Oder um Ernährungsberatung an Schulen? Damit würden mehr Todesfälle verhindert, als mit Verboten, von was auch immer. Ist aber natürlich unspektakulär und wenig medienwirksam, die personelle und fachliche Ausstattung von Jugendämtern zu verbessern - und das kostet ja uach noch Geld, das wir für notleidende Banker brauchen.

Felyx 03/15/2009 19:03

Aber gern :)
Alskohol und Autos, um nur zwei zu nennen, sind lächerliche Verbotsvorschläge ;-)
"Alkohol, Nazis und Autos führen zu einer größeren Zahl von Todesfällen jedes Jahr als Amokläufer."
Mit dem erwähnen von Todeszahlen gestehst du ja ein, dass Computerspiele in einem kausalen Zusammenhang zu Amokläufen stehen.

In die Begriffsfalle tappe ich eigentlich nicht, denn ich benutze " für "Ursache". Der Begriff "killerspiel" disqualifiziert sich auch noch von selbst, da das niemand hinreichend definieren kann.

Schönen Gruß
Felyx

Felyx 03/15/2009 16:59

Die meisten der 10 aufgeführten Verbotsvorschläge sind lächerlich, daher glaube ich kaum, dass diese Argumentation hilfreich ist. Die Diskussion dreht sich um Computerspiele als "Ursache" bzw. "Auslöser", daher sind deine Vorschläge des Verbots von Alkohol, Nazis sowie Autos an den Haaren herbeigezogen. Sinnvolle, schlüssige Argumentation ist gefragt!

Ich bin absolut gegen ein Verbot von Shootern, das sei nochmal erwähnt.
Meine Gedanken zu dem Thema: http://blogts.wordpress.com/2009/03/14/hinfort-mit-euch-ihr-killerspieleentwickler/

Direkte Aktion 03/15/2009 18:30


Hallo Fely, danke für deinen Kommentar.

Schön wäre , wenn du darlegen könntest, welcher der Verbotsvorschläge lächerlicher ist, als der von Ballerspielen. Alkohol, Nazis und Autos führen zu einer größeren Zahl von Todesfällen jedes Jahr
als Amokläufer.

Zuerst sollte die Politik Medien mal die großen Probleme angehen, statt unsere Aufmerksamkeit auf Nebenschauplätze zu lenken. Auf die Diskussion zu Ballerspielen will ich mich gar nicht einlassen.
Du tapst doch schon in ihre Falle, indem du selbst ihre Begriffe übernimmst, obwohl bei den Spielen niemand gekillt wird. 

Gruss
Benno


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