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9. März 2009 1 09 /03 /März /2009 10:27
******Demonstration 14.3.2009*****
Beginn 12.00 Uhr am Goetheplatz,

Seit letztem Jahr unternimmt die Bremer Kampagne "Ladenschluss" vielfältige Aktivitäten gegen Naziläden in Bremen.

Nicht nur in Hamburg, Berlin, Leipzig und anderswo lässt sich Geld mit „Mode für Rechte“ verdienen. Auch in Bremen betreiben Neonazis Versände und Ladengeschäfte. Einer dieser Läden ist der „Sportsfreund“ (Faulenstraße 9).

Der Laden macht sein Geschäft mit rechtsradikalem Lifestyle. Gleichzeitig hat sich mit dem „Sportsfreund“ mitten in der Bremer Innenstadt ein Neonazi-Treffpunkt etabliert, der die rechte Szene vernetzt., der gezielt versucht, bisher unpolitische Fußballfans und Hooligans für rechte Ideen zu rekrutieren.
Das rechte Gefahrenpotenzial, das vom „Sportsfreund“ ausgeht, ist hoch. Der Laden verkauft neben Klamotten auch Ausstattung für die Hooligan-Szene und für den Kampfsport.

Inhaber des Nazi-Ladens ist Marten Ostendorf. Marten Ostendorf ist der jüngste von drei Brüdern, die alle in der Bremer Neonazi-Szene aktiv sind.

Der älteste der Brüder ist Henrik Ostendorf. Er wird der militanten Neonaziszene um die inzwischen verbotene Organisation „Blood & Honour“ zugerechnet. Zurzeit arbeitet er beim NPD-Parteiorgan „Deutsche Stimme“ in Sachsen. Henrik Ostendorf ist nicht nur ein wichtiges Bindeglied zwischen Neonazi-Kameradschaften und NPD, er ist auch in der Bremer Nazi-Hooligan-Szene ein Drahtzieher.

Der mittlere der Ostendorf-Brüder heißt Hannes. In Bremen ist Hannes Ostendorf schon seit den 80er Jahren als aktiver Neonazi bekannt. Er gehörte zum Kern der so genannten Penny-Crew. Deren rechte Aktivitäten gipfelten 1991 in einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Schwachhausen. Die Polizei überführte Hannes Ostendorf als einen der Täter.

Heute ist auch Hannes Ostendorf in der Nazi-Hoologan-Szene aktiv. Er ist außerdem Sänger der Rechtsrock-Band „KC – Hungrige Wölfe“. „KC“ steht für „Kategorie C“ - so nennt die Polizei Gewalt suchende Fußballfans.

Beliebt sind in den Kreisen rechter Fußballfans und Neonazis Klamottenmarken wie Thor Steinar oder „Sport frei“. Das Label „Sport frei“ gehört dem großen Bruder Henrik Ostendorf. Kaufen kann man es ebenso wie Thor-Steinar-Klamotten, T-Shirts und CD’s von rechten Bands im Laden „Sportsfreund“ von Marten Ostendorf.

Weitere Nazi-Läden in Bremen sind der Laden „Sieg oder Spielabbruch“ in Hastedt und der Internetshop „Heimdall Versand“ in Bremen Nord.

Nach mehreren Informationsveranstaltungen, Flugblattaktionen, und Pressearbeit war im November eine Demonstration in der Innenstadt unter Beteiligung von über 600 Menschen der vorläufige Höhepunkt. Im Ergebnis ist vielen Bremer_innen inzwischen bekannt, dass es in der Innenstadt den Naziladen "Sportsfreund" gibt.

Das erklärte Ziel der Kampagne Ladenschluss ist dessen endgültige Schließung.

Dass das geht, zeigen uns aktuelle Beispiele aus anderen Städten:
Im Oktober hat das Berliner Landgericht der Räumungsklage gegen den Thor-Steinar-Laden „Toensberg“ in Berlin stattgegeben.
Der Thor-Steinar-Laden “Narvik” muss aus dem Magdeburger Hundertwasserhaus ausziehen! Das zuständige Oberlandesgericht hat das Räumungsurteil Ende Oktober bestätigt.
Gerade vorgestern hat auch das Landgericht Leipzig entschieden: Der "Thor Steinar"-Laden in der Leipziger Innenstadt muss raus!
Aus diesen Erfolgen in anderen Städten lassen sich zumindest 2 Sachen lernen:
1. Ohne massiven Protest gegen die Nazi-Läden bewegt sich nichts. Dass sich Gerichte überhaupt damit befasst haben, war die Folge von antifaschistischem Protest und Widerstand.
2. Kündigungsklagen sind zwar aussichtsreich, aber der Weg bis zur Einreichung der Klage und der Weg durch die Instanzen dauern sehr, sehr lange
Hamburg ist dagegen eine kleine Erfolgsgeschichte des antifaschistischen Protests. Der erste Thor-Steinar-Laden in westlichen Bundesländern „Brevik“ öffnete am 25.September, und am 25. Oktober musste er wegen des enormen öffentlichen Drucks schon wieder schließen. Vom Tag der Eröffnung an protestierten täglich manchmal hundert, manchmal aber auch nur ein dutzend Antifaschistinnen und Antifaschisten gegen das Geschäft mit dem Nazichic. Zusammen mit Geschäftsleuten setzten sie die Schließung politisch durch.
Und noch einmal Berlin: In der Berliner Morgenpost vom 7. November war zu lesen: Das Bezirksamt Lichtenberg hat den Investor eines Einkaufszentrums aufgefordert, das Modelabel Thor Steinar aus dem Einkaufszentrum zu verbannen. Wenn nicht, dann droht der Vize-Bürgermeister von Lichtenberg – der ist übrigens von der SPD -, dass das Bezirksamt zu Demonstrationen und Mahnwachen aufruft


******Demonstration 14.3.2009*****
Beginn 12.00 Uhr am Goetheplatz,


14.3. Bremen: Nazi-Läden schließen



Für Zivilcourage, mutige Aktionen und einen langen Atem
Dass sich in Bremen mit dem Laden Sportsfreund in zentraler Lage eine rechtsextreme Infrastruktur entwickeln konnte zeigt das gewachsene Selbstbewusstsein der Neonazi-Szene. Es zeigt gleichzeitig, wie ihre Strategie ist. Sie wollen sich in der Mitte unserer Stadt etablieren, um in der Mitte der Gesellschaft anzukommen.

Das soll mit der Kampagne Ladenschluss verhindert werden!

Beteiligen Sie sich am Protest der Kampagne Ladenschluss!
Zeigen Sie Zivilcourage gegen rechte Alltäglichkeiten und initiieren Sie selbst Aktionen gegen den „Sportsfreund“!
Lassen Sie uns gemeinsam politischen Druck bis zur Schließung des Nazi-Ladens entwickeln!

Quelle: Indymedia, http://de.indymedia.org/2008/11/232869.shtml

mehr Infos zur Kampagne: http://bremen.antifa.net/ladenschluss

******Demonstration 14.3.2009*****
Beginn 12.00 Uhr am Goetheplatz,

Weitere Infos:
http://stopthorsteinar.blogsport.de/2009/03/06/bremen-nazilaeden-dicht-machen/
http://dokmz.wordpress.com/2008/04/09/unauffalliger-sportsfreund/
http://stopthorsteinar.blogsport.de/2008/11/19/pass-auf-sportsfreund/

Mittlerweile interessiert sich auch die etablierte bürgerliche Medienlandschaft für das Problem der Nazi-Läden und der Nazi-Marke „Thor-Steinar“. So berichtete neulich das Nachtmagazin inklusive Sportsoziologen und mobilem Beratungsteam Brandenburg. Demnach soll innerhalb der Neonazi-Szene und bei den Vordenkern der Rechtsradikalen Bewegung die Idee der Vermarktung von z.b. Thor Steinar kritisch gesehen werden, da der Umsatz der Läden nicht der rechtsradikalen Bewegung zugute kommen würde.

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video407552.html

Bericht der taz über die letzte Demo:
http://www.taz.de/regional/nord/bremen/artikel/?dig=2008%2F11%2F17%2Fa0150&cHash=80ced93ad2

Ausführliche Hintergründe zur Marke Thor Steinar und ihren Bezügen zur Nazi-Szene (PDF)

Auch interessant:
Nazis im Staatsdienst: http://www.youtube.com/watch?v=xFTo3PWXzqU (YouTube-Video)

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Published by Direkte Aktion - in Nazi-Aktivitäten
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